10 Tipps für den perfekten Schulstart

Der Wecker läutet wieder pünktlich. Aufstehen, frühstücken, Zähne putzen und Jause einpacken stehen auf dem frühmorgendlichen Programm. – Ja, der Schulalltag ist nach der langen Ferienpause wieder eingekehrt bzw. hat dieses Jahr für zahlreiche Taferlklassler erstmals begonnen. Nach den beiden freien Sommermonaten bedeutet das für Schüler jeder Altersgruppe eine deutliche Veränderung der Lebensgepflogenheiten, da sie nun wieder rechtzeitig ins Bett müssen, im Klassenzimmer gespitzte Ohren gefragt sind und in der Freizeit – neben den eigenen Hobbys – auch genug Platz für Hausaufgaben sein muss. Eltern können ihre Kinder bei dieser Umstellung wertvoll unterstützen und ihnen den Schulstart erleichtern. Hier unsere zehn Tipps!

 

Den Biorhythmus auf „Schulzeit“ programmieren.

Nur ausgeschlafene Kinder und Jugendliche sind im Klassenzimmer aufmerksam und konzentriert. Daher sollten Eltern darauf achten, dass ihre Sprösslinge genügend Schlummerstunden in einer ruhigen und wohltemperierten (ca. 18 °C) Umgebung tanken und am Vorabend rechtzeitig „gute Nacht“ sagen. „Ein zehnjähriges Kind braucht in etwa zehn Stunden Schlaf“, nennt Dr. Katharina Turecek, Leiterin des Instituts für Gehirntraining in Wien, eine Faustregel. Im Schlaf festigt sich explizites Wissen, Informationen werden neu geordnet und die Konzentrationsfähigkeit wird gesteigert. Die Folge: Je konzentrierter Kinder sind, desto vollständiger und korrekter können Lerninhalte aufgenommen, kognitiv verarbeitet und wieder abgerufen werden. „Wer mit der Umstellung von Ferien- auf Schulmodus bereits eine Woche vor dem Schulstart beginnt, gewöhnt sein Kind an jenen Rhythmus, den auch der Klassenzimmer-Alltag von ihm verlangt“, so Turecek.

 

Einen adäquaten Arbeitsplatz schaffen.

Weiters gilt es, auch das Kinderzimmer auf den Schulstart vorzubereiten. Ein (eigener) Schreibtisch, der idealerweise mit der Körpergröße des Kindes „mitwächst“ und mit entsprechenden Ordnern, Schubladen und einer gut ausleuchtenden Tischlampe ausgestattet ist, sorgt für aufgeräumte Verhältnisse und eine gesteigerte Lernmotivation. Mit großzügig angelegten Regalen, welche nach dem gemeinsamen Materialeinkauf (z .B. Lineale, Stifte, ein hochwertiger Schulrucksack etc.) gefüllt werden, legt man ein Scherflein nach. Ergonomisch angepasste Stühle schonen zudem die Rücken- und Nackenmuskulatur. „Potenzielle Ablenkungen sollten im Kinderzimmer nach Möglichkeit vermieden werden. Die Playstation gehört z. B. nicht auf den Schreibtisch, Fernseher und Radio sollten während des Lernens nicht mitlaufen. Und: Haustiere sind besser im Wohnzimmer aufgehoben, da auch diese Geräusche die Aufmerksamkeit des Kindes beeinträchtigen“, erklärt Turecek.

 

Zeitgefühl vermitteln.

Ein Schuljahr ist für Kinder oft gleichbedeutend mit einer halben Ewigkeit. Sie haben noch kein Zeitgefühl wie Erwachsene. „Ein strukturierter Schulkalender, der zentral in der Küche hängt und dem beim gemeinsamen Frühstück Aufmerksamkeit geschenkt wird, erleichtert das Prioritätensetzen“, so Turecek. Ein „Meilenstein“ kann beispielsweise Weihnachten sein: Bis dahin vergehen noch drei Monate, könnte man als Elternteil z. B. sagen, und in der Zwischenzeit müssen wichtige und weniger wichtige Dinge erledigt werden. Bevorstehende Prüfungen und Schularbeiten können mit einem Textmarker extra hervorgehoben werden, um den Zeitüberblick nicht zu verlieren.

 

Lernen schmackhaft machen.

„Atmosphärisch motivieren Eltern ihre Kinder am besten, indem sie toll finden, was es alles lernen darf“, erklärt die deutsche Diplompsychologin und Wissenschaftsautorin Dr. Barbara Knab. „Auf keinen Fall sollte vom ,Ernst des Lebens‘ gesprochen werden; man sollte sich vielmehr gemeinsam darauf freuen, dass das Kind nun z. B. selbst Bücher lesen kann oder neue Inhalte gelernt werden.“ Dabei spielen natürlich auch das Lerninteresse der Eltern selbst – im Sinne einer Vorbildfunktion – und eine bildungsfreundliche Umgebung eine große Rolle. Schlagen Sie doch einmal einen Atlas auf, um Ihrem Kind – im wahrsten Sinn des Wortes – die Welt zu erklären, und nutzen Sie – gemeinsam – andere Medien wie z. B. Zeitungen, Internet etc., um aufkommende Fragen zu beantworten. „Wer zudem aus dem Schulalltag erzählen lässt und nachfragt, was denn heute auf dem Programm stand bzw. angemessene Arbeits- und Pausenzeiten mit dem Kind vereinbart, trägt zum positiven Image des Lernens bei“, erläutert Knab. Die Hausaufgaben des Kinds als Elternteil zu erledigen fördert hingegen keinesfalls seine Selbstständigkeit oder gar sein Selbstbewusstsein; Mütter und Väter sollten auch nicht kontrollierend danebensitzen, während das Kind sich für die Schule vorbereitet. „Schließlich wird der individuelle Motivationskreislauf nur dann aktiviert, wenn uns die Dinge selbst gelingen. Was wir gut können, machen wir auch gerne“, sagt Turecek. Im Notfall für Fragen zur Verfügung stehen schadet hingegen nicht, sondern sorgt für das für Kinder oft notwendige „Auffangbecken“.

 

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