Wundermittel Essig

Ob im Erdäpfelsalat, im Apfelrotkraut oder in der Linsensuppe – Essig, insbesondere der klassische Apfelessig, ist ein fixer Bestandteil unserer Küche und verfeinert viele Gerichte. Spezielle Essigsorten werden auch von Spitzenköchen gern verwendet, Feinkostfans legen ihr Gemüse darin ein, und seit Neuestem ist Essig auch ein Lieblingszusatz von Barkeepern in Cocktails.

Gesundes Kombipaket
Doch Essig kann weit mehr als Gerichten eine besondere Note geben. Er ist auch ein wirkungsvolles Hausmittel. Das liegt an seinen vielen Wirkstoffen, weiß Monika Masik, Ernährungsexpertin aus Wien. „Apfelessig ist eine tolle Kombination aus Nähstoffen, Vitaminen und Mineralien, die zusammen einen Beitrag zur Gesundheit leisten können.“ So enthält er etwa Pektine aus dem Apfel, die gute Ballaststoffe sind und auf den Stoffwechsel wirken. Kalzium, Magnesium, Natrium, Eisen und Kalium sind ebenfalls enthalten, wobei Letzteres wichtig zur Regulation des Wasser- und Elektrolythaushaltes ist. Die B-Vitamine im Apfelessig sind gut für Nerven und Haut sowie für Konzentration und geistige Frische.

Essigsäure als Plus
Essenziell für die Anwendung in puncto Verdauung ist aber die Essigsäure: „Diese hat eine desinfizierende Kraft, die im Darm ihre Wirkung entfaltet. Hat jemand ein schlechtes Darmmilieu, kann dieses durch die Essigsäure positiv beeinflusst werden.“ Dafür kann man Apfelessig als Kur anwenden: Über sechs bis acht Wochen lang sollte man morgens ein Glas warmes Wasser mit einem Löffel Apfelessig trinken. „Am besten gibt man noch etwas Honig dazu“, empfiehlt die Expertin. „Das schmeckt besser und ist in dieser Form auch eine gute Kombination für das Immunsystem. Denn schließlich hat Essig auch eine keimtötende Wirkung.“

Anerkanntes Naturheilmittel
So ein Glas Apfelessig dient aber nicht nur als Kur, sondern ist auch in Einzeldosen angewandt ein Mittel gegen Verstopfung, bei Blähungen oder Völlegefühl. „Er wirkt verdauungsfördernd, macht blähende Speisen leichter verdaulich, regt die Speichelbildung an und mildert das Völlegefühl nach einem zu üppigen Essen“, bringt Masik die positiven Wirkungen auf den Punkt. Ihr Tipp: „Man kann schon beim Kochen deftigerer Gerichte einen Schuss Apfelessig dazugeben, dann werden diese sofort leichter verdaulich.“ Apfelessig hat übrigens in der Naturheilkunde ein lange Tradition, die belegt und dokumentiert wurde. So hat ihn etwa auch Hildegard von Bingen bei Verdauungsbeschwerden empfohlen und angewandt. Und keine Angst vor zu viel Säure! Die im Apfelessig enthaltenen Mineralstoffe Kalium und Magnesium sind basisch, und so hilft der Essig, obwohl selber sauer, im Körper ein basisches Milieu zu entfalten.

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