Wunder Schlaf

Von den 24 Stunden, die uns täglich zur Verfügung stehen, gehen wir – grob gerechnet – acht Stunden der Erwerbstätigkeit nach, haben acht Stunden über für Mahlzeiten, Sozialleben, Sport, Haushaltsführung und das, was man halt sonst noch so tut im Leben, und weitere acht Stunden für den Schlaf. Das wäre der ideale Tagesverlauf, der sich natürlich problemlos ein bisschen hin und her schieben lässt. Und das tun wir dann auch: Wir arbeiten länger, weil wir oft keine andere Wahl haben. Wir wollen jedoch auch – neben den Verpflichtungen, die man zu erfüllen hat – unsere Freizeit genießen. Und bedienen uns, weil sich‘s sonst nicht ausgehen würde mit den 24 Stunden, hemmungslos am Zeitkontingent fürs Schlafen. Obwohl wir wissen, dass es sich rächt, weil Schlafmangel sowohl der körperlichen als auch der geistigen Gesundheit enormen Schaden zufügt. „Wenn wir zu kurz oder auch aus diversen Gründen schlecht schlafen und uns im Schlaf nicht erholen, beeinträchtigt das unsere Aufmerksamkeit und verschlechtert unsere Stimmung. Schlafmangel führt zu Gehirnverlust und kostet regelrecht Lebensjahre“, sagt Univ.-Prof. Dr. Manuel Schabus, Leiter des Labors für Schlaf-, Kognitions- & Bewusstseinsforschung am Zentrum für Kognitive Neurowissenschaften der Universität Salzburg.

Wir schlafen eindeutig zu wenig
„Idealerweise sollte der Erwachsene sieben bis neun Stunden schlafen. Aus eigenen Studien wissen wir aber, dass der Durchschnitt bei 6,26 Stunden liegt“, so Schabus weiter, „auch wenn es Menschen gibt, die glauben, mit weniger Schlaf auszukommen. Die schlafen dann tatsächlich nur vier bis fünf Stunden. Doch in Studien hat sich gezeigt, dass das größtenteils ein antrainiertes Verhalten ist. Denn auch diese Ultrakurzschläfer schlafen unter guten Bedingungen und ohne äußere Einflüsse mindestens sieben Stunden.“ Selbst ältere Menschen, die – scherzhaft formuliert – zur senilen Bettflucht neigen, schlafen, wenn man die kleinen Nickerchen und den Mittagsschlaf dazu- zählt, im Schnitt auch durchschnittlich lange. „Wobei es im Alter weniger relevant ist, ob man in der Nacht oder tagsüber schläft oder eine Kombination aus beidem. Denn im Alter hat man nicht mehr so viel zu lernen und strengt sich auch körperlich üblicherweise nicht mehr so an. Für alle anderen Altersgruppen jedoch gilt“, so Schabus, „die Stunden des Schlafes in einer langen ungestörten Nachtphase zu verbringen. Unser Körper braucht die Zeit für Regeneration, Immunsystemaufbau und Gedächtnisverarbeitung.“

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