„Wir stehen zu dir!“

In der Kindheit werden die grundlegenden Weichen dafür gestellt, wie das Kind später sein Leben bewältigen wird: Ob es eine starke und in sich gefestigte Persönlichkeit entwickelt, die auch mit Frustrationen umgehen kann oder nur ein schwaches Selbstwertgefühl ausbildet und damit anfällig wird für Krisen jeder Art.

Die Aufgabe der Eltern ist es, ihr Kind dazu zu befähigen, Glück und Erfüllung im „echten Leben“, nicht nur in der verlockenden Konsumwelt zu suchen. Die wichtigsten menschlichen Grundbedürfnisse wie Nähe, Geborgenheit und Liebe können letztendlich nur in der Familie gestillt werden. Eine verlässliche Eltern-Kind-Beziehung bietet die Grundlage für die spätere seelische Gesundheit von Kindern. Ein Kind, das Geborgenheit erlebt, muss nicht ständig auf der Suche nach Ersatz sein. Ein Kind, das mit dem Gefühl aufwächst, geliebt und geschätzt zu sein und sich auch in Konfliktsituationen immer auf seine Eltern verlassen kann, hat die Chance eine gefestigte Persönlichkeit auszubilden.

Wie schaffen Sie Geborgenheit für Ihr Kind?
Es ist für Eltern nicht immer ganz leicht für Geborgenheit in der Familie zu sorgen, weil sie häufig selbst in Alltagszwänge eingespannt sind, nur noch von einem zum anderen hetzen und das Pflegen der Beziehungsebenen zum/zur PartnerIn oder zu den Kindern häufig zu kurz kommt. Geborgenheit geben heißt, dass Sie für Ihr Kind da sind und es unterstützen, wenn es Hilfe braucht. Ermutigen Sie Ihr Kind, wenn es eine schwierige Situation zu meistern gilt und verunsichern Sie es nicht durch abwertende oder maßregelnde Bewertungen. Es ist wichtig, dass Ihr Kind weiß, wo es hingehört und wer ihm hilft, wenn es Schwierigkeiten hat.

Ermutigung ist besser als Entmutigung!
Perfekt scheinende Eltern entmutigen ihre Kinder viel mehr als Eltern, die auch hin und wieder eine Schwäche zugeben können. Was ist schon dabei, wenn sie ehrlich zugeben, dass Sie manchmal auch nicht weiter wissen? Eine offene Einstellung verbindet, denn sie garantiert den ehrlichen Umgang miteinander. Akzeptieren Sie Ihr Kind wie es ist und nehmen Sie es mit seinen kleinen Eigenheiten (Stärken und Schwächen) an. Akzeptieren Sie die Entscheidung Ihres Kindes, einen anderen Weg einzuschlagen, als den von Ihnen empfohlenen und unterstützen Sie es auch dabei. Bitte keine Schadenfreude, wenn sich herausstellen sollte, dass Ihr Kind dabei keinen Erfolg hat. Zeigen Sie Ihr Interesse an den Dingen, die für Ihr Kind wichtig sind, aber überwachen Sie nicht alles. Sie sind nicht für alles verantwortlich, was Ihr Kind tut, es muss, je nach Alter, auch lernen selbständige Entscheidungen zu treffen.

Eltern sind Vorbilder!
Denken Sie daran, dass Kinder viele Verhaltensweisen unbewusst von den Erwachsenen, die ihnen am nächsten stehen, übernehmen. Erziehung fängt also bei Ihnen selbst an und nicht bei Ihrem Kind. Sie sind Vorbild, wenn es um den wertschätzenden Umgang untereinander geht, Ihr Problemlöseverhalten und die in der Familie praktizierte Konfliktregelung bieten Ihrem Kind Orientierung. Aber auch, wie Sie sich entspannen, welche Formen der Freizeitgestaltung Sie für sich wählen und welchen Wert Sie Ihrem Wohlbefinden und Ihrer Erholung beimessen. Es wäre zu empfehlen, dass Eltern ihren Kindern auch vorleben, wie man sich, trotz aller Pflichten, auf gefahrlose Weise auch wieder Abstand und Spaß im Alltag verschafft.

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