Winterzeit ist Suppenzeit

Gesund und gut gelaunt durch den Winter zu kommen, ist für viele Menschen eine echte Herausforderung. Auf der Suche nach Vitaminen und stärkenden Speisen holen wir uns in unsere Küche oft Früchte aus fernen Ländern wie Orangen, Bananen und Co. Denn der Frost lässt in unseren Breiten scheinbar kein Gemüse mehr wachsen. Doch das stimmt nicht! Denn auch bei uns hat der Winter einiges an saisonalen Gemüsesorten zu bieten: von Erdäpfeln über Karotten bis zu Sellerie, Pastinaken oder Kraut. Wie man sie am besten und einfachsten verkocht? In Suppen! Denn gerade in der kalten Jahreszeit sind Suppen die ideale Mahlzeit. Sie wärmen den Körper von innen bis in die Zehenspitzen, und wer sich öfter eine gesunde Suppe gönnt, versorgt seinen Körper mit wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen – auf ganz einfache Art und Weise. Die Ganzheitsmedizinerin Dr. Cecilia Deri ist Fachärztin für Anästhesie und Intensivmedizin sowie Ärztin für Traditionelle Chinesische Medizin in Baden (NÖ). Sie rät ihren Patientinnen und Patienten gerade an kalten Tagen dazu, Suppen zu kochen. „Suppe gibt Wärme! Und vor allem in der Winterzeit braucht unser Körper das Wärmende. Die Chinesen sagen, man muss jede Mahlzeit mit etwas Warmem beginnen. Denn der Magen braucht Feuer, um verdauen zu können. Auf einer kalten Herdplatte kann man keine Speisen kochen. Genauso kann ein kalter Magen-Darm-Trakt nicht gut verdauen. Da ist eine Suppe am Beginn jedes Essens ideal.“
Bei den Suppenvariationen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Grob unterscheiden wir Fleisch- oder Fischsuppen und reine Gemüsesuppen.

Gemüsesuppen
„Gemüse ist meist neutral oder wärmend und darüber hinaus basisch“, erklärt die TCM-Ärztin. „Wärmend wirken zum Beispiel Fenchel, Kastanien, Kürbis, Lauch oder Süßkartoffel, aus denen sich herrliche Cremesuppen machen lassen. Durch eine Gemüsesuppe lässt sich auch der Säure-Basen-Haushalt im Körper beeinflussen. Außer Spargel sind alle Gemüsearten Basenspender. Will man eine Darmsanierung durchführen, empfehle ich, im Herbst oder im Frühjahr über zwei oder vier Wochen morgens, mittags und abends Gemüsebasensuppen zu essen.“

Fleischsuppen
Sie bestehen aus Fleisch von beispielsweise Rind oder Huhn mit dem Zusatz von Wurzelgemüse und Kräutern Ihrer Wahl. Dr. Cecilia Deri empfiehlt: „Fleischsuppen geben Kraft, wir nennen das in der TCM das Qi. Daher sind sie besonders wichtig, wenn man krank oder auch im Wochenbett nach einer Geburt ist. Früher war es so, dass die Patentante eines Neugeborenen die junge Mutter zur Stärkung mit einer frisch gekochten Hühnersuppe versorgen musste.“

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