Wie können Eltern die Schulfähigkeit ihres Kindes fördern?

Sind beide Eltern berufstätig, ist dies meist durch die außerhäusliche Unterbringung des Kindes ohnehin gewährleistet. Doch auch hier bedarf es oft einer gewissen Disziplin – vor allem bei unregelmäßigen Dienstzeiten der Eltern – dem Kind Regelmäßigkeit zu ermöglichen. Dann in der Schule kann das Kind auch nicht später kommen, weil die Mutter an diesem Tag später Dienst hat oder es am Vortag zu lange wach war und daher in der Früh zu müde zum Aufstehen war.

Das Kind muss auch lernen, gelegentliche Unlustgefühle zu überwinden und trotzdem an seiner Alltagsroutine festzuhalten.

Das Selbstvertrauen des Kindes in seine Fähigkeiten stärken
Viele Eltern tun das automatisch, indem sie Ihr Kind anerkennen und ernst nehmen und ihm kleine Aufgaben übertragen.

Wichtig ist auch, dass Eltern ihr Kind beim Malen, Basteln oder anderen Tätigkeiten ermuntern und nicht dauernd korrigieren oder gar Werke ihres Kindes lautstark mit anderen (oder gar Arbeiten des Geschwisterchens) vergleichen. Dadurch kann leicht das Selbstbewusstsein verletzt werden – das braucht das Kind aber, um mit Freude zu lernen!

Partnerschaftliches Verhalten dem Kind gegenüber
Tatsächlich sind ja Erwachsene den Kindern in vielen Bereichen überlegen, aber dennoch ist es wichtig, dass Eltern sich immer wieder bemühen, sich etwa in Gesprächen, bei kleineren Entscheidungen usw. partnerschaftlich zu verhalten. Dies steigert das Selbstbewusstsein der Kinder, ihre sozialen Fähigkeiten und regt sie an, nachzudenken und Verantwortung zu übernehmen.

Zum Beispiel beim leidigen Thema ,,Aufräumen“ bringt ein partnerschaftliches Verhalten der Eltern wahrscheinlich bessere Erfolge als Strenge. Partnerschaftlich handeln heißt hier, gemeinsam aufräumen und das Kind dadurch zu motivieren und ihm ein System des Zusammenräumens vorzuführen („Erst alle Bausteine, dann die Bücher“ usw.)

Teil eines partnerschaftlichen Verhaltens ist es auch, dem Kind Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit zu ermöglichen.

Kinder sollen auch nicht dauernd Befehle erhalten, oft noch dazu in autoritärer, schroffer Form (,,Lass das jetzt endlich sein!“). An ein Kind kann man eine Bitte richten, die besonders dadurch besser akzeptiert werden kann, dass das Kind das persönliche Anliegen des Erwachsenen dahinter spürt (,,Ich werde fürchterlich nervös, wenn du so viel Lärm machst!“).

In vielen Situationen kann man dem Kind auch zwei Verhaltensmöglichkeiten zur Wahl stellen. (,,Möchtest du jetzt lieber ruhig ein Spiel machen oder mit beim Kochen helfen?“). Ein Vorschulkind ist dann meist sehr begeistert davon, eine Entscheidung treffen zu dürfen (auch wenn diese noch so klein ist) und wird die selbstgewählte Alternative mit mehr Begeisterung ausführen als eine schroffe Aufforderung

Zum partnerschaftlichen Verhalten gehört aber auch, dass Erwachsene eigene Fehler nicht abstreiten oder vertuschen, sondern sie offen zugeben. Es ist durchaus möglich, sich auch einmal beim eigenen Kind zu entschuldigen für eine ungerechte Zurechtweisung oder Vergesslichkeit.

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