Wenn es anders kommt

  • Suchen sie eine spezialisierte Beratungsstelle auf. Sie werden dort einfühlsame Begleitung finden.
  • Für oder gegen ein behindertes Kind – es ist Ihre individuelle Entscheidung! Überstürzen Sie aber nichts.
  • Informieren Sie sich über Frühförderinstitute, Selbsthilfegruppen und Familienunterstützung beim Leben mit einem behinderten Kind.
  • Suchen Sie sich Entlastung im Alltag, nehmen sie Hilfe und Unterstützung an. Versuchen Sie, Energie aufzutanken.
  • Beschäftigen Sie sich nicht ununterbrochen mit dem Thema Behinderung. Versuchen Sie etwas für sich und ihre Partnerschaft zu tun.
  • Erkennen und benennen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse – z.B. mit einer Freundin zu reden, etwas Zeit für sich zu haben, von zu Hause „raus zu kommen“ – und versuchen sie diese zu befriedigen.
  • Setzen Sie in Ihrer Familie ungewöhnliche Prioritäten. Feiern Sie z.B. immer wieder “ Feste der kleinen Schritte“.

    Tipps für verwaiste Eltern:

  • Thematisieren Sie mögliche negative Gefühle wie Wut. Verzweiflung, Hass, Ohnmacht oder Schuldgefühle, anstatt sie zu verleugnen. Trauerreaktionen sind so individuell wie der Mensch selbst!
  • Die Zeit zum Trauern ist lebenswichtig. Nehmen Sie sich diese Zeit und geben Sie sich selbst die Erlaubnis zum Trauern.
  • Finden Sie Wege, Ihren Schmerz, Ihre Gefühle und Gedanken auszudrücken.
    Solche Möglichkeiten sind z.B.:
    • Malen oder Zeichen,
    • Schreiben (z.B. Geschichten oder ein Trauertagebuch),
    • das Gestalten von Figuren und Skulpturen,
    • Tanz oder Bewegung,
    • Kontakt mit der Natur, u.ä.
  • Was Sie dauerhaft unterdrücken, macht krank.
  • Finden Sie ein ganz persönliches Ritual, mit dem Sie sich verabschieden wollen. Vielleicht möchten Sie einen Brief an das verstorbene Kind schreiben und ihn verbrennen oder an einen Ballon binden und in den Himmel schicken. Vielleicht möchten Sie etwas, das zu dem Kind gehörte, nehmen und an einem ganz besonderen Ort vergraben. Vielleicht gestalten Sie auch ein Foto- und Erinnerungsalbum oder tragen Erinnerungen (Fotos, Hand- und Fußabdrücke, Babydecke) in einer Schachtel zusammen.
  • Wählen Sie etwas, bei dem Sie spüren, dass es für Sie stimmt. Wie kitschig es auch immer sein mag – tun Sie, wonach Ihnen ist.  Tun Sie es bewusst und lassen Sie den Schmerz zu. Machen Sie sich aber auch immer klar, dass es um das Loslassen und Verabschieden geht. Inszenieren Sie den Abschied auf Ihre ganz persönliche Art.
  • Schreiben Sie auf, welche Dinge Sie trösten können. Vielen Menschen tut es gut, Blumen zum Grab zu bringen oder Kerzen in einer Kirche anzuzünden. Andere müssen über ihre Empfindungen reden und finden in einer Trauer-Selbsthilfegruppe Trost. Auch eine innere Vorstellung darüber, wo das verstorbene Kind nun gerade ist, kann sehr tröstlich sein. Vielleicht haben Sie auch ein besonderes Erinnerungsstück, das Sie immer bei sich tragen.
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