Wenn die Nerven erkranken

 

MIGRÄNE

Wie zeigt sich die Erkrankung?
„Migräne tritt meist episodisch auf, häufig halbseitig, mit Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit, einem enormen Ruhebedürfnis und dauert ein bis drei Tage“, erklärt Witzani. Bei 15 bis 20 Prozent gehen den Kopfschmerzen Seh- oder andere Wahrnehmungsstörungen, die sogenannte Aura, voran.

Wie kommt es dazu?
Nach wie vor ist nicht bekannt, wodurch Migräne ausgelöst wird.

Wer ist betroffen?
Über 11 Prozent der Österreicher leiden unter episodischer Migräne, wobei Frauen bis zu dreimal häufiger als Männer darunter leiden und meist zwischen 20 und 50 Jahre alt sind. Zudem tritt die Erkrankung familiär gehäuft auf.

Wie wird behandelt?
„Bei vielen hilft eine Art Basistherapie aus Kaffee und Zitrone“, weiß die Neurologin. Und: „Neben diversen Schmerzmitteln führen etwa Triptane dazu, dass die Schmerzen abebben, machen die Betroffenen allerdings auch schläfrig. Hat man zweimal im Jahr Migräne, kann man durchaus Schmerzmittel nehmen oder die Schmerzen ‚ausschlafen’. Leidet man mehrmals im Monat, muss man andere Optionen suchen – nicht dass es zur Abhängigkeit von Schmerzmitteln kommt.“ So kann Migräne beispielsweise mittels blutdrucksenkender Mittel oder Antidepressiva behandelt werden. Witzani hat recht gute Erfahrungen mit einer Spritztherapie gemacht: Bei Migränepatienten ist ein Eiweißmolekül vermehrt ausgeprägt, was durch einen Antikörper, der einmal im Monat unter die Haut gespritzt wird, abgeschwächt werden kann.“

Kann man vorbeugen?
Zum einen gilt es, die Trigger zu eliminieren – sei es Stress, zu wenig Schlaf, Rotwein, Schokolade oder sonst ein Auslöser. Zum anderen hat Ausdauersport laut Witzani einen positiven Einfluss, obschon dieser nicht so wirkungsvoll und nachhaltig ist wie bei anderen Kopfschmerzarten.

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