Wenn die Nerven erkranken

 

POLYNEUROPATHIE

Wie zeigt sich die Erkrankung?
Polyneuropathie ist die Krankheit vieler Nerven. Es ist ein Überbegriff für generalisierte Erkrankungen des peripheren Nervensystems, zu dem alle Teile gehören, die außerhalb des Zentralnervensystems (bestehend aus Gehirn und Rückenmark) liegen. „Vereinfacht gesagt, handelt es sich um eine Abnützung der Nerven an Händen und insbesondere an den Füßen“, erklärt die Neurologin. Die Patienten klagen häufig über Taubheitsgefühle von den Fußsohlen bis zu den Knien, über ein Gefühl, als würden Ameisen über die Füße laufen. Mit der Zeit nehmen Muskulatur und Sensorik der Füße ab, weshalb Betroffene leichter stolpern und sich mit Schwellen, Teppichen und dergleichen schwertun.

Wie kommt es dazu?
Einerseits ist Polyneuropathie eine Erkrankung des Alters. Andererseits gibt es auch Risikofaktoren, die die Krankheit begünstigen – speziell wenn sie in jüngeren Jahren auftritt. Witzani: „Nicht selten tritt die Krankheit bei Diabetikern, Alkoholikern und Drogenkonsumenten auf. Mitunter kommt es im Gefolge von Tumor-, Schilddrüsen- oder Nierenerkrankungen dazu. Generell gilt: Je jünger der Patient, umso eher muss untersucht werden, ob andere Ursachen vorliegen.“

Wer ist betroffen?
Da es sich um eine altersbedingte Degeneration der Nerven handelt, leiden vor allem Menschen ab dem 60. Lebensjahr darunter. Oder die genannten Risikogruppen.

Wie wird behandelt?
Ist die Polyneuropathie auf eine andere Erkrankung zurückzuführen, gilt es, diese zu behandeln. Ist das nicht der Fall, kann lediglich eine symptomatische Therapie erfolgen. Sehr zu empfehlen ist Physiotherapie.

Kann man vorbeugen?
Durch einen gesunden Lebensstil kann man die Krankheit hinauszögern, wenn nicht sogar verhindern.

 

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