Welcher Sport passt zu mir?

Um regelmäßig aktiv zu sein, sollte die Bewegung Spaß machen. Finden Sie heraus, welcher Fitnesstyp Sie sind und starten Sie los! Von Mag, Regina Modl

Während der eine Motivation durch die Gruppe braucht, um den inneren Schweinehund zu überwinden, läuft der andere lieber alleine in der Natur dem Alltag davon. Wer seine eigenen Vorlieben und Erwartungen kennt und Freude beim Sport empfindet, bleibt leichter bei der Sache. Denn in Österreich schafft es lediglich ein Drittel der Bevölkerung, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen mind. 150 Minuten Bewegung pro Woche einzuhalten. Sie wollen Ihrer Gesundheit etwas Gutes tun und Sport betreiben, wissen aber nicht so recht, welche Bewegungsform für Sie die Richtige ist? Dann sollten Sie sich ein paar Fragen stellen, bevor Sie loslegen: Wo und wie möchte ich trainieren? Brauche ich Action oder will ich es lieber ruhig? Bin ich ein Teamspieler und fühle mich beim Sport in Gesellschaft anderer wohl oder bevorzuge ich es, alleine – etwa bei einem Waldlauf – dem Stress des Alltags zu entfliehen?

Wohlfühlfaktor entscheidet

Überlegen Sie, was Sie brauchen, um sich beim Sport zu entspannen und wohlzufühlen. Dabei sind jedoch nicht nur Art der Bewegung und Intensität entscheidende Kriterien. Ebenso sollte der Ort bzw. die benötigten Hilfsmittel mitbedacht werden. Wenn es Sie nicht bei jeder Gelegenheit und unabhängig von Temperatur und Jahreszeit in die freie Natur zieht, können Sie auch im Fitnesscenter oder zuhause beispielsweise am Ergometer Ihre Kilometer abspulen oder das Fitness-Workout erledigen. Der sogenannte Wassertyp hingegen bewegt sich am liebsten im und am Wasser – etwa beim Schwimmen, Stand-Up-Paddling oder Kajakfahren.

Erfolg als Belohnung

Das Erfolgsempfinden spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle bei der Wahl der geeigneten Sportart. Der Ausdauertyp empfindet etwa beim Laufen, Radfahren oder Schwimmen Befriedigung im gleichbleibenden Rhythmus und monotonen Bewegungsabläufen. Der Krafttyp hingegen möchte seine Muskeln spüren und Widerstände überwinden. Der Wettkampftyp braucht den Ansporn durch andere, trachtet danach, sich zu messen und sucht rasche Erfolge.

Ruhe oder Action?

Yoga oder Pilates sind Ihnen zu langweilig, aber auch mit Joggen können Sie nicht viel anfangen? Stattdessen suchen Sie die Herausforderung und den Adrenalinkick? Wenn „Schneller, höher, weiter“ Ihre Devise ist, sind Sie eher der Actiontyp. Dann sind abwechslungs- und erlebnisreiche Sportarten wie Mountainbike oder Klettern wohl eher Ihr Metier.

AUSDAUER

Ausdauertypen bevorzugen konstanten Rhythmus und gleichbleibende Bewegungen, die meditative Ruhe schaffen. Dabei können sie – egal, ob Indoor oder Outdoor – optimal dem Alltagsstress entfliehen. Bevorzugt werden zum Beispiel: Joggen oder Radfahren.

MUSKELKRAFT

Der Power-Typ will beim Training seine Muskeln spüren und Grenzen ausloten. Um sich danach richtig wohlzufühlen, benötigt er hohe körperliche Belastung: egal, ob alleine in der Kraftkammer, in der Gruppe beim Crossfit-Workout oder erfolgsorientiert beim Boxtraining.

FUN & ACTION

Angehörige dieses Typs suchen den Adrenalinkick und intensive Sinneseindrücke. Abwechslungsreiche und erlebnisorientierte Sportarten, bei denen man auf verschiedene Situationen rasch reagieren muss, sind genau das Richtige. Geeignet sind beispielsweise Klettern, Mountainbiking, Kampf- oder Extremsportarten.

GRUPPENDYNAMIK

Manche Menschen sporteln bevorzugt in der Gruppe und schätzen die dabei entstehende Dynamik und den Teamgeist. Alleine trainieren? Dafür fehlt meist die Motivation. Dann siegt der „innere Schweinehund“ über den Sportwillen. Für diesen Sporttyp eignen sich Team- bzw. Mannschaftssportarten oder der Besuch von Sportkursen.

AUSGLEICH

Wer Ausgleich und innere Balance sucht, findet dies wohl eher bei „ruhigeren“ Sportarten mit wenig Action. Hier steht nicht die Bewegung alleine im Mittelpunkt, sondern auch der Einklang von Körper und Geist. Gut geeignet sind Bewegungsformen wie Yoga, Tai Chi oder Qigong.

INTERESSEN AUSLOTEN

Wie finde ich heraus, welche Sportart für mich geeignet ist? 

„Probieren geht über Studieren“. Wichtig ist das Angebot an Bewegungsformen auszuprobieren, um so herauszufinden, was einem Spaß macht. Das Empfinden eines anderen muss nicht unbedingt meinem entsprechen. Viele Sportarten sind ohne Geräte, Vorerfahrung oder Ausrüstung möglich – deshalb doch einfach einmal versuchen. Manchmal kann es auch Sinn machen, einen Experten heranzuziehen, um Verletzungen oder Fehlbelastungen zu vermeiden.

Warum ist dies überhaupt von Bedeutung? 

Es ist wichtig, dass die gewählte Sportart auch Spaß macht. Wenn jemand empfiehlt, regelmäßig Laufen zu gehen und einem dieses wenig zusagt und erfüllt, ist man bestimmt nicht motiviert, täglich die Sportschuhe zu schnüren. Daher wird man dieser körperlichen Aktivität nicht dauerhaft nachgehen. Bewegung im Alltag und Sport in der Freizeit sind allerdings essenziell für ein gesundes Leben und genau deshalb ist es wichtig, eine Aktivitätsart zu finden, der man langfristig nachgehen möchte und die auch Freude bereitet.

Welchen Einfluss hat der Alltag auf die Wahl? 

Der Einfluss des Alltags nimmt eine große Rolle ein. So kann beispielsweise die Wohnumgebung die Möglichkeiten maßgeblich einschränken oder auch bereichern. Bergwandern oder Mountainbiken ist in Bergnähe besser geeignet als in der Großstadt. Auch sollten sich die sportlichen Ziele nach den zeitlichen Ressourcen richten. Zudem ist es natürlich zu empfehlen, die Sportstätte in der Arbeits- oder Wohnumgebung zu wählen. Das Mindestziel sollte es sein, viel Bewegung in den Alltag zu integrieren und zwei Mal wöchentlich muskelkräftigende Übungen durchzuführen.

Welche Sporttypen gibt es? 

Es gibt mehrere Klassifizierungsmöglichkeiten. Ich wähle gerne folgende: der Naturbegeisterte, der Wettkämpfer, der Ausgleichende, der Kommunikative. Auch hier ist es wieder wichtig, die Sportart seinen Bedürfnissen anzupassen. Dabei empfehle ich jene, die im Freien durchführbar sind – wie zum Beispiel das Laufen – auch in der Natur durchzuführen. Überlegen Sie sich vorab, welchem Sporttyp Sie angehören und folgen Sie Ihren Interessen. Sie benötigen hierbei noch Hilfe? Dann kontaktieren Sie einen Sportwissenschafter bzw. Trainer.

 

Interessantes

- Advertisement -Jentschura

Empfehlungen