Welche Yoga Richtung ist die richtige für mich? Erfahrungsbericht einer Trainerin auf Ihrem Weg zu Yoga

Es ist ein Trend, bei dem die Nachfrage schon größer ist, als das Angebot und daher TrainerInnen so schnell wie Schwammerl aus dem Boden schießen. Jeder will sein Angebot vermarkten; es entstehen in kurzer Zeit unzählige neue Yogastile: Anusara Yoga, Yapaana Yoga, Forrest Yoga, Bikram Yoga, Yogalates und viele mehr! Wäre die Fragestellung „Unterrichtet mein Lehrer überhaupt Yoga“ nicht zeitgemäßer bzw. wie findet man seinen eigenen Yoga Stil?

Es gibt unterschiedliche Wege, die zu Yoga führen.

Zum ersten Mal mit Yoga in Berührung kam ich mit 21 Jahren. Durch Zufall lernte ich Ashtanga Yoga in einem Fitnesscenter kennen. Mein Beweggrund Yoga zu praktizieren, war einfach: Ich wollte mich wieder so dehnen wie zu meinen Ballettzeiten.

Erstaunt war ich, als ich in meiner ersten Yogastunde den Raum betrat, und alle Teilnehmer so „komisch laut“ atmeten. Noch dazu trainierten wir ohne Musik: Dieser seltsame laute Atem gab den Rhythmus vor.

Aber der überwiegende Teil von Yoga dürfte mich fasziniert haben. Ich ließ mich darauf ein, auch wenn ich meinen eigenen Yoga-Weg suchte.

Ich bin jetzt 33 und selbst Yoga-Trainerin. Heute profitiere ich von meiner anfänglichen Skepsis, weil ich sehr genau nach einer Trainerausbildung gesucht habe, die alltagstauglich ist und den Bedürfnissen gesundheitsbewusster Menschen entspricht. Ich entschied mich für „YogaFit®“, einer amerikanischen Yogaschule, die es geschafft hat, Fitnessregeln in einen Yogastil zu integrieren. Da ich selbst Aerobic- Trainerin bin, hat mich das YogaFit® Konzept dort abgeholt, wo ich war und mich Schritt für Schritt in die Welt des Yoga eintauchen lassen. Mittlerweile genieße ich die laute Ujayi Atmung und spüre selbst, wie wohltuend sie für Körper und Geist ist.

Die Yoga Checkliste

„Yoga ohne Atmung ist Stretching.“ – Das ist für mich der Satz, der Yoga am besten beschreibt. Am Anfang geht es darum, die Koordination von Atem und Bewegung zu lehren. 

„Yoga ist kein Leistungssport“ – Dieser Satz ist richtig und wichtig, wenn man eine ehrgeizige Persönlichkeit ist. Als Trainer ist es ein Balanceakt, seine Schüler zu motivieren, aber gleichzeitig die aktuelle Befindlichkeit der Teilnehmer zu erkennen und Alternativen anzubieten, die auch angenommen werden.

„Der Körper sagt Dir wo Deine Grenzen sind.“ – Es ist eine Herausforderung, auf seinen Körper zu hören und sich nicht zu überfordern. Daher ist es wichtig, einen anatomischen und weniger den esoterischen Zugang zum Körper zu fördern. In beiden Fällen erlebt man die mentale Stärke eines Yogatrainings. Das anatomische Verständnis ist wichtig, um Verletzungen vorzubeugen. Besonders bei Kindern, die sich gerne überschätzen, ist es sinnvoll, Vorstellungsbilder zu benützen, um den eigenen Körper besser spüren zu lernen. 

„Yoga ist eine Herausforderung.“ – Stile wie Ashtanga Yoga und Iyengar Yoga erfreuen sich großer Beliebtheit, ob der akrobatischen Elemente wie Kopfstand, Skorpion, Krähe und Brücke. Das sind zweifelsohne auch Asanas (Posen), die mich faszinieren. Achtung vor Übermut! Yoga ist eine Herausforderung für Körper und Geist. Die Herausforderung besteht darin, zu lernen, mit sich zufrieden zu sein, seine Stimmungen und Befindlichkeiten zu respektieren und die äußere Bewegung der inneren Bewegtheit anzupassen.

„Yoga verlangt eine besondere Umgebung“ – In den diversen Yogaräumen gibt es viele Regeln und Vorstellungen. In manchen Studios ist es erwünscht, sobald man den Raum betritt, still zu sein. In anderen Schulen wird man gleich mit Räucherstäbchen auf die Yogapraxis eingestimmt. Egal, wo geübt wird, Sie müssen sich an dem gewählten Ort wohl fühlen. Das einzige, was Sie brauchen, ist eine Matte und Konzentration auf sich selbst.

 

TIPP:

  • Versuchen Sie für sich herauszufinden, warum Sie Yoga praktizieren möchten. Es gibt viele Yogastile und auch viele Lehrer mit den unterschiedlichsten Erfahrungen (z.B. Shiatsu, Physiotherapie, Tanz, Pilates, Fitness), die in den persönlichen Unterrichtsstil einfließen.
  • Welche Ausbildung hat ihr Yogalehrer? 
  • Welche Kriterien sind für Sie wichtig, damit Sie gerne trainieren? (Gruppengröße, geographische Nähe, Kurszeit etc.)
  • Welches Ziel wollen Sie durch die Yogapraxis erreichen?

 

Die Beantwortung dieser Fragen ist hilfreich, um Yoga sicher und motiviert zu üben.

Autor: : Mag. Barbara Kallinger, MA, www.bewegungsart.at

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