Was Spielen für das Kind bedeutet

Spielen und persönliche Entwicklung
Im Spiel setzt sich das Kind mit der Umwelt auseinander und erwirbt dadurch neue Erkenntnisse. Es muss selber handeln und „begreifen“ können. Beobachten Sie doch einmal ein Kind beim Spielen. Es ist mit seiner ganzen Person bei der Sache, strengt sich oft bis zur Ermüdung an. Wenn etwas gar nicht gelingen will, versteht es keinen Spaß, sondern es wird zornig, weint.

Im Spiel entwickelt das Kind somit körperliche und geistige Fähigkeiten, erfährt aber auch seine Grenzen. Eine andere wichtige Bedeutung des Spielens liegt darin, dass das Kind seine eigenen Empfindungen (Freude oder Enttäuschung) erlebt und Verständnis für die Gefühle anderer Menschen entwickeln lernt.

Wenn es zum Beispiel seine Puppe füttert, ahmt es nicht nur die äußeren Handlungen nach, die es von seiner Mutter kennt, sondern es reagiert auch mit ähnlichen Gefühlen.

Das Spielen bietet ihm auch die Möglichkeit, seine Probleme und Nöte zu bewältigen: Fühlt es sich klein und schwach, kann es im Spiel in der Phantasie groß und erwachsen sein. Bei starken Konflikten wird das Kind im Spiel nach Lösungsmöglichkeiten suchen. (Bei der Behandlung von kindlichen Verhaltensstörungen setzen Therapeuten die Spieltherapie deshalb auch als Heilmittel ein – unbewältigte Probleme können so verarbeitet werden). Beim gemeinsamen Spielen mit anderen Kindern oder Erwachsenen lernt das Kind darüber hinaus, sich einzufügen und anzupassen. Auf diese Weise werden sein soziales Verhalten und die Entwicklung der Gefühlswelt geprägt. Auch das „Verlierenkönnen“ muss erlernt werden!

Die Eltern als Mitspieler
Häufig fühlen sich Eltern unsicher und wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen. Ist es besser, ein Kind beim Spielen nicht zu stören, oder sollen sie lieber mit ihm spielen? Viele Eltern befürchten, dass sie ihr Kind durch regelmäßige, gemeinsame Spiele verwöhnen oder vielleicht sogar von sich abhängig machen. Diese Angst ist unbegründet. Im Spiel drückt sich die spontane Aktivität des Kindes aus, die aber vom Erwachsenen gelenkt werden muss. Allerdings sollen Eltern nicht Lehrer sein, sondern in erster Linie Vater und Mutter.

Angst, Leistungsdruck, Stress dürfen in Kinderzimmern keinen Nährboden finden!

Wichtig ist, dass Sie mit Ihrem Kind in Beziehung treten, ihm Zuneigung, Geduld, Anteilnahme, Ansporn und Interesse zeigen. Diese emotional-sozialen Komponenten spielen in der Beziehung zum Kind eine wichtige Rolle.

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