Was Kinder brauchen

Zunächst sollten Sie sich ganz bewusst fragen:
Was wollen wir unserem Kind geben? Was halten wir im Leben für wichtig?

Sie werden merken, dass Ihre Wünsche für Ihr Kind viel mit Ihren eigenen Wünschen und Erfahrungen zu tun haben. Diese Selbstreflexion ist ein wichtiger Schritt. So können Sie von Anfang an zwischen Ihren eigenen Bedürfnissen und den Bedürfnissen Ihres Kindes unterscheiden lernen. Kinder sollen nicht nur das erfüllen, was die Eltern wollen, sondern auch die Möglichkeit zur Entfaltung eigener Fähigkeiten und Vorlieben bekommen.

Einige Tipps zur Orientierung:

Erziehungsmethoden kritisch hinterfragen

Die Beziehung zwischen Kind und Elternteil zeichnet sich dadurch aus, dass sich das Kind in einer liebevollen, unterstützenden Atmosphäre entwickeln kann. Das ist möglich, weil die Eltern die ersten Orientierungshilfen geben, schützen und begleiten. Konflikte sind trotzdem unvermeidlich!

Bei jedem Konflikt mit Ihrem Kind sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

Was an dem Verhalten meines Kindes bereitet mir Schwierigkeiten und warum?
Was will mein Kind mir mit seinem Verhalten sagen?
Was ist mein Anteil daran, dass es gerade schwierig ist?
Was kann ich anders machen?
Wo kann ich mir Unterstützung oder Entlastung holen?

Ihr Kind ist von Geburt an eine eigene Persönlichkeit – behandeln Sie es auch so. Im familiären Alltag müssen immer wieder die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Familiemitglieder beachtet und Regeln ausverhandelt werden. Ihr Kind ist der schwächere Partner, der sich nicht so einfach über Ihre Meinungen hinweg setzen kann. Betrachten Sie deshalb Alltagssituationen immer wieder auch aus der Sicht Ihres Kindes und bedenken Sie auch, Ihrem Kind Rechte einzuräumen. Das ist keine ganz leichte Aufgabe für Erwachsene.

Beziehungsgeflecht Familie

Wenn ein Kind in eine Paarbeziehung hineingeboren wird, ändert sich plötzlich viel. Das Kind steht am Lebensanfang, Sie als Eltern haben unterschiedliche Lebenserfahrungen als Frau, Mann, als Ehepartner/in und Sie haben beide Vorstellungen davon, wie das Leben als Familie aussehen soll. Ihre Erfahrungen aus der eigenen Herkunftsfamilie spielen dabei eine wichtige

Rolle und wirken sich auch direkt auf die Kindererziehung aus. Ihr Kind lernt in den ersten Jahren wie Beziehungen gelebt und gestaltet werden. Alle Handlungen und Reaktionen innerhalb einer Familie haben direkt mit den anderen Familienmitgliedern zu tun und wirken auf alle ein. Wie bei einem Mobile sind alle Familienmitglieder miteinander verbunden, wenn sich ein Teil bewegt, geraten alle anderen auch in Schwingung.

Sicherheit und Beständigkeit

Ihr Kind ist in eine ihm völlig unbekannte Welt geboren. Es muss die Zusammenhänge erst lernen, was für das Kind oft verwirrend ist. Von Natur aus sind Babys mit reichlich Neugierde und Wissensdurst ausgestattet, dennoch sollten Sie daran denken, dass Ihr Baby auch nach Orientierung in dieser verwirrenden Welt sucht – und das braucht Mut. Den notwendigen Rückhalt können Sie Ihrem Kind unter anderem durch beständige Beziehungen und angstfreie Lebensbedingungen geben. Seelische Sicherheit vermitteln Sie Ihrem Kind dann, wenn es sich Ihrer Liebe und Zuwendung sicher sein kann. Ihr Kind muss wissen und erleben, dass Sie es auch dann lieben, wenn Sie sich gerade mit ihm streiten.

Ihr Kind entdeckt täglich viele Neuheiten, deswegen braucht es auch Gleichbleibendes und Bekanntes. Dazu gehören zum Beispiel lieb gewordene Rituale beim Einschlafen, beim Versöhnen etc. Kinder testen im Laufe ihrer Entwicklung immer wieder, ob einmal Erkanntes auch wirklich Bestand und Gültigkeit hat. Selbstvertrauen und das Wissen, jederzeit wieder in den sicheren Hafen zurückkehren zu können, sind notwendig, um selbstständig den Schritt nach vorne zu wagen.

Annerkennung und Bestätigung

Ihrem Kind das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, ist der erste Schritt, mit dem sie auch zur Selbstsicherheit des Kindes beitragen. Annerkennung und Bestätigung sind das Wichtigste für das Selbstwertgefühl. Loben Sie Ihr Kind für die Dinge, die es schon kann.
Ermutigen Sie es aber auch, wenn es etwas erreichen will, was es noch nicht kann. Kinder reagieren auf Lob in der Regel sofort mit stolzer, strahlender Freude. Unter Anerkennung ist aber auch die Bestätigung der ganzen Person Ihres Kindes gemeint. Kinder sollen sich unabhängig von den von ihnen erbrachten Leistungen geliebt wissen. Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Kind, bringen Sie den Mut zur ehrlichen Auseinandersetzung auf und haben Sie miteinander Spaß.

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