Warum vergeht die Zeit so schnell? Zeitmanagement für Eltern

Koordiniert Ihre Sekretärin Ihre vielen Termine? Wie schafft das Ihr Kindermädchen? Hat Ihr Chauffeur schon um eine Gehaltserhöhung gebeten? Die haben Sie gar nicht? Sie machen das alles selbst? Und berufstätig sind Sie auch? Gratuliere!

Wir leben in einer „schnellen“ Welt, haben die Möglichkeit verschiedenste Medien zu nutzen und sind von einer Fülle an Informationen umgeben. Ansprüche noch besser, schneller, effizienter zu werden sind nicht mehr auf den beruflichen Bereich beschränkt, sondern haben auch in das Privatleben Einzug gehalten.

Heute sind zumeist beide Elternteile berufstätig, um der Familie einen gewissen Wohlstand zu bieten und den Kindern eine anregende Freizeitgestaltung wie auch zusätzliche Förderungen zu finanzieren. Das Familienleben muss zunehmend organisiert werden, da in einer begrenzten Zeit immer mehr Bedürfnisse zu erfüllen sind. Ständig muss etwas erledigt werden, die Unterstützung der Großeltern in der Beaufsichtigung der Kleinen entfällt oftmals, da diese noch selbst arbeiten. Die Ansprüche steigen, will man sie alle erfüllen, kann leicht Überforderung entstehen.

Zeit ist ein sehr kostbares Gut geworden, vor allem im Berufsleben. Zeitmanagementbücher haben sehr gute Verkaufszahlen, da man mit der Optimierung von Arbeitsabläufen Gewinne steigern kann. Wenn nun schon Begriffe aus dem Wirtschaftsbereich sich zunehmend auch in unser Privatleben einschleichen, so könnten wir uns doch auch das Wissen zunutze machen.

Was versteht man unter Zeitmanagement? Im Grunde genommen ist der Begriff irreführend, da wir Zeit eigentlich gar nicht managen können. Die Stunden, Tage, Wochen usw. vergehen einfach, unabhängig davon was wir tun. Worum geht es dann also? Es geht um Strategien und Techniken sich selbst zu organisieren, um seine Aufgaben in einer von außen begrenzten Zeitspanne möglichst stressfrei und erfolgreich zu erledigen.
Für die Familie wird das Ziel wohl weniger eine Umsatzsteigerung sein, sondern der Gewinn von Wohlbefinden und emotionaler Ausgeglichenheit bei gleichzeitiger erfolgreicher Erfüllung der Anforderungen an die Familie. Was wir erreichen wollen ist: stressarmes Bewältigen der notwendigen Aufgaben, positive Grundstimmung innerhalb der Familie, mehr persönliche Freiräume für alle sowie mehr Zeit für die Partnerschaft und gemeinsame Erlebnisse mit seinem Kind.

„Das hört sich gut an“, werden Sie sagen, „aber ich habe keine Zeit für so etwas, ich habe ohnehin schon genug zu tun!“ Natürlich sind Sie bereits in irgendeiner Form organisiert, sonst könnten Sie die alltäglichen Aufgaben ja nicht bewältigen. Der verbreitete Einsatz von Zeitmanagementtechniken im Bereich der Wirtschaft sollte Ihre Skepsis ein wenig mildern, denn dort steht der Gewinn im Vordergrund und es funktioniert. Was brauchen Sie konkret – die Bereitschaft etwas Neues zu lernen, ein wenig Zeit, Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und ein gewisses Maß an Disziplin für die Durchführung.

Zeitmanagementstrategien kann man in vier Bereiche unterteilen: Ziele festlegen, Überblick verschaffen, Prioritäten setzen und planen.

Der erste Schritt ist das Definieren von Zielen. Sie sollten sich fragen:

  • Was will ich erreichen?
  • Was wollen wir als Eltern für unser Kind erreichen?
  • Was wollen wir als Eltern, dass unser Kind erreicht?
  • Was will unser Kind erreichen?

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