Urlaube dich gesund!

Gesundheit ist nicht mehr nur ein erstrebenswerter Zustand, sondern Lebensziel und Lebenssinn“, schreibt das Zukunftsinstitut, einer der einflussreichsten Think-Tanks der europäischen Trend- und Zukunftsforschung mit Standorten in Frankfurt und Wien. Dabei ist Gesundheit mehr als nur das Gegenteil bzw. die Abwesenheit von Krankheit. Immer mehr Menschen sehen sie unter einem ganzheitlichen Aspekt, verknüpfen die physische Dimension mit der psychischen, sind sich bewusst, dass Zufriedenheit und Gesundheit miteinander einhergehen, und suchen nach einer nachhaltigen Balance von Körper, Geist und Seele.

Hier werden Sie gesund. Damit wir möglichst lange gesund bleiben, ist es erforderlich, einen entsprechenden Lebensstil zu pflegen: von der richtigen Ernährung über regelmäßige Bewegung bis zum gesunden Urlaub. Eine wissenschaftliche Definition, was Letzteres ist, gibt es bis dato allerdings nicht. Prof. Dr. Kai Illing vom Institut Gesundheitsmanagement im Tourismus der FH Joanneum in Bad Gleichenberg hat aufgrund seiner langjährigen Erfahrung jedoch drei Kriterien herausgefiltert: So könne dann von Gesundheitstourismus gesprochen werden, wenn der Gast schon vor der Reise plant, während des Urlaubs etwas für die Gesundheit zu tun und/oder dabei einen „Anstupser“ zu bekommen, auch im Anschluss gesünder zu leben. „Zweitens“, so Illing weiter, „sollte der Gast einen erheblichen Teil seiner Urlaubszeit für gesundheitsfördernde Maßnahmen aufbringen – wie immer diese ausschauen. Und der dritte Punkt ist, dass man sich während des Aufenthalts zumindest zeitweise coachen oder beraten lässt – mental oder körperlich oder beides.“ Der Begriff „Gesundheitstourismus“ geht somit über die unzähligen Angebote im Wellness-Bereich hinaus und umfasst vor allem medizinisch orientierte Reisen. Dabei gilt es wiederum, zu unterscheiden, ob es sich um einen von den Krankenkassen bezahlten Kuraufenthalt bzw. eine Reha handelt, oder ob man selbst für den Urlaub aufkommt und sich somit für einen privat geführten Gesundheitsbetrieb entscheidet. Freilich hat es finanzielle Vorteile, wenn die Kosten übernommen werden. Jedoch sind Kurbetriebe auch an die Vorgaben der Krankenkassen und Pensionsversicherungen gebunden. Private Gesundheitseinrichtungen sind indes in der Wahl ihrer medizinischen und gesundheitsfördernden Angebote komplett frei und setzen vermehrt auf alternative Heilmethoden wie beispielsweise Ayurveda, F. X. Mayr bzw. die Moderne Mayr-Medizin, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) oder Traditionelle Europäische Medizin (TEM).

Gesunde Urlaubstrends. Da aber auch im Gesundheitstourismus die Nachfrage das Angebot bestimmt, stellt sich die Frage: Wohin gehen die Trends? Oder anders gefragt: Welche Beschwerden und Erkrankungen werden in den kommenden Jahren zunehmen und somit ein gesundheitstouristischen Angebot erfordern? „Schon heute verursachen Störungen, die den Bewegungsapparat betreffen – von Kreuzschmerzen bis zu Rheuma –, die meisten Krankenstandstage und Kuraufenthalte. Entsprechend wird das Angebot im Bereich Bewegung in den kommenden Jahren mit Sicherheit ausgebaut“, weiß Dr. Eva Adamer-König, Medizinerin und Institutsleiterin des FH-Studiengangs „Gesundheitsmanagement im Tourismus“. An zweiter Stelle kommen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die wiederum mit dem Lebensstil zusammenhängen – von zu wenig Bewegung über Rauchen bis zu ungesunder bzw. übermäßiger Ernährung. Erschreckend ist, dass etwa laut dem Institute for Health Metrics and Evaluation in Seattle mittlerweile über 2,2 Milliarden Menschen weltweit übergewichtig sind. Kein Wunder, dass das Thema Ernährung im Gesundheitstourismus ein starkes Wachstum verzeichnet – ob es dabei generell um gesunde Ernährung geht, um spezielle Ernährungsformen, Heilfasten nach F. X. Mayr, Diäten im Hinblick auf Unverträglichkeiten bzw. andere Probleme im Bereich der Verdauung oder eben ums Abnehmen. Fakt ist: Krankheitsbilder wie Übergewicht und Adipositas werden in den kommenden Jahren erheblich zunehmen. „Damit verbunden werden auch Stoffwechselerkrankungen wie etwa Diabetes oder Probleme im Bereich des Bewegungsapparates vermehrt dazu führen, dass die Menschen sich auf Gesundheitsurlaub begeben“, ist Adamer-König überzeugt.

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