Unser Buchtipp für SieVon Hoffnung und Perspektivlosigkeit

Die kanadische Autorin Naomi Fontaine bringt den Lesern die Welt der Innu näher

Kanada ist heuer Ehrengast bei der Frankfurter Buchmesse, die mit dem heutigen Tag zu Ende geht. Vielleicht ist es auch dieser Tatsache zu verdanken, dass „Die kleine Schule der großen Hoffnung“ ins Deutsche übersetzt und verlegt wurde. Oder dem Umstand, dass Naomi Fontaine eine zu Recht gefeierte Schriftstellerin ist. Mit diesem Buch, der übrigens erst ihr zweites ist, sorgte sie weltweit für Aufsehen. Naomi Fontaine hat indigene Wurzeln, wuchs in einem Innu-Reservat auf und gilt in ihrem Land als großes Vorbild dafür, dass man Grenzen überwinden kann … In „Die kleine Schule der großen Hoffnung“ kehrt Yammie in das Reservat ihrer Kindheit zurück. Sie war nach Quebec gegangen, um Pädagogik zu studieren. Doch die Großstadt gefällt ihr nicht; und so verlässt sie Quebec. Im Reservat wird Yammie mit vielen Problemen konfrontiert: Mittlerweile sind ihr die Traditionen und Bräuche fremd und die Kinder sehen sie zunächst als Eindringling an. Erst mit der Zeit öffnen sie sich und erzählen ihre Geschichten, die uns in eine für uns fremde Welt eintauchen lässt. Dabei findet Yammie auch wieder zu sich selbst … Naomi Fontaine erzählt bewegend von der Perspektivlosigkeit in den Reservaten, von einem Volk, das an seinen Wurzeln festhält und daran fast zerbricht. Es ist ein Roman, der Türen öffnet und Horizonte erweitert.

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