Unser Buchtipp für SieEintauchen in eine Welt voller Abgründe

„Die Überlebenden“ ist eine Familiengeschichte, die voller Hass und zugleich ist.

Als die Polizisten nach einem Notruf bei dem abgelegenen Sommerhaus ankommen, staunen sie nicht schlecht. Auf den Stufen sitzen drei Männer mit blutigen Nasen. „Sie weinen, halten sich im Arm. Sie tragen Anzug und Krawatte. Neben ihnen im Gras steht eine Urne.“ So beginnt Axel Schulmanns Roman „Die Überlebenden“, doch dann führt er tief in die Vergangenheit der drei Brüder. Nils, Pierre und Benjamin sind mit ihren Eltern oft bei dem alten Sommerhaus. Es ist untrennbar mit ihrer Kindheit verbunden – und es ist der Ausgangspunkt der Erzählung. Die Eltern sind Alkoholiker, die sich nicht um die Kinder kümmern. Nur um Molly, den kleinen Hund, sorgt sich die Mutter; auch hier mehr schlecht als recht. Als Benjamin eines Tages einen Ausflug mit Molly unternimmt, bei dem der Hund ums Leben kommt, zerbricht die Familie endgültig und die Brüder entzweien sich komplett. Erst nach dem Tod der Mutter kommen sie wieder zusammen, da ihr letzter Wunsch war, dass die drei ihre Asche am See beim Sommerhaus verstreuen. Das Treffen eskaliert – und ist zugleich ein Neuanfang für die Brüder. Unpathetisch und ungemein spannend dröselt Alex Schulmann die Geschichte einer Familie vor dem Leser auf, die so einiges Überraschungen zu bieten hat … Mit „Die Überlebenden“ ist dem Autor ein dichtes Debüt gelungen.

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