Um jahre jünger aussehen. Gesichtsyoga statt Skalpell und Botox

Falten einfach „wegmassieren“? „Das funktioniert tatsächlich“, meint Christina Schmid, Kinesiologin und Expertin für Gesichtsyoga aus Oberösterreich. Und sie hat auch gleich den Beweis parat: Fotos vor knapp zehn Jahren, als die heute 44-Jährige mit ihren ersten Zornesfalten, Schwellungen unter den Augen und heruntergezogenen Mundwinkeln haderte: „Ich habe auf einmal völlig verändert ausgesehen – müde und traurig“, erzählt die zweifache Mutter. „Persönlich aufgefallen ist es mir erst, als ich dauernd darauf angesprochen wurde, ob ich Sorgen hätte. Es war ein merkwürdiges Gefühl, meine normale Verfassung und Lebensfreude nicht mehr durch einen entsprechenden Gesichtsausdruck nach außen transportieren zu können.“ Heute sieht die zarte Frau nicht nur um Jahre jünger aus, sie weiß auch aus eigener Erfahrung: „Die Schwerkraft verschont das Gesicht leider nicht.“

Das asiatische Schönheitsgeheimnis
Botox, Hyaluroninjektionen oder andere invasive Methoden kamen für Schmid, die zusätzlich Ausbildungen in traditioneller chinesischer Medizin (TCM) absolviert hat, nicht infrage. Also begann sie, die Ursachen für die Alterserscheinungen im Gesicht zu erforschen und wie man ihnen am besten begegnen kann. Ihre Erkenntnis: „Natürlich kann man das Altern nicht aufhalten. Das wäre so, als würde man versuchen, die Natur zum Stillstand zu bringen. Aber ich habe vier Ursachen fürs Altern gefunden, gegen die man leicht und schnell etwas unternehmen kann: das Lymphsystem, die Muskulatur, die Qualität des Bindegewebes und der Blutgefäße sowie die Energie. An genau diesen Punkten kann man mit Gesichtsyoga, Akupressur sowie den TCM-Techniken Schröpfen und Schaben ansetzen.“ Allesamt Methoden, die im Fernen Osten seit vielen Jahrhunderten praktiziert werden. Kein Wunder also, dass viele Asiaten nicht nur sehr alt werden, sondern auch bis ins hohe Alter sehr jugendlich wirken.

Das Gesicht braucht Sport!
Wie überall am Körper ist die Schwerkraft auch im Gesicht am Werk. Mit den Jahren sinkt alles ein wenig ab und die sich „stapelnden“ Hautschichten erzeugen Falten, Hängebäckchen und einen traurigen Gesichtsausdruck. „Was macht man, wenn man diesen Abwärtstrend am Po stoppen will? Richtig: gezielte Übungen für die Gesäßmuskulatur. Und was macht man im Gesicht? Ganz einfach: Gesichtsyoga“, erklärt Schmid. „Die Techniken wirken in die Tiefe und regen die Bildung von Kollagen und Elastin an.“ Beide sind Bausteine des Bindegewebes der Haut, die für Festigkeit und Elastizität zuständig sind. Als Bestandteile in Cremes bilden sie einen Film auf der Haut, der diese vor Austrocknung schützt. Laut Schmid geht es beim aktiven Anti-Aging aber nicht vorrangig um Falten, sondern um das Gesamtbild: „Der Teint wird durchblutet und rosig, die Haut gestrafft und die Konturen definierter. Das lässt uns jünger und frischer wirken.“ In der Fachzeitschrift „JAMA Dermatology“ wurde eine amerikanische Studie veröffentlicht, in der die Anti-Aging-Wirkung von Gesichtsyoga auch wissenschaftlich bewiesen wurde. Der Aufwand für den Jungbrunnen ist nicht sonderlich hoch: zehn Minuten pro Tag genügen.

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