Trainingspartner auf vier Pfoten

Dass ein Haustier sich positiv auf unser emotionales Wohlbefinden auswirkt, ist längst bekannt. Doch wie schaut es mit der körperlichen Verfassung aus? Sind Hundebesitzer automatisch fitter? Nicht unbedingt, wie einige Studien aber auch ein Lokalaugenschein in der einen oder anderen Hundeauslaufzone zeigt. Machen Sie doch die tägliche Gassirunde zur Workout-Zone!

Es ist zwar richtig, dass ein vierbeiniger Mitbewohner mehrmals am Tag raus muss, egal bei welchem Wetter und ob Frauchen oder Herrchen Lust dazu haben. Doch unterscheidet sich die Gestaltung der Gassirunden mitunter erheblich. Während der eine mit seinem Jagdhund durch Wiesen und Wälder streift, geleitet der andere gemächlich schlurfend seinen Schoßhund gerade einmal um den Häuserblock zum nächsten Park. Gemütlich seinen Hund auszuführen, bringt dem Besitzer aber meist weder etwas für die Ausdauer und noch weniger für die Muskeln. Die Arme werden beispielsweise überhaupt nicht trainiert.
Hundespaziergänge lassen sich jedoch ganz simpel nutzen, um die körperliche Fitness zu steigern. Mithilfe von Bäumen, Parkbänken und dem eigenen Körpergewicht wird trainiert und dabei der Hund in Übungen zu seiner Beschäftigung eingebunden. Die Frage „Gassi gehen oder Sport?“ stellt sich nicht mehr, wenn Sie einfach beides miteinander verknüpfen. Dabei tun Sie nicht nur sich selbst etwas Gutes. Ihr vierbeiniger Liebling hat Spaß, lernt dabei sogar Kommandos auszuführen, übt Geduld und dem Frauchen oder Herrchen zu vertrauen. Fitness für Hund und Halter schweißt im wahrsten Sinne des Wortes zusammen. Vergessen Sie beim nächsten Gassigehen nicht, ein paar Leckerlis für Ihren Trainingspartner mit der kalten Schnauze einzupacken.

Gemeinsam aktiv werden
Beginnen Sie mit einem „Warm-up“ durch zügiges Gehen oder einer lockeren Joggingrunde mit Ihrem Hund. Wie Sie Ihren Liebling ins Workout einbinden, erklären Hundetrainerin Conny Sporrer und Mag. Beatrice Drach, sportwissenschaftliche Beraterin aus Wien, in ihrem Konzept „Frauli & Herrli werden fit“: „Eine Möglichkeit sind Such- oder Apportierspiele. Während der Besitzer das Training ausführt, darf der Hund Leckerlis suchen.“ Für Vierbeiner, die beim Schnüffeln noch nicht so geübt sind, empfiehlt die Hundeexpertin: „Zu Beginn hilft es, den Leckerbissen direkt vor seine Nase zu halten und dann mit wenig Abstand auf den Boden fallen zu lassen. Wenn er das Geschehen verfolgt und mit seiner Schnauze hinterhergeht, benenne ich die Übung gleich mit dem Kommando ,Such’. Fortgeschrittenen Hunden kann man die Leckerlis natürlich auch in einem großeren Radius werfen.“ Hat Rex, Balu oder Luna bereits apportieren gelernt, lässt sich der flauschige Fitnesspartner durch das Bringen von Gegenständen sehr gut in das Training integrieren. Je weiter man den Ball oder das Spielzeug wirft, das der Vierbeiner wieder zurückholen soll, während der Besitzer seine Übung durchführt, desto länger, anstrengender und somit effizienter gestaltet sich das Workout.
Sie können mit Ihrem Hund auch das ruhige Warten trainieren. „Setzen Sie ihn dazu an einer für ihn angenehmen Stelle (nicht zu nass oder zu kalt) ab, während Sie Ihre Übungseinheit (z.B. 30 Sekunden Kniebeugen) absolvieren. Nach dem Durchgang belohnen Sie Ihren Liebling für seine Geduld“, so Conny Sporrer.

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