Tierischer Spaß im Grünen

Soeben hat Frauchen blühende Vergissmeinnicht und leckere Salatsetzlinge gepflanzt. Die aufgelockerte Erde riecht wunderbar frisch. Hasso, Minka und Kaninchen Hoppel finden das super: Da wälzt man sich als Hund doch gerne über der duftenden Blumenpracht, während die scharrenden Samtpfoten Frauchen sogleich beim Unkrautjäten unter die Arme greifen. Keine Ahnung, warum Frauchen dann so kreischt?

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Spielwiese für alle. Vierbeiner im Garten sorgen blitzschnell für Ärger unter Hobbygärtnern: Durch Probegrabungen zerstörte Rasenflächen, angepinkelte Baumstämme, das als Katzenklo missbrauchte Gemüsebeet und entwurzelte Zierpflanzen trüben pünktlich mit den ersten warmen Sonnenstrahlen die heimische Idylle. Die größten Randalierer sind Hunde, die das Fleckchen Grün sehr oft mit Vehemenz und unbändiger Energie als persönliche Spielwiese vereinnahmen. Kurzum: Der Streit zwischen Zwei- und Vierbeinern um wertvolle Rasenflächen und Rabatten ist meist unausweichlich. Glücklicherweise geht es auch anders, wie die Mödlinger Tierärztin Dr. Michaela D‘Alonzo aus eigener Erfahrung weiß: „Mensch und Tier haben zwar unterschiedliche Bedürfnisse, dennoch müssen Spieltrieb und ein schöner Garten kein Widerspruch sein.“

airoFoto: istock.com – Roman Shklovskiy

Bellos Spiel- und Tabuzonen. Mit etwas Planung und Kompromissbereitschaft lassen sich alle Ansprüche an die Privatoase unter einen Hut bringen: „Besonders bei aktiven Hunden hilft es, tiergerechte Bereiche anzulegen“, betont die Veterinärin und Hundeliebhaberin. „Kraterlandschaften im Beet lassen sich zum Beispiel vermeiden, indem man seinem Hund eine Buddelecke aus lockerer Erde zur Verfügung stellt.“ Um Bello zu zeigen, wo euphorische Grabungen offiziell erlaubt sind, kann man hier zu Beginn und zwischendurch immer wieder Leckereien verstecken. Ein eigenes „stilles Örtchen“, das zum Beispiel mit Rindenschnitzeln oder Sand bedeckt wird, hilft gelbe Urinflecken im heiklen Planquadrat „Englischer Garten“ zu vermeiden. Wichtig ist ein ruhiger, schattiger Schlafplatz und ständiger Zugang zu frischem Wasser. D‘Alonzo: „Wer mit seinem treuen Begleiter auch ein Fitnessprogramm im heimischen Grün absolvieren möchte kann zusätzlich einen Trimm-dich-Pfad aus natürlichen Baustoffen kreieren.“

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Ein Steinhaufen zum Klettern, Baumstämme zum Balancieren und Springen halten Bello auf Trab. Klare Regeln sind auch im Garten die beste Basis für eine gute Partnerschaft: „Zonen, die der Hund nicht betreten soll, kann man einzäunen oder mit natürlichen Barrieren aus nicht giftigen Pflanzen wie Lavendel oder Rosmarin begrenzen.“

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