Tiere als Freunde und Therapeuten

Ihre eigenen Tiere hatte sie sich gegen den Widerstand der Eltern erkämpft. Deshalb wollte Mag.a Madeleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins, ihren zwei heute bereits erwachsenen Töchtern diese Möglichkeit von Anfang an bieten. „Heute haben wir insgesamt acht Hunde und vier Katzen“, schmunzelt Petrovic. Ein buntes Treiben bei jedem Familientreffen.

„Haustiere lehren die Kinder Verantwortungsbewusstsein und zeigen ihnen Grenzen auf.“
Mag.a Madeleine Petrovic, Präsidentin Wr. Tierschutzverein

Eine eigene Sprache. „Durch das Halten eines Tiers lernen Kinder Verantwortungsbewusstsein“, so die Expertin. „Außerdem zeigen sie ihnen Grenzen auf. Wenn die Katze nicht spielen will, dann pratzelt sie eben. Das verstehen Kinder.“ Nicht nur als Haustiere können die Vierbeiner Kindern Gutes tun. Therapeutisches Reiten, Therapiehunde und Schwimmen mit Delfinen gehören mittlerweile zum sonderpädagogischen Standardrepertoire. Michaela Stab, Leiterin der Sonderbetreuung der Wiener Kinderfreunde, erzählt von ihren Erfahrungen: „So waren wir zum Beispiel schon am Kinderbauernhof Cobenzl und beim Lama-Trekking. Beides war für die Kinder ein schönes Erlebnis.“ Das Engagement ist groß: Im Rahmen der Aktion „Freizeit ohne Handicap“ veranstalten die Wiener Kinderfreunde zwei Mal pro Monat einen Ausflug für Kinder mit Behinderung.

Strahlende Gesichter. Die Kinderfreunde-Betreuerin Veera Lindholm bestätigt die positiven Erfahrungen: „Man sieht, wie sich Kinder freuen, wenn sie Tieren begegnen. Noch dazu, wenn es so exotische sind wie Lamas.“ Am Anfang hatten sie noch gehörigen Respekt vor den Wesen, erinnert sie sich. „Aber schon nach kurzer Zeit haben sie sich gestritten, wer neben den Lamas hergehen darf. Wir mussten alle fünf Minuten Platz tauschen.“

www.wr-tierschutzverein.org
www.wien.kinderfreunde.at


Autor:
Thomas Egerer

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