Sportlicher Neustart

Walken? Regelmäßig mit Freundinnen und Freunden absolviert. Laufen? Wann immer sich die Gelegenheit bietet, über Waldboden zu rennen, gerne! Radeln? Die meisten kurzen Wege werden ohnehin so erledigt! Also: Einfach mal was anderes ausprobieren! GESÜNDER LEBEN spürt den Sporttrends 2020 nach …

TENNIS Spiel, Satz und Sieg
Stark im Kommen ist zurzeit der Weiße Sport. Dank der Erfolge Dominic Thiems ist Tennisspielen plötzlich wieder in. Zu Recht findet Dr. Robert Fritz, Sportmediziner und Leiter der sportmedizinischen Leistungsdiagnostik und Präventivmedizin in der Sportordination in Wien. Denn Tennis bedient sämtliche sportmotorische Aspekte: Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit werden benötigt. „Sämtliche Muskelgruppen werden beim Tennis beansprucht. Insbesondere Arm-, Oberschenkel- und Wadenmuskulatur, aber auch Bauch-, Schulter-, Rücken- und Gesäßmuskulatur werden durch die vielen unterschiedlichen Bewegungsmuster trainiert“. Auch auf das Herz-Kreislauf-System kann die Sportart sehr positive Auswirkungen haben. „Tennis ist eine ständige Stop-and-go-Bewegung, die durch kurze intensive Belastungen gekennzeichnet ist. Und umso höher das Niveau der Spieler, desto fordernder ist so ein Spiel natürlich“, erklärt der Experte. Wer also regelmäßig spielt, fördert sein Herz-Kreislauf-System. Nicht zuletzt ist Tennis auch gut fürs Gehirn. Durch das Zusammenspiel von Nervensystem und Muskulatur werden die taktischen Fähigkeiten und Reaktionseigenschaften stimuliert, auch die Koordination wird trainiert.

Fitness überprüfen lassen
Tennis kann allerdings auch recht belastend für den Körper und vor allem das Herz-Kreislauf-System sein. Ein sportmedizinischer Check vor Trainingsbeginn hat deshalb Sinn. Auch einseitiger Belastung durch das Bevorzugen einer Schlaghand kann vorgebeugt werden – und zwar durch gezieltes Gegentraining mit Kraftübungen. Fritz: „Wichtig ist, dass diese Übungen beide Körperhälften ansprechen.“ Im Fitnesscenter sind das zum Beispiel Bankdrücken oder Latziehen. Auch die Core-Muskeln, also die tief liegende Bauch-und Rückenmuskulatur sowie der Beckenboden, müssen trainiert werden. Denn ein fester Rumpf schützt vor vielen Verletzungen, weil er das Abfedern des Schlages beim Tennisspiel ermöglicht. „Die Rotationsbewegungen beim Tennis werden ebenfalls vom Rumpf abgefangen, auch deshalb ist der Muskelaufbau dort sehr wichtig“. Wer sein Verletzungsrisiko weiter minimieren möchte, sollte auch auf die Wahl des Bodenbelags Wert legen. „Denn dieser macht einen großen Unterschied“, weiß der Sportmediziner. „So ist der Hartplatz am gefährlichsten, da harter Boden besonders stark abbremst und so die Gelenke überlastet werden. Das geringste Risiko gibt es hingegen auf Teppich.“

Spaß garantiert
Neben dem tollen Trainingseffekt bietet Tennis noch einen ganz großen weiteren Bonus: Es ist ein Partner- bzw. Mannschaftssport und sorgt so für reichlich soziales Miteinander, allein schon durch die Mitgliedschaft in einem der zahlreichen Clubs und Vereine. „Macht man sich mit einem Trainingspartner eine Tennisstunde aus, ist man auch geneigt, diese nicht so schnell abzusagen, da man sonst wahrscheinlich, bald keinen Mitspieler mehr hat. Die Gruppendynamik ist auch gut für die Motivation und hilft wahrscheinlich Regelmäßigkeit in den Trainingsplan zu bringen“, fasst Fritz die Vorteile zusammen.

Geeignet für alle, die sich gerne mal mit anderen messen und matchen. Regelmäßiges Training ist aber ein Muss. Der Geselligkeitsfaktor beim Tennis ist hoch, man lernt schnell Mitspieler kennen. Wer gerne unter Leuten ist, ist hier richtig.

 

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