Sonne? Aber sicher!

Einen Sonnenbrand will niemand ris – kieren. Denn dann ist die Haut feuer – rot und im schlimmsten Fall bilden sich schmerzhafte Blasen. Dass die Haut aber nicht erst leidet, wenn es zu einer solchen UV-Schädigung gekommen ist, wissen leider die wenigsten. Doch Fakt ist: „Je – des Sonnenbad löst einen Anstieg von freien Ra – dikalen im Körper aus, schädigt die DNS in den Zellkernen und schwächt das hauteigene Ab – wehrsystem“, erklärt Dr. Julia Latzka, Dermato – login bei Woman & Health in Wien.

UV-Schäden sind nicht sichtbar
Das Tückische an solchen UV-Belastungen ist, dass man sie nicht auf Anhieb sehen kann. „Zellschäden entstehen tief im Inneren der Haut, lange bevor äußerliche Anzeichen eines Sonnenbrandes, wie z. B. Rötungen und Brennen, zu erkennen oder zu spüren sind“, warnt die Expertin. Vor allem kollagenes und elastines Gewebe nimmt durch die Strahlung Schaden. Werden solche Strukturproteine abgebaut, verliert die Haut Spannkraft und Festigkeit. Die Folge kennt jeder und wünscht sich niemand: nämlich eine faltige und schlaff wirkende Haut. Kommen Schädigungen an den Pigmentzellen hinzu, sieht der Teint fleckig, müde und verbraucht aus.

Sonnenschäden summieren sich
„Gefährlich ist vor allem auch, dass sich UV-bedingte Beeinträchtigungen im Laufe der Zeit summieren“, erklärt Dr. Latzka weiter. Die Haut besitzt eine Art UV-Gedächtnis. Es sitzt in den Mitochondrien und behält Spuren von sämtlichen Sonnenschäden, die uns jemals widerfahren sind. Über die Jahre kann es zu einer chronischen Überbeanspruchung kommen. Die Folgen davon betreffen dann nicht mehr nur unser Spiegelbild, sondern vor allem unsere Gesundheit. „Man muss es leider mit aller Deutlichkeit sagen: UV-Strahlung ist der Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs“, so die Dermatologin.

Schützen Sie sich
Die gute Nachricht lautet aber: Sonnenlicht ist zwar schädlich, doch wir sind ihm nicht schutzlos ausgeliefert. Jeder hat es selbst in der Hand, wie viel Sonne er seiner Haut zumutet. Und damit ist nicht gemeint, dass wir Sonnenbäder gänzlich vermeiden müssen. Sonnenschutz gibt es in vielfältiger Form. Am effektivsten kann langärmelige Kleidung die schädlichen Strahlen abschirmen. Und auch gezieltes Einschmieren mit Sonnencreme bietet umfassenden Schutz. Dr. Latzka erklärt: „Entscheidend für eine zuverlässige Prävention ist nicht nur die Wahl des UV-Schutzes, sondern vor allem ein gutes Verständnis für dessen Anwendung.“

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