Sicher bei Sport und Spaß

Mit der richtigen Freizeitapotheke können Sie kleine Wehwehchen schnell und gezielt behandeln.

Endlich so richtig durchstarten, heißt es jetzt im Juni! Die warme Jahreszeit nutzen immer mehr Menschen, um sich sportlich zu betätigen. Auch weil es nun wieder gänzlich erlaubt ist (Stand bei Redaktionsschluss), drängen viele in die Natur, in Sporthallen oder Fitnessstudios. Die Palette an Angeboten, seinen Körper in Schwung zu bringen, ist heutzutage riesengroß. Sei es beim Golf- oder Tennisspiel, am Drahtesel, in Wanderschuhen oder auf Inline-Skates, jeder kann seine Lieblingssportart finden! Aktivität tut Körper und Seele gleichermaßen gut und hilft, nach einem langen Arbeitstag oder am Wochenende zu entspannen.

Unfälle sind schnell passiert

Doch regelmäßige Bewegung birgt auch so manches Risiko. Denn sie macht nicht nur Spaß, man kann sich dabei auch verletzen. Das passiert leider recht häufig. 75 Prozent aller Verletzungen passieren beim Sport, zu Hause oder in der Freizeit. Bis zu 200.000 Sportunfälle werden Jahr für Jahr in Österreich registriert. Damit ist Bewegung die häufigste Freizeitunfallursache bei der Altersgruppe der unter 30-Jährigen. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit hat statistisch erhoben, welche Aktivitäten besonders oft zu Verletzungen führen. Auf Platz 1 der Unfälle rangiert Fußball, gefolgt von Skifahren und Mannschafts-Ballsportarten. Danach kommen – und das mit steigender Tendenz – schwere Verletzungen beim Radfahren und Mountainbiken, Wandern oder Klettern. Daher ist es wichtig, im Falle eines Falles die richtigen „Helfer“ zur Hand zu haben, um schnell wieder auf die Beine zu kommen.

Notfallapotheke immer mit dabei

Bei kleineren „Wehwehchen“ sollte man stets die richtigen Arzneien und Utensilien in Sporttasche oder Rucksack mit dabeihaben. Zu den wichtigsten Dingen zählen Verbandsmaterialien wie Heftpflaster und spezielle Pflaster gegen Schürfwunden, sterile Wundauflagen und Mullbinden zum Fixieren sowie ein Desinfektionsmittel. Auch ein Kühlspray oder ein kühlendes Gel für stumpfe Verletzungen, bei Verstauchungen und Bänderzerrungen sollten mit. Ein Schmerzmittel einzupacken, ist ebenfalls äußerst empfehlenswert. Darüber hinaus bewähren sich Einmalhandschuhe, eine Schere, Sicherheitsnadeln sowie eine Pinzette. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Apotheker beraten. Der stellt eine passende Notfallapotheke für Familienausflüge, Sportausübung und Bergtouren zusammen. (Auflistung einer Notfallapotheke siehe Kasten.)

Von Fuß bis Kopf

Oft vergessen wird das Problem lästiger Blasen an den Füßen. In den meisten Fällen hat man keine geeigneten Hilfsmittel dagegen zur Verfügung. Blasen können bei schlechtem Schuhwerk oder empfindlichen Füßen bereits nach den ersten Kilometern auftreten, erkennbar durch leichte, brennende Schmerzen sowie erhabener, mit Flüssigkeit gefüllter Haut. Spätestens dann sollten diese abgedeckt und vor weiteren Reizungen geschützt werden. Blasenpflaster zählen daher zu den wichtigsten Utensilien, wenn man unterwegs ist. Zur Vorbeugung könnte man die Füße mit einer speziellen Hautpflege – z.B. Hirschtalgcreme oder Melkfett – einreiben oder bereits im Vorhinein ein spezielles Gelpflaster anbringen. Wer in Bewegung ist, unterschätzt leicht die Sonnenintensität, besonders jetzt im Frühsommer. Aber auch an eher bewölkten Tagen und ganz besonders im Gebirge droht schnell ein Sonnenbrand. Vergessen Sie nicht: Der Nacken, die Nase und die Ohren sollten mit einem passenden Sonnenschutzmittel eingecremt werden. Damit der Schweiß dem Schutz nichts anhaben kann, zu wasserfester Variante greifen. Hohen Lichtschutzfaktor bevorzugen!

Erste Hilfe für Verletzte

Gerade Outdoor kann es immer wieder zu brenzligen Situationen kommen, vor allem, wenn Menschen gestürzt sind und nicht mehr aufzustehen in der Lage sind. Gehen Sie dann folgendermaßen vor: Bei Verletzungen an den Extremitäten für eine bequeme Lagerung des Verletzten sorgen. Wichtig ist, das betroffene Bein ruhig zu stellen, damit es sich so wenig wie möglich bewegt. Dafür könnte man eine zusammengerollte Decke verwenden und darumlegen. Wenn es für den Betroffenen angenehm ist, vermag die Stelle auch hochgelagert zu werden. Dafür nehmen Sie ganz einfach den Rucksack. „Öffnen Sie die Schuhe. Diese aber nicht ausziehen, das verursacht nur weitere unnötige Schmerzen. Bei auftretender Schwellung helfen kühlende Umschläge, wie Coolpacks oder ein mit Eiswürfeln gefülltes Geschirrtuch. Rufen Sie bei starken Schmerzen sofort die Rettung“, erläutert Rotkreuz-Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber. Kommt es bei einem Sturz zum harten Aufprall, sind Prellungen meist die Folge. Verstauchungen werden häufig durch ein Umknicken im Knöchelbereich verursacht. „Schonen Sie den Fuß, lagern Sie ihn hoch und kühlen Sie ihn mit kalten Umschlägen“, rät Dr. Schreiber. „Legen Sie bei leichten Prellungen kühle Umschläge auf, auch Topfenwickel können helfen.“ Gehen die Schmerzen und Schwellung nicht zurück, ab zum Arzt! Bei allem Überschwang gilt daher: Übertreiben Sie es nicht, vor allem, wenn Sie sich schon länger nicht bewegt haben und die Kondition fehlt. Aktivität mit Maß und Ziel, aber vor allem Spaß, lautet das Motto.

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