Schön im Schnee

Wenn der Berg ruft, können es ungeduldige Wintersportler kaum erwarten, seiner Einladung zu folgen. Kein Wunder: Der Anblick glitzernder Zuckerbäckerlandschaften und der Duft knisternd kalter Bergluft versprühen Romantik in Reinkultur. Doch während sich Mutter Natur von ihrer hübschesten Seite zeigt, haben ihre Gäste beim Blick in den Spiegel oft weniger Vergnügen. Triefend rote Nasen, ein schuppiger Teint, geplatzte Äderchen und elektrisierte Haare haben mit eleganter Schneeschönheit nicht viel zu tun. Wer trotz Rekordkälte gut aussehen will, hat es nicht leicht. Deshalb hier unser ultimativer Ski-Beauty-Ratgeber.

Pisten-Panne 1: spannende Haut
Um dem eisigen Fahrtwind zu trotzen, hüllt man sich in dicke Daunen, vergisst dabei aber allzu oft, dass auch die Haut ein wärmendes Mäntelchen braucht, um den Minusgraden standhalten zu können. Denn bereits ab einer Außentemperatur von acht Grad läuft der Stoffwechsel der Haut auf Sparflamme. Sie produziert nun rund ein Drittel weniger Hautfett und verliert damit ihren schützenden Talkmantel. Kalter Wind kann die Haut angreifen, aufrauen und minimale Frostschäden (Couperose) hinterlassen. In diesem Fall sind sogenannte Kälteschutzcremes wärmstens zu empfehlen. Sie enthalten Öl-in-Wasser-Verbindungen, die sich als schützender Film über die Haut legen und Mikrogefrierungen verhindern. Am besten haben Sie immer eine solche Coldcreme in der Tasche, um Spannungsgefühlen und Verkühlungen sofort entgegenwirken zu können.

Pisten-Panne 2: trockener Teint
Der ständige Wechsel zwischen kaltem Pistenwind und warmer, aber trockener Hüttenluft entzieht der ohnehin strapazierten Winterhaut den letzten Rest an Feuchtigkeit. Und das sieht man: Raue, schuppige Hautstellen sind im Skiurlaub normal, aber zum Glück zu verhindern. Erste Hilfe bieten Feuchtigkeitssprays, die den Durst der Haut in Sekundenschnelle stillen. Wer sich nicht extra einen Frischespray kaufen will, mischt ein Drittel Aloe-vera-Saft (er wirkt beruhigend und pflegend) mit zwei Dritteln Wasser, füllt das Ganze in eine handliche Sprühflasche und benebelt damit sein Gesicht, sobald er ins Warme kommt. Wichtig: Führen Sie diese spritzigen Frischekicks nur in geheizten Räumen durch. An der eisigen Winterluft würde die Feuchtigkeit auf der Haut gefrieren und dermatologische Frostschäden verursachen.

Pisten-Panne 3: rote, triefende Nasen
Knallrote Triefnasen stören nicht nur bei der Abfahrt, sondern rauben einem auch beim Blick in den Spiegel den letzten Nerv. Doch ist die Nase gereizt und gerötet, ist es meistens schon zu spät. Vorsicht ist besser als Nachsicht. Vermeiden Sie daher zu häufiges Schnäuzen. Es strapaziert die empfindliche Nasenspitze, lässt sie noch röter werden und man trägt außerdem die pflegende Cremeschicht von der Haut ab. Balsamieren Sie die Nase lieber im Vorfeld mit einer dicken Schicht Vaseline. Diese Fettschicht verhindert, dass sich Feuchtigkeit auf der Haut absetzen und diese reizen kann. Die Vaseline können Sie übrigens auch ins Naseninnere geben. Die Schmierschicht verhindert, dass sich Bakterien und Vieren allzu leicht in den Atemwegen festsetzen können. Tipp: Balsamierte Taschentücher enthalten ätherische Öle oder Aloe vera, die den Red-Nose-Effekt weitestgehend verhindern.

Pisten-Panne 4: Sonnenbrand
Hautschädliche UV-Strahlen machen auch vor Eiseskälte keinen halt. In Skigebieten und anderen Höhenlagen ist die Sonnenbrandgefahr sogar besonders groß. Denn je näher man dem Himmel kommt, desto ungefilterter und damit konzentrierter treffen die Strahlen auf die Haut. Die Lichtreflektion des Schnees intensiviert diesen Effekt noch weiter. Eine  Sonnenschutzcreme gehört folglich ebenso zur schützenden Skiausrüstung wie Helm und Handschuh. Keinesfalls sollte man jedoch die Sonnencremereste des Sommers verwenden. Diese enthalten einen viel zu hohen Feuchtigkeitsanteil. Spezielle Winter-Sonnencremes arbeiten mit größeren Fettanteilen, um Gefrierungen zu vermeiden und die Haut mit einer schützenden Schmierschicht vor Frost und Eiswind abzuschirmen.

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