Salbei bei Entzündungen und Schweißausbrüchen

„Wer Salbei hat im Garten, kann auf den Tod lang warten“, lautet schon ein etwas überspitzter Merkvers der berühmten Schule von Salerno aus dem 11. Jahrhundert. Doch auch, wenn Salbei nicht den Tod besiegen kann, so zählt er doch zu den vielseitigsten Heilpflanzen der Kräuterkunde. Das in der Pflanze enthaltene ätherische Öl und die Gerbstoffe mindern Entzündungen und fördern die schnelle Abheilung von Irritationen. Besonders die Gerbstoffe führen zu Reizlinderung an den Schleimhäuten und helfen bei Aphten, Zahnfleischentzündungen und Halsschmerzen. Bei Halsschmerzen zählt Salbeitee sogar zur ersten Wahl. Mehrmals täglich gegurgelt, führt der Tee zu einer deutlichen Verbesserung entzündeter und schmerzhafter Schleimhäute im Hals- und Rachenbereich. Auch bei Schweißausbrüchen und Nachtschweiß können Zubereitungen aus Salbei wahre Wunder bewirken. In klinischen Studien konnte mit Salbei die Transpiration sogar um bis zu 50 Prozent gesenkt werden. Deshalb wird er insbesondere Frauen in den Wechseljahren gerne empfohlen. Salbei enthält Thujon, das allerdings in hohen Mengen (Tagesdosen über 15 Gramm Salbeiblätter) zu Hitzegefühl, Herzrasen und Schwindelattacken führen kann. In der Schwangerschaft sollte Salbei deshalb gänzlich vermieden werden! Tagesdosierungen von unter 4 Gramm Salbeiblätter, sowie die Anwendung als Spülung oder als Gurgellösung gelten im Allgemeinen als unbedenklich. Für die innere Anwendung von Salbei gegen starkes Schwitzen finden Sie in Ihrer Apotheke Salbeipräparate ohne Thujon.

Mag. Arnold Achmüller Apotheker und Phytoexperte in Wien https://krautundwurzel.com/

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