Recht: Das steht im Gesetz

Das SMG teilt die geregelten Substanzen in zwei Gruppen:

  1. Suchtgifte
  2. Psychotrope Stoffe

In beiden Kategorien finden sich jedoch auch Stoffe, die als Arzneimittel zugelassen sind. Für die Verwendung als Arzneimittel bestehen jedoch genaue Bestimmungen, die einen Missbrauch verhindern sollen.

In die erste Kategorie – die Suchtgifte – fallen die meisten als „Drogen“ bezeichneten Substanzen: zum Beispiel die Cannabis-Produkte, Amphetamine, Ecstasy, Kokain oder Heroin, aber etwa auch Morphium zur Schmerzbehandlung. Das Gesetz selbst verwendet den Ausdruck „Drogen“ nicht. Zur zweiten Kategorie – den psychotropen Stoffen – gehören einige Arzneistoffe, die vor allem in bestimmten Schlaf- und Beruhigungsmitteln Verwendung finden, aber auch einige Stoffe, die nicht in Arzneimitteln vorkommen.

Das Suchtmittelgesetz regelt Suchtgifte, also die meisten als „Drogen“ bekannten Stoffe genauer und zum Teil strenger als die psychotropen Stoffe. In der Praxis spielen die psychotropen Stoffe eine geringere Rolle. Aus diesem Grund beschränkt sich der Rechtsteil auf die sogenannten Suchtgifte.

Rechtsberatungen zum Suchtmittelgesetz bietet ChEck iT! an: telefonischer Erstkontakt Di 18:30 bis 19:30 Uhr unter der Telefonnummer 01 585 12 12-20, Onlineberatung unter www.checkyourdrugs.at.

§ 27 Suchtmittelgesetz
Was ist nach dem SMG in Bezug auf „Drogen“ strafbar?

Strafbar macht sich, wer ein Suchtgift vorschriftswidrig

  • erwirbt,
  • besitzt,
  • erzeugt,
  • befördert,
  • ein- oder ausführt oder
  • einem anderen anbietet, überlässt oder verschafft.

Auch der Anbau von Pflanzen (Cannabis, Opiummohn, Kokastrauch) und suchtgifthaltiger Pilze zum Zweck der Suchtgiftgewinnung ist strafbar.

Durch diese Vorschriften ist der vorschriftswidrige Umgang mit Suchtgift in jeder Menge, zum Beispiel 0,1 Gramm Haschisch, verboten und strafbar. Das Gesetz betrifft praktisch alle Handlungen mit Suchtgiften: bei sich tragen, kaufen, verkaufen, anbieten, weitergeben, verschenken, selbst herstellen oder züchten. Die gesetzlichen Regelungen sind dabei strenger als im Alltagsverständnis angenommen, zum Beispiel ist mit „Besitz“ auch das In-der-Hand-Halten gemeint. Damit ist auch das Weiterreichen eines „Joints“ strafbar, ebenso das einmalige „Ziehen“ dran.

Auch wer eine „Droge“ zum Eigenbedarf kauft oder besitzt, macht sich strafbar. Wer die vorher genannten Straftaten ausschließlich für den persönlichen Gebrauch begeht, dem drohen bis zu sechs Monate Gefängnis oder eine Geldstrafe.

Vorheriger ArtikelYoga bei Depression
Nächster ArtikelAqua Joggen

Interessantes

- Advertisement -Jentschura

Empfehlungen