Raus in den Garten!

Das Gefühl, überfordert, überlastet und übermüdet zu sein, kennt heutzutage vermutlich jeder von uns. Und das ist auch kein Wunder: In unserer schnelllebigen und leistungsorientierten Zeit herrscht in fast allen Lebensbereichen – egal ob im Job oder in der Freizeit – Zeitdruck und Terminhetze. Alles muss möglichst rasch und effizient erledigt werden. Damit chronische Erschöpfungszustände wie Burn-out, Bluthochdruck, Schlafstörungen etc. keine Chance haben, sollte man selbst in stressigen Zeiten unbedingt auf Phasen der Erholung achten, um einen gewissen Grad an Selbstregulierung zu ermöglichen.

Stress reduzieren
Leichter gesagt als getan. Aber: Es funktioniert. „Eine wunderbare Möglichkeit, sein Ruheniveau wieder zu erreichen, stellt die Arbeit in einem Garten oder auch auf einem Balkon oder einer Terrasse dar“, so Mag. Claudia Dungl, Leiterin des Lehrgangs Gartentherapie an der Donau-Universität Krems. „Sie trägt in hohem Maße zur Entschleunigung bei. Denn: Die Prozesse der Natur kennen keine Uhr, sie lassen sich nicht durch uns beschleunigen. Eine Pflanze braucht eben Zeit zum Gedeihen, der Rasen Zeit zum Wachsen.“ Wer diesen Bio-rhythmus verinnerlichen kann, fühlt sich schon wohler und lässt erhöhte Werte des Stresshormons Kortisol in den Keller rasseln. „Zahlreiche Studien belegen zudem, dass wir uns in der Natur, daher auch im Garten, am besten entspannen können“, ergänzt Ing. Herbert Eipeldauer, Präsident der Österreichischen Gartenbau- Gesellschaft. Warum, liegt auf der Hand: „Da wir noch vor Tausenden von Jahren im Wald gelebt haben, sind Bäume und Pflanzen unsere ganz natürliche Umgebung. Diese Wurzeln kann und soll man nicht verleugnen“, so der Experte. Die Farbe Grün hat zudem für unsere Psyche eine harmonisierende Wirkung. Sie steht für Ruhe und Erholung, stärkt die Hoffnung, ist vermittelnd und kräftesammelnd.

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