Pilze – Die unter schätzte Gefahr

Wenn sich Pilzsporen in den Körper eingenistet haben und dort zur Entstehung eines Krankheitsbildes führen, spricht man von einer Pilzinfektion. Pilze breiten sich besonders gerne in einem übersäuerten und geschwächten Organismus aus. In ihm finden sie alles, was sie zur Vermehrung brauchen. Ähnlich wie in der Natur, wo die Pilze saure Böden bevorzugen und sich gerne von abgestorbenen Pflanzen ernähren. Menschen, die hartnäckigen Pilzinfektionen ausgesetzt sind, haben also zumeist ein geschwächtes Immunsystem (unter anderem verursacht durch Krankheit) oder sind übersäuert, das heißt, sie haben einen unausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt, oft ausgelöst durch eine säurelastige Ernährung oder psychische Belastung. Der Großteil der Pilzinfektionen tritt jedoch oberflächlich in Form von Hautmykosen auch beim gesunden Menschen auf.

Wie entstehen Pilzinfektionen? Pilzinfektionen können unter anderem durch direkten körperlichen Kontakt von Mensch zu Mensch (wie etwa beim Geschlechtsverkehr sowie durch Austausch von infizierten Körperflüssigkeiten) oder Tier zu Mensch entstehen. Mindestens genauso häufig sind Schmierinfektionen für die Entstehung von Pilzinfektionen verantwortlich. Wenn ein gesunder Mensch zum Beispiel mit Oberflächen oder Gegenständen in Kontakt kommt, die zuvor von einer erkrankten Person berührt worden sind (beispielsweise ein Türgriff), kann diese Berührung bereits für eine Übertragung der Pilzinfektion ausreichen. Invasive oder systemische Mykosen hingegen entstehen meist durch das Einatmen von Sporen und betreffen deshalb zuerst die Lunge. Von hier verteilen sie sich über den Blutkreislauf und das Lymphsystem im ganzen Körper. So kann sich die Krankheit auch auf andere Organe ausdehnen. Diese Pilzinfektionen stellen somit ein gravierendes Problem für Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem, verursacht unter anderem durch eine chronische Lungenerkrankung, Diabetes oder aufgrund einer Chemotherapie, dar.

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