Perfektes Sommerhaar

Sonne, Hitze, Salzwasser und Chlor bereiten Stress. Was tun, um mit schönem, gepflegtem Haar zu glänzen? Was gilt es zu vermeiden?

Die Lust auf Ferien bricht nach den Corona-Entbehrungen bei vielen Urlaubshungrigen jetzt so richtig los. Die Füße vom Wasser umspülen lassen, schwimmen, am Strand liegen und den warmen Sand genießen. An der Strandbar einen Cocktail bestellen, die neue Bademode als Hingucker. Und Ihre Haare? Wie werden sie zum Blickfang? Viele kennen das Problem: Nach ein paar Tagen Strand sehen die Haare glanzlos und trocken aus. Strohig stehen sie in alle Richtungen. Daher schon vor Reiseantritt zu Hause dem Kopfschmuck eine Extraportion Zuwendung gönnen. Denn je gesünder die Haare sind, desto besser halten sie den Belastungen stand. Das unterstützen Sie mit mildem Shampoo beim Waschen, Feuchtigkeitspflege und Ölen. Gespaltene Haarspitzen „versiegeln“ Sie am besten mit speziellen Produkten gegen Spliss. Auch nach dem Friseurbesuch vorbeugend.

Auftauchen mit „Grünstich“

Zu einer neuen Farbe sollten Sie sich kurz vor der Reise lieber nicht hinreißen lassen. Sonne, Salz und Chlor bleichen das Haar aus! Lässt sich dies nicht umgehen, eignen sich so genannte Farb-Shampoos, um die Pigmente zu erhalten. Auch nicht vor Urlaubsantritt blondieren, um sich böse Überraschungen zu ersparen (Grünstich durch Chlorwasser). Ist dies tatsächlich passiert, dann muss ein Kopfwehpulver herhalten: Eine Aspirintablette in Wasser auflösen und die Haare darin gut spülen. Die Haut schützen wir vor UV-Licht mit Sonnenschutzmitteln. Die Haare werden oft erbarmungslos der Sonne ausgesetzt, was ihre Fettschicht schädigt, die vor Austrocknung bewahren soll. Ein pfiffiger oder eleganter Sonnenhut schützt als modisches Accessoire auch gleich vor Haarschäden – und die Kopfhaut vor Sonnenbrand. Vor allem Menschen mit wenigen oder dünnen Haaren sind hier gefährdet. Daran denken aber viele nicht. Und selbst bei dichterem Haar ist der Scheitel, immer an der gleichen Stelle gezogen, ein wunder Punkt, wenn man sich den ganzen Tag draußen aufhält. Hat die Kopfhaut zu viel UV-Licht abbekommen, fühlen Sie Spannung und Juckreiz. Shampoo oder Maske mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie etwa Panthenol lindern die Beschwerden. Zur Vorbeugung im Bereich des Scheitels und von lichten Stellen ein Sonnenschutzmittel auftragen. Zusätzlich sind Sie mit einem UV-Schutzspray auf der sicheren Seite, wenn es darum geht, Schäden zu vermeiden. Er umschließt und befeuchtet das Haar und hält die Locken geschmeidig.

Salz als „Brennglas“

Meerwasser trocknet die Haare aus, weil es den Verlust von Feuchtigkeit beschleunigt. Legt man sich nach dem Schwimmen in die Sonne, verdunstet das Wasser und die Salzkristalle bleiben auf den Haaren haften. Sie verstärken dann wie Glas die Sonnenwirkung. Nach dem Baden den Kopf daher unter der Dusche gut abspülen. Übrigens: Die Haare am besten auch vor dem Schwimmen mit Leitungswasser befeuchten. Mit diesem kleinen Trick verhindern Sie, dass diese zu viel Salz aufnehmen. Außerdem können Sie auf diese Weise auch die bleichende Wirkung von Chlorwasser abmildern. Eine lange „Mähne“ zeigen Damen abends gerne her, doch tagsüber ist sie bei brütender Hitze und am Strand eher hinderlich und wird oft zusammengebunden und hochgesteckt. Feuchtes Haar bricht leicht, bitte nicht daran zerren oder zu fest flechten und keine Gummiringe verwenden. Besser locker und mit einer großen Haarklammer fixieren bzw. Spiralgummis aus Stoff verwenden.

Stumpf und fettig?

Nach einem langen Badetag die Haare mit mildem Shampoo nicht zu heiß waschen. Lauwarm fühlt sich am Kopf zwar kühl an, doch für Ihren Kopfschmuck allemal besser. Die Haarschuppen stellen sich unter Einwirkung von sehr warmem Wasser nämlich auf – je heißer es ist, desto stärker. Und das bewirkt das stumpfe, raue Aussehen. Außerdem wird die Talgproduktion angeregt – keine gute Nachricht für Menschen mit fettigem Haar. Ganz Mutige schließen daher mit einem kurzen kalten Guss ab. After-Sun-Pflege auftragen. Wer Probleme beim Bändigen einer nassen Mähne hat, erleichtert mit einem Conditioner das Bürsten und Kämmen, ohne die Haare auszudehnen oder gar abzubrechen. Trotzdem immer sanft vorgehen. Für kleine Reparaturen von Rissen eignen sich auch Creme-Produkte gut auf Reisen, weil sie im Haar bleiben und nicht ausgespült werden müssen. Lufttrocknen wäre zwar ideal, doch dafür bleibt oft nicht genug Zeit. Heißes Föhnen macht die Haare aber trocken und spröd. Die niedrigste Stufe wählen oder das Gerät zumindest so weit wie möglich vom Kopf weghalten. Wer möchte, kann im Urlaub auch zwischendurch eine pflegende Maske auftragen. Aber auf jeden Fall nach dem Urlaub zu empfehlen, damit sich Ihr Kopfschmuck wieder erholen kann. Als erste Hilfe-Maßnahme zu Hause, wenn Sie gerade kein Pflegeprodukt zur Hand haben, zaubern Sie mit einer Spülung aus einem halben Liter Wasser mit drei Esslöffeln Essig wieder Glanz ins Haar.

NAHRUNG FÜR SCHÖNES HAAR
Mineralstoffe und Vitamine sind die so wichtige Pflege von innen. Naschen Sie Wal- und Paranüsse sowie Mandeln, die wertvolle Omega-3-Fettsäuren (das Haar braucht gesunde Fette, sonst verlieren sie den Glanz), Vitamin E (fördert das Wachstum, wirkt gegen sprödes Haar) und Biotin enthalten. Letzteres ist am Aufbau der Haarstruktur beteiligt. Sie finden es ebenso in Erdbeeren, Bananen und Haferflocken, die auch mit reichlich Zink aufwarten können. Das Spurenelement spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion von Keratin und Kollagen. Schmackhafte sommerliche Vitamin-E-Lieferanten sind unter anderem Himbeeren oder ein frischer Salat aus Paradeisern. Omega-3-Fettsäuren findet man außerdem etwa in Rapsöl oder Lachs, der noch dazu mit wichtigen Eiweißstoffen punktet, die unsere Haare kräftigen. Eiweiß können Sie nicht nur mit rotem Fleisch zuführen, sondern auch mit weißem Fleisch (Huhn, Pute). Veganer nützen als Quelle auch gerne Kürbiskerne, Haferflocken, Leinsamen und Hülsenfrüchte. 

Eisen und Vitamin C Steht dem Körper zu wenig Eisen zur Verfügung, kann es zu Haarausfall kommen. Neben Fleisch enthalten zum Beispiel grüne Salate, Bohnen, Haferflocken, Hirse, Linsen, Soja, Amaranth und Kürbiskerne diesen wichtigen Mineralstoff. Ohne Vitamin C geht gar nichts: Der Körper braucht es unter anderem, um Eisen und Proteine überhaupt verarbeiten zu können. Brokkoli, Sanddorn, Hagebutten, Spinat, Kohl, Kren und roter Paprika enthalten übrigens besonders viel Vitamin C. Vitamin B5 (Pantothensäure) trägt zu vollem, kräftigem Haar bei, es steckt etwa in Champignons und Brokkoli. Wie überhaupt die B-Vitamine ein Booster für die „Mähne“ sind. B2 (Käse, Lachs), B3, auch als Niacin bekannt, spielt in der Haarwurzel eine wichtige Rolle. Fleisch, Fisch und getrocknete Marillen für zwischendurch decken den Bedarf. Viel trinken und bei wasserreichem Obst und Gemüse wie Paradeisern, Gurken, Wassermelonen oder Pfirsichen zugreifen.

WOHER DER GLANZ KOMMT
Die Haare setzen sich aus drei Schichten zusammen: Im Inneren dem Mark, umhüllt von der Rinde, die aus einer Vielzahl an Keratinfasern besteht. An der Oberfläche befinden sich flache, verhornte Zellen, die ähnlich wie bei einem Tannenzapfen in sechs Lagen angeordnet sind und den Zustand des Haares zeigen. Liegen die Schuppen flach aneinander, ist es gesund. Dann wird das Licht am besten reflektiert und die Mähne erfreut uns mit schönem Glanz. Eher saure Umgebung schließt die Schuppen, bei alkalischer öffnen sie sich.

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