Perfekt durch den Sommer

Endlich können wir die schönste Jahreszeit so richtig genießen! Tipps, damit Ihnen keine Wehwehchen einen Strich durch die Rechnung machen und Sie sich so richtig erholen können.

Der Sommer ist die beste Zeit des Jahres, da sind sich wohl alle einig: Sonne, Strand, See und vor allem Urlaub! Dennoch hält die heiße Zeit einige Herausforderungen für den Körper parat, die durchaus auch zu gesundheitlichen Problemen führen können. Wie Sie diesen möglichst vorbeugen oder behandeln, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.

Sonnenstunden sicher genießen

So sehr wir uns an ihren Strahlen erfreuen, müssen wir aufpassen, nicht zu viel Sonne zu erwischen. Zu schnell ist ansonsten ein Sonnenbrand zu beklagen. Greifen Sie daher zu geeigneten Schutzpräparaten. Noch wichtiger als Sonnencreme ist es aber, öfter einmal hautbedeckende Kleidung zu tragen und es den Südländern nachzumachen. Sie halten Siesta und vermeiden damit die intensive Strahlung zwischen 11 und 15 Uhr. Cremes und Gels wappnen zwar eine begrenzte Zeit vor Sonnenbrand, allerdings nicht vor Hautkrebs. Wichtig dabei ist, diese dick und lückenlos aufzutragen. Der Lichtschutzfaktor besagt übrigens, wie viel länger (als ohne Schutz) man nach dem Eincremen problemlos in der Sonne bleiben kann. Wassersportler, aufgepasst! Auch einen Meter unter der Oberfläche trifft UV-Strahlung noch auf den Körper. Nach Einschätzung von Experten kommen dort sogar 80 Prozent der langwelligen UVA-Strahlen an, welche Hautalterung und Faltenbildung verstärken. Von der kurzwelligen UVB-Strahlung, die typischerweise Sonnenbrand hervorruft, sind es immerhin noch 50 Prozent. Und der Wasserspiegel selbst verstärkt die gefährliche Strahlung auch noch. Das Problem: Durch die kühlende Wirkung des bemerkt man gar nicht, wie die Haut verbrennt. Um der Sonne wirklich zu entgehen, müsste man zwei Meter abtauchen, was beim Planschen im Schwimmbad naturgemäß keinen Spaß macht.

Bei wunder Haut rasch handeln

Es war ein herrlicher Tag am See, doch gegen Abend beginnt die Haut zu brennen. Etwa sechs Stunden nach Beginn eines zu langen Sonnenbads fühlen Betroffene erste Beschwerden. Am heftigsten sind diese nach 24 bis 36 Stunden zu spüren. Dann heißt es kühlen! Sie können sich zum Beispiel unter die Dusche stellen oder die roten Stellen mit feuchten Handtüchern „belegen“. Aber bitte keinen eiskalten Guss, wenn Sie durch die Sonne sehr erhitzt sind oder unter Herz-Kreislauferkrankungen leiden. Besser lauwarmes Wasser wählen. Danach helfen spezielle Apres-Sun-Produkte wunder Haut wieder „auf die Beine“, kühlen und schenken Vitalstoffe, damit diese sich schnell regeneriert. In der warmen Jahreszeit ist bei Sport und Spiel bald einmal ein Unfall passiert. Größere und kleinere Wunden müssen dann behandelt werden. Aus diesem Grund gehören auf jeden Fall Utensilien zur Wundversorgung in die Reiseapotheke. Zunächst die Wunde zum Beispiel mit einem speziellen Spray reinigen, um effektiv vor Infektionen zu schützen sowie Schmutz, Bakterien und sonstige Partikel daraus zu entfernen. Das stellt bereits einen ersten wichtigen Schritt zur Heilung dar. Danach geht es darum, die Verletzung vor Dreck und Keimen abzuschirmen. Das funktioniert mit Pflastern, sterilem Verband oder Kompressen.

Leicht essen und auf die Verdauung achten

Knackige Salate, Obst sowie Gemüse in Hülle und Fülle oder gegrillte Fischgerichte – im Sommer fällt es uns oft leichter, zu gesunder Kost zu greifen. Diese Nahrung schmeckt nicht nur ausgezeichnet, wenn es richtig heiß ist, verträgt der Körper oft gar nichts Schweres. Wasser und leichte, magenfreundliche Kost haben bei hohen Temperaturen Vorrang. Es lassen sich aus gesunden Zutaten „schlanke“ Mahlzeiten zaubern: Viele verschiedene Beeren wie Erdbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren und Himbeeren können mit Jogurt sehr gut als süßer Nachtisch verspeist werden. Bei einem ausgedehnten Grillabend greift man am besten zu fettarmen Fleisch wie Geflügel oder Fisch. Auch gegrilltes Gemüse schmeckt köstlich. Gemüse-Sticks, selbst gefertigte Dips und Saucen helfen ebenfalls dabei, Kalorien zu sparen.

Wenn „Montezuma“ zuschlägt

Sogar wenn man ausgewogen isst, hält der Urlaub aber besondere Tücken für das Verdauungssystem parat. Es beginnt mitunter bereits bei der Anreise. Erreicht man mit dem Flugzeug seinen Ferienort oder fährt in hoch gelegene Bergregionen, kommt es durch den geringeren Luftdruck noch zu einem zusätzlichen Aufblähen des Darmbereichs. Völlegefühl und damit auch Bauchschmerzen können die Folge sein. Im Urlaub selbst essen wir mehr als üblich, zu ungewohnten Uhrzeiten und auch spät abends. Der gesamte Tagesrhythmus kommt naturgemäß aus dem Gleichgewicht. Oft sind Speisen sowie Gewürze fremd, andere Bakterien und Viren als zu Hause machen der Abwehr zu schaffen, ebenso wie feucht-heißes Klima. Dann reagieren viele Urlauber mit Durchfall, Verstopfung, Sodbrennen und Magenweh. Um „Montezumas Rache“ zu entgehen, sollten Sie Folgendes beachten: Regelmäßig die Hände waschen, stets vor dem Essen sowie nach jedem Toilettengang – durch die Pandemie haben wir uns ja bereits daran gewöhnt. Ebenfalls daran, die Hände regelmäßig zu desinfizieren. Am besten immer Desinfektionsmittel oder -tücher mitführen. Wichtig ist ebenfalls, kein Leitungswasser zu trinken, sondern nur Gekauftes aus Flaschen oder Behältern mit intaktem Schraubverschluss zu sich zu nehmen. Auch auf Eiswürfel sowie auf mit Wasser verdünnte Getränke am besten verzichten. Beim Essen aufpassen: Obst, rohes Gemüse, Salat und Kräuter dann verzehren, wenn man sie selbst geschält beziehungsweise mit abgepacktem Wasser gründlich gewaschen hat. Fleisch und Fisch nur gut gekocht oder durchgebraten verzehren. Der stressige Alltag schlägt sich vielfach auf das Verdauungssystem. Viele kennen das: Wenn ein wichtiger Termin ansteht, spielen Magen und Darm verrückt. Manche Menschen können dann nicht einmal im Urlaub richtig abschalten. Hier hilft mitunter Vitamin B, um das Nervenkostüm zu beruhigen. Die freie Zeit sollte man außerdem nicht zu sehr verplanen, lieber ganz bewusst Zeit zum „nichts tun“ festlegen, die Seele baumeln lassen, auf die Berge oder ins Meer starren, ein gutes Buch lesen. Schnell beruhigt sich dann auch die Verdauung.

Ohne genügend Wasser geht gar nichts!

Vor allem die Hitze macht vielen Menschen im Sommer zu schaffen, etliche Ältere kämpfen mit den hohen Temperaturen. „Diese brauchen Abkühlung, denn sie schwitzen weniger als Jüngere. Dadurch wird ihre Körpertemperatur nicht ausreichend reguliert“, gibt Rotkreuz-Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber zu bedenken. Daher heißt es – nicht nur für ältere Personen: Trinken, trinken, trinken! Der Mensch besteht zu rund 60 Prozent aus Wasser. „Trinken Sie an heißen Tagen zwei bis drei Liter über den Tag verteilt. Ideal sind kühles Wasser, ungesüßte Tees, verdünnte Fruchtsäfte oder auch kalte Suppen. Das hilft, den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust durch das Schwitzen auszugleichen“, so Dr. Wolfgang Schreiber. Finger weg von Alkohol und Koffein – sie belasten den Kreislauf zusätzlich.

Für Erfrischung sorgen

Nicht nur von innen, auch außen am Körper trägt Wasser zur Abkühlung bei. Erfrischung bringen etwa kalte Umschläge und Fußbäder. Besprühen Sie Gesicht, Arme, Unterschenkel und Füße mit einer Sprühflasche. „Duschen Sie nicht kalt, sondern mit lauwarmem Wasser, um sich zu erfrischen. Das öffnet die Poren und der Körper gibt die Wärme besser ab“, erläutert Dr. Schreiber. Besonders angenehm ist natürlich ein Bad in Pool, Meer oder See. Doch weniger begeistert von diesen sommerlichen Freuden sind mitunter unsere Augen. Schnell reagieren diese in der warmen Jahreszeit nämlich gereizt auf äußere Einflüsse. Salzwasser, grelle Sonneneinstrahlung und Zugluft sowie Klimaanlagen gelten als Hauptursachen für gerötete Sehwerkzeuge. Künstlich gekühlte Luft ist nämlich besonders trocken, ebenso wie Zugluft durch Autofahrten mit offenem Fenster oder beim Fahrradfahren. Natürlich vermag auch Chlor in Schwimmbädern sowie die darin enthaltenen Keime Reizungen hervorrufen und sogar Bindehautentzündung auslösen. Als bester Schutz gilt zunächst eine Sonnenbrille, welche die gängigen Qualitätsmerkmale aufweist. Im Wasser hält eine Schwimmbrille Keime ab. Mit speziellen Augentropfen lassen sich Reizungen lindern. Kontaktlinsen sollte man eher meiden, wenn bereits Rötungen und Beschwerden vorliegen.

Vorsicht, Blasenentzündung!

Abkühlungen in Pool und See werden von den Harnwegen ebenfalls nicht sehr geschätzt, vor allem nicht von den weiblichen. Blasenentzündung kennt beinahe jede zweite Frau zumindest von einem einmaligen „schmerzhaften Erlebnis“. Typische Sommer-Vergnügungen wie Besuche im Schwimmbad, luftige Kleidung oder sexuelle Aktivität gehören für „sie“ zu den Hauptursachen für die gefürchtete Blasenentzündung. Was folgt ist Brennen beim Wasserlassen, vermehrter Harndrang sowie Schmerzen. Alles Probleme, die einem den Urlaub gehörig vermiesen können. Um die Symptome abzuklären, sollte ein Besuch beim Arzt erfolgen. Vorbeugen kann man mit reichlich Trinken von Wasser, Säften mit Cranberry oder Blasentee. Sollten Sie Harndrang verspüren, diesen nicht zurückhalten, sondern gleich eine Toilette aufsuchen. In einer stark gefüllten Blase vermehren sich die Bakterien auch leichter. Nach dem Sex Wasserlassen. Toilettenpapier von vorne nach hinten führen, um Darmbakterien nicht „untenherum“ zu verteilen. Den Unterleib am besten immer möglichst warmhalten, nasse Badekleidung schnell wechseln.

Notfälle in der Hitze

Bei extremer sommerlicher Hitze ist Vorsicht geboten. Schweißtreibende Temperaturen über 30 Grad können zu ernsten Gesundheitsproblemen führen, vor allem, wenn man sich durch Sport etc. überlastet. Wenn der Körper mehr Wärme aufnimmt als er wieder abgeben kann, kommt es mitunter zu einem Hitzestau oder gar einem Hitzschlag. Erster vermag bei großer Hitze vor allem in Zusammenhang mit körperlicher Anstrengung oder dem Tragen von zu enger und zu warmer Kleidung aufzutreten. Dadurch ausgelöstes, starkes Schwitzen führt nämlich oft zu hohem Mineralstoff- sowie Flüssigkeitsverlust und in weiterer Folge zu Kreislaufstörungen. Typische Symptome stellen Schwindel, Benommenheit und Übelkeit, schneller Puls sowie eine erhöhte Körpertemperatur (bis zu 41 °C) dar. Hier gilt: Ab in den Schatten, Wasser trinken und den Körper mit feuchten Tüchern oder durch Duschen abkühlen. Bei einem Hitzschlag können sich Betroffene oft nicht mehr selbst helfen. Es ist daher angezeigt, erste Hilfe zu leisten. Die Person in Schwierigkeiten sofort in eine kühle Umgebung bringen, enge Kleidung lockern und feuchte Tücher auf Kopf und Körper legen. Schluckweise mit Flüssigkeit versorgen (nur bei Bewusstsein). Bei Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage bringen und die Rettung verständigen!

Nächtliche Abkühlung

Damit die Hitze draußen bleibt, schließen Sie untertags Vorhänge, Jalousien und Fensterläden. Lüften Sie morgens und abends gut durch und öffnen Sie idealerweise die Fenster nachts. Tagsüber keine heiße Luft hereinlassen! Wenn das nicht ausreicht, suchen Sie zwischendurch Abkühlung in öffentlichen Gebäuden: Kino, Einkaufszentrum oder Bücherei bieten angenehme Temperaturen bei schönen Beschäftigungen. Ventilatoren sorgen für eine angenehme Brise, allerdings besser nicht ständig laufen lassen. Diese wirbeln nämlich Staubpartikel und Pollen auf, zudem kann das Raumklima sehr trocken werden, was zu einer Belastung der Atemwege und Augen führt. Klimaanlagen trocknen die Schleimhäute ebenfalls aus. Dies vermag Erkältungen zu begünstigen. Um besser schlafen zu können, bevorzugen Sie Bettlaken aus Naturfasern und kühlenden Materialien wie etwa Baumwolle oder Seide. Besonders gut geeignet sind auch Textilien aus Leinen, da sie extrem gut Feuchtigkeit und somit Schweiß aufnehmen. Eine laue Dusche am Abend vor dem Schlafengehen hilft dem Körper, seine Temperatur zu drosseln.

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