Öle der Schönheit

Öle haben Körper. Textur. Und Tradition. Seit mindesten 3.000 Jahren gehören Beauty-Öle zur kosmetischen Grundausstattung. Eigentlich sind sie sogar der Ursprung der kosmetischen Pflege. Denn schon weit vor der Entwicklung aufbereiteter Cremes wurde die Haut mit natürlich gepressten Pflanzenölen balsamiert.

Öle sind echte Alleskönner. Sie pflegen, nähren und straffen Haut und Haar und sind dabei nicht nur unkomplizierter, sondern auch universeller einsetzbar als so manche Pflegecreme. Abgesehen davon sind Öle aber vor allem eines: absolut sexy. Die samtige Konsistenz, der glänzende Schimmer und dieses satte, seidige Finish zaubern pure Erotik auf die Haut.

Beauty-Öle: mehr als Fett! Dass Öle als eine der reinsten und ursprünglichsten Formen der Hautpflege gelten, hat seinen Grund nicht nur in ihrer lipidhaltigen Struktur, also ihrem hohen Fettgehalt. Es ist vor allem der hohe Anteil an Vitaminen, Enzymen und Pflanzenextrakten, um den zwar nur die wenigsten wissen, der aber den wichtigsten Pflegeanteil eines Öls ausmacht. Denn Fett allein hält die Haut vielleicht geschmeidig, nährt sie aber nicht mit regenerierenden oder schützenden Essenzen. Um eine maximale Pflegewirkung zu erreichen, arbeiten moderne Beauty-Öle heute nicht mehr allein mit ihren ohnehin schon nährenden Ingredienzien, sondern sind überdies mit Pflegestoffen angereichert. Von Anti-Aging-Wirkstoffen bis hin zu Slimming-Essenzen gibt es fast nichts, was Trägeröle nicht in die Haut hineinschleusen können. Weiterer Ölbonus: Anders, als viele glauben, wird die Haut durch Beauty-Öle nicht nur mit Fett, sondern auch mit Feuchtigkeit versorgt. Die Ölschicht, die sich dicht auf die Haut legt, bildet nämlich einen schützenden Film, der verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Inneren der Haut verdunsten kann. So kommt es zu einer besonders langen Speicherung des natürlichen Hydrogehalts.

Parfum: der Duft des Öls. Fett gilt nicht nur beim Kochen als Geschmacksträger, sondern ist auch dafür bekannt, Duftaromen intensiv und üppig zu transportieren. Viele Luxus-Parfums arbeiten daher mit  kleinen Anteilen trockener Öle als Trägergrundlage. Und auch Sie selbst können sich die Duftwirkung von Ölen zunutze machen. Tragen Sie einfach ein duftneutrales Öl (z. B. Keimöl) auf die Haut auf, ehe Sie ein Parfum benutzen. Der Parfumduft wird auf diese Weise nicht nur satter, sondern hält auch länger.

Fett, aber nicht fettig. Bisher hatten Beauty-Öle den unschönen Beigeschmack eines schmalzig klebrigen Fettfilms, den sie auf der Haut hinterließen. Doch diese Zeiten sind endgültig passé. Moderne Präparate ziehen rückstandslos und blitzschnell in die Haut ein, ohne auch nur die Spur von Fett zu hinterlassen. Indem moderne Öle gezielt aufbereitet werden, verlieren sie ihre schweren Eigenschaften, ohne dabei ihren Nährstoffgehalt einzubüßen. Die sogenannten Light-Eigenschaften von Haut- und Haarölen arbeiten entweder nur mit solchen Fettsäuren, die aufgrund ihrer molekularen Beschaffenheit derart winzig und fein sind, dass sie nicht auf der Hautoberfläche haften bleiben, sondern bis in die Tiefe der Dermis eindringen können. Oder es werden gröbere Öl-Strukturen verwendet, die dann in einem mechanischen Verarbeitungsprozess aufgebrochen werden, sodass sie in kleine Einzelteile zerlegt und damit „hautgängiger“ werden. Moderne Öle werden durch diese Art der Verarbeitung derart präzise in der Pflege, dass es für jeden Haut- (oder Haar-)Typ ein passendes Öl gibt. Zudem ist ihre Konsistenz so leicht und fein, dass sie teilweise sogar mit dem Zerstäuber aufgetragen werden können.

Massageöl Kontra Beauty-Öl: Aufbereitete Pflegeöle sind zwar hochmodern und nährend für die Haut. Sie sind jedoch aufgrund ihrer feinen Struktur nicht mehr gut für eine Massage geeignet. Hierbei kommt es ja gerade auf die gleitende Schmierschicht eines gewöhnlichen, fetten Öls an. Für Massagen nutzt man daher am besten klassische, unverarbeitete Pflanzenöle, z. B. Mandel-, Kokos- oder Nussöl.

 

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