NUAD

Was ist Nuad?

NUAD wurde vor zirka 2500 Jahren in Nordindien entwickelt und war damals sehr eng mit dem Buddhismus verbunden. Im Zuge von Migrationsbewegungen und der Ausbreitung des Buddhismus in Südostasien wurde auch das Wissen um NUAD weiter verbreitet.

Entsprechend einer Legende soll Shivaga Komarbhacca, ein Arzt und Freund Buddhas, NUAD in seiner Urform entwickelt und sich dabei an Yoga orientiert haben.

Anfangs nur von Mönchen gelehrt, gedieh es schließlich zu einem Volkswissen, das lange Zeit nur mündlich, vom Meister zum Schüler, weiter gegeben wurde. Bis heute haben sich in Stein gehauene Epigraphien im Wat (Tempel) Pho in Bangkok, Thailand, erhalten.

Die hier vorgestellte Methode ist weitgehend ident mit den traditionellen Anwendungen, wie sie in Spitälern und Tempel durchgeführt werden. Auch außerhalb Thailands gibt es mittlerweile Kurse und Lehrgänge.

Die Lösung von Blockaden und die Unterstützung der Aufnahme des universellen Qi steht im Mittelpunkt der Behandlung von Energiepunkten. Mangel, Überschuss und Blockaden des Qi-Flusses können Symptome erzeugen.

Nuad vereint die Bewegungen des Yoga (passiv) mit der Arbeit an Energiepunkten und Linien (Sen).

Wozu? Grundprinzipien

Was wird gemacht:
Mit Händen, Füßen, Knien, Ellbogen, Daumen, Zehen wird am Körper des Klienten Druck erzeugt, andererseits wird der Mensch passiv bewegt, manchmal auf kleine Bereiche (z.B. Zehengrundgelenk), manchmal auf den ganzen Körper bezogen (z.B. die Kobra)

So wird der ganze Körper systematisch bewegt, immer in Kombination mit Druck. Wichtig ist es aber, die Sitzung auf die Möglichkeiten der/des Einzelnen abzustimmen.

Die Arbeit mit NUAD hat ein sehr weites Spektrum:

  • Von sehr ruhig und orientiert an Punkten und Linien, der Körper wird nur soweit bewegt, wie es nötig ist, um Punkte/Linien besser zu erreichen und die Wirkung der Arbeit zu optimieren („Energiearbeit“)
  • Bis zu dynamisch, mehr Dehnungen und schnellere Abfolge („Passives Yoga“)
  • Die Kunst des NUAD Gebenden ist es, zu spüren, was der Klient braucht und dementsprechend zu arbeiten.

Für wen?

Die Hauptzielgruppe von NUAD sind Menschen, die unter Stress stehen, mit Befindlichkeitsstörungen und Bewegungseinschränkungen. Menschen die seitens der Schulmedizin „austherapiert“ sind, aber sich nach der Rehabilitation noch gar nicht wieder gesund fühlen.

Nuad wird am Boden durchgeführt, auf einer großen Matte, Kissen und Polster in Reichweite. Als optimale Bekleidung dient ein dünnes Baumwollset (Leggings, T-Shirt). Durch die Arbeit am Boden kommt der Klient automatisch rascher vom Kopf in den Körper und so zu einer Entspannung.

 

Autor: Dr. Natascha Wendt, www.seelenraum.org

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