Neues aus Medizin & Wissenschaft

 

Vitamin D: Diabetiker sollten Sonne tanken!

Viele Menschen leiden unter Vitamin-D-Mangel. Besonders gravierend kann dies für Menschen mit einem Diabetes mellitus sein, wie Dr. Klaus Badenhoop von der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt betont: „Bei einem Diabetes mellitus läuft der Abbau der Knochenmasse schneller ab.“ Ein ausreichender Vitamin-D-Spiegel kann dem entgegenwirken und die Gefahr von Osteoporose und Knochenbrüchen senken. Vitamin D verbesssert die Produktion und Sekretion von Insulin in der Bauchspeicheldrüse und die Wirkung des Hormons an den Muskeln. So trägt das Vitamin zur Regulation des Blutzuckerspiegels bei. Zudem ist eine gute Versorgung mit Vitamin D auch für andere Körperfunktionen wichtig: Sie verringert die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, das Sturzrisiko und das Risiko für psychische Störungen. Tipp: Erhöhen Sie Ihren Vitamin-D-Wert durch  den Genuss fetthaltigen Fischs sowie von  Rindsleber und Eidotter. Am wichtigsten aber: Gehen Sie in die Natur, denn UV-Licht ist der beste Vitamin-D-Spender!

Unfallrate – Österreicher sind in der Arbeit achtsam

Die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) ist eine Organisation der Vereinten Nationen und damit beauftragt, soziale Gerechtigkeit sowie Menschen- und Arbeitsrechte zu fördern. Laut der IAO stirbt weltweit alle 15 Sekunden ein Arbeitnehmer durch arbeitsbedingte Unfälle oder an den Folgen einer Berufskrankheit. In Österreich aber ist in den vergangenen Jahren das Bewusstsein für die Achtsamkeit am Arbeitsplatz gestiegen: Eine aktuelle Arbeitsunfallstatistik der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) belegt, dass im Jahr 2016 die Unfallrate (Zahl der Arbeitsunfälle pro 1.000 Beschäftigte) hierzulande auf einen neuen Rekordwert von 24,59 gesunken ist. Zudem verzeichnet die AUVA einen deutlichen Rückgang bei tödlichen Arbeitsunfällen: Starben 2015 noch 124 Menschen bei einem Arbeits- oder Wegunfall, so waren es im vergangenen Jahr „nur“ mehr 106.

Bitte welches Medikament?!

Nach einem Krankenhausaufenthalt kennen die wenigsten Patienten die verordneten Arzneimittel, die sie künftig einnehmen sollen. Das birgt die Gefahr, dass sie die Medikamente nicht verschreibungsgerecht anwenden und im schlimmsten Fall unwissentlich ihre Gesundheit gefährden. Das zeigt nun eine aktuelle deutsche Studie: Die Autoren befragten 179 Patienten vor ihrer Entlassung aus einem Akutkrankenhaus sowie einem geriatrischen Rehabilitationskrankenhaus hinsichtlich ihrer Entlassungsmedikation und kamen zu folgenden Ergebnissen: Nur 48 Prozent waren in der Lage, ihre Entlassungsmedikamente zutreffend zu benennen. In Bezug auf neu empfohlene Arzneimittel im Entlassungsbrief konnte in nur acht Prozent der Anwendungsgrund zutreffend benannt werden. Insbesondere ältere Patienten wiesen häufig Wissensdefizite auf.

Zahl des Monats 100

… Anrufer täglich suchen medizinischen Rat bei der Gesundheitshotline 1450, die vom Fonds Soziales Wien (FSW) im April ins Leben gerufen wurde. Rund um die Uhr steht geschultes Pflegepersonal zur Verfügung, um Fragen zu beantworten. Egal ob es sich um Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, schmerz­hafte Verspannungen oder Atembeschwerden handelt: Die Experten leiten an die entsprechende Anlaufstelle weiter und/oder geben Ratschläge zur Ersten Hilfe bzw. zur Selbstbehandlung – denn nicht immer ist ein Arztbesuch notwendig.

Glutenverzicht muss nicht sein

Eine US-amerikanische Metastudie, an der zwischen 1986 und 2010 110.000 Männer und Frauen teilnahmen, räumt nun endgültig mit einem aktuellen Ernährungstrend auf: Ein freiwilliger Verzicht auf Gluten bringt keine gesundheitlichen Vorteile, sondern sei nur dann von großer Bedeutung, wenn man tatsächlich an Zöliakie, also Gluten-Unverträglichkeit, leidet, denn dann löst das Klebereiweiß Symptome wie eine Dünndarmentzündung mit schweren Darmbeschwerden aus. „Sogar in der Gruppe mit dem niedrigsten Gluten-Konsum gab es dieselben Raten an koronarer Herzerkrankung wie in der Gruppe mit dem höchsten Konsum“, betonen die Studienautoren. Derzeit ist laut Experten nur rund ein Prozent der Bevölkerung von einer tatsächlichen Gluten-Intoleranz betroffen.

Impfen zahlt sich aus!

Zahlreiche Studien belegen, dass Impfen nicht nur positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat, es hilft dem Steuerzahler auch, Geld zu sparen. In einer niederländischen Studie wurden die finanziellen Auswirkungen eines Impfprogrammes (Influenza, Pneumokokken, Keuchhusten, Herpes Zoster, Diphtherie, Tetanus) für Menschen über 50 Jahre analysiert, die Ergebnisse waren eindeutig: In der Gruppe der Menschen, die 2012 50 Jahre alt waren, könnten im Laufe ihres Lebens durch entsprechende Impfungen über 34.000 Infektionskrankheiten, knapp 5.800 vorzeitige Todesfälle und 127.000 Krankenstandstage vermieden werden. Dazu kommen 10,8 Millionen Euro eingesparte Ausgaben für Gesundheits- und Sozialversicherung. Eine weitere, EU-weite Studie aus 2014 kam zu ähnlichen Ergebnissen.

Risikofaktor – Schlafmangel

15 bis 35 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen leiden unter leichten bis schweren Schlafstörungen. Die Folgen: Erschöpfung, Konzentrationsprobleme und Müdigkeit am Tag darauf – aber auch der Blutdruck steigt an, wie die Deutsche Hochdruckliga  betont. „Der Effekt zeigt sich bereits nach einer schlaflosen Nacht“, erläutert Dr. Bernd Sanner, Vorstandsmitglied der Deutschen Hochdruckliga. „Menschen, die regelmäßig weniger als sechs Stunden schlafen, haben ein Risiko von 60 Prozent, einen erhöhten Blutdruck zu entwickeln. Kommen gleichzeitig noch Einschlaf- oder Durchschlafstörungen hinzu, steigt das Risiko für eine Hochdruckerkrankung um das Vierfache.“ Neuere Untersuchungen beweisen, so der Experte, dass Schlafmangel auch die Entzündungsaktivität im Körper erhöht.

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