Neues aus Medizin & Wissenschaft

 

Wir Österreicher lieben es, Eier zu verspeisen – und das in allen denkbaren Variationen. Laut der OEDB (Österreichische Eierdatenbank, www.eierdatenbank.at) wurden im Jahr 2014 in Österreich 723 Millionen Frischeier im Wert von 180 Millionen Euro verkauft – so viel, wie schon lange nicht mehr. Knapp 80 % laufen über den
Lebensmittelhandel, der Rest über alternative Bezugsquellen wie Ab-Hof-Verkauf oder Zustellung. Mehr als ein Drittel der österreichischen Haushalte kauft einmal pro Woche Eier, der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei rund 234 Eiern jährlich. 4,10 Euro gibt ein Haushalt pro Monat durchschnittlich für Eier aus. Was die Haltungsformen betrifft: Den Löwenanteil nimmt hier mengenmäßig die Bodenhaltung mit 68 % ein, 22 % entfallen auf Freilandhaltung, 10 % auf Biohaltung. Für mehr als ein Drittel der Befragten ist die Haltung der Hennen wichtigstes Kaufkriterium. Danach folgen die Kriterien Herkunft, Frische und Preis. Insgesamt 1,6 Milliarden Eier legen Österreichs 6 Millionen Hennen jährlich. Die Steiermark ist mit 383 AMA-Gütesiegel-Betrieben das produktionsstärkste Bundesland, gefolgt von Niederösterreich und Oberösterreich mit 108 bzw. 93 Legehennen­haltern.

Fettleibigkeitverursacht bald mehr Krebs als Rauchen

Aktuelle Studien der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) stellten fest, dass ein enger Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit (Adipositas) und Krebsrisiko besteht. Übergewicht und Fettleibigkeit sind laut Forschern an der Entstehung von 17 der 22 häufigsten Krebserkrankungen beteiligt. In Großbritannien sind sie gemäß einer aktuellen Studie für 43 % der Tumore der Gebärmutter und für mindestens 10 % der Tumore in Gallenblase, Niere, Leber und Dickdarm verantwortlich. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) betont zudem, dass starkes Übergewicht Brustkrebs verursachen kann. Experten rufen daher einmal mehr zur gesünderen Ernährung auf:  „Es ist bekannt, dass eine Änderung des Lebensstils einem Typ 2-Diabetes vorbeugen kann, und wir vermuten, dass dies auch für Krebserkrankungen im Alter gilt.“

Bettnässen wirkt sich auf Psyche aus

Bis zu 16 % der Kinder im Alter von 5 Jahren leiden unter nächtlichem Einnässen. Eine aktuelle belgische Studie konnte belegen, dass Enuresis erhebliche negative Auswirkungen auf Schlaf und Psyche der Betroffenen hat. Je höher die Anzahl der nassen Nächte eines Kindes, so die Studie, desto wahrscheinlicher ist das Auftreten sozialer Probleme sowie von Angst- und Depressionszuständen. Und umgekehrt: Je kleiner die Anzahl der nassen Nächte, desto geringer war die Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls. Studienleiterin Dr. Karlien Dhondt, Kinderpsychiaterin am Universitätsklinikum Gent: „Das Alter, in dem Kinder mit größter Wahrscheinlichkeit unter Bettnässen leiden, ist eine prägende Phase in ihrer psychischen und neurokognitiven Entwicklung. Unsere Studie konnte belegen, dass die Behandlung des Bettnässens die Schlafqualität und psychische Manifestationen einer Reihe von Parametern zu verbessern vermag.” Eine medikamentöse Behandlung mit dem Wirkstoff Desmopressin, der die Harnmenge reduziert, kann – so die Studie – hilfreich sein. Wichtig ist aber in jedem Fall eine ärztliche Abklärung.

Dick trotz kalorienarmer Getränke?

Light-Getränke lassen den Bauch wachsen! Weil zu viel Zucker dick macht, greifen viele Menschen gerne zu Light-Getränken, in denen kalorienarmer Süßstoff den Zucker ersetzt. Bei älteren Menschen scheint dies jedoch eher den gegenteiligen Effekt zu haben, denn eine amerikanische Studie zeigt nun: Senioren (Menschen über 65 Jahre), die täglich Light-Getränke trinken, legten mindestens fünf Zentimeter mehr an Bauchumfang zu als Teilnehmer, die keine süßstoffhaltigen Getränke zu sich nahmen. Eine offizielle Erklärung liefert die Studie zwar nicht, allerdings wird unter Experten diskutiert, ob die Gewichtszunahme damit zu tun hat, dass Light-Getränke dazu verführen, im Gegenzug kalorienreicher zu essen.

Alkoholismus

Österreich trinkt zu viel! Rund 200.000 Österreicher neigen zu exzessivem Trinken. Männer, Jüngere und Arbeitslose sind besonders gefährdet, – so eine aktuelle österreichische Umfrage, an der 4.000 Personen ab 16 Jahren teilnahmen. Nur jeder zehnte der Teilnehmer gab an, in den letzten zwölf Monaten nichts getrunken zu haben. Bloß jeder dritte konnte von sich behaupten, nicht öfter als einmal im Monat zum Glas zu greifen. Umgekehrt berichteten 9 %, mindestens zweimal pro Monat klar alkoholisiert gewesen zu sein. Davon sind rund 200.000 Menschen laut der Umfrage exzessive Alkoholtrinker, das heißt mindestens zweimal die Woche und dabei mehr als sechs Gläser.

Schöne Zähne bei Partnerwahl entscheidend

Im Rahmen einer Studie wurden insgesamt 2.500 Personen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Belgien befragt, wie viel Bedeutung ein schönes Lächeln und somit gesunde, weiße Zähne in ihrem Leben haben. Das Ergebnis: 60 % der Österreicher verbinden ein gesundes Lächeln mit sauberen, knapp 40 % mit weißen Zähnen. Ein Fünftel der Österreicher glaubt zudem, dass mit schönen Zähnen häufiger gelächelt wird – nicht überraschend also, dass 50 % der Befragten angaben, dass ein gesundes Lächeln erheblich zur Stärkung des Selbstbewusstseins beiträgt, vor allem bei Frauen. In Vergleich zu den anderen Ländern ist den Österreichern ein schönes Lächeln bei der Partnerwahl überdurchschnittlich wichtig: 40 % gaben an, dass es als Erstes die Zähne sind, auf die sie bei ersten Verabredungen achten. Vor allem Frauen legen darauf besonderen Wert.

Impfaktion Hepatitis A & B

Hepatitis A und B sind hochansteckende, durch Viren übertragene Infektionskrankheiten der Leber. Weltweit sind rund 350 Millionen Menschen mit Hepatitis B chronisch infiziert, in Österreich gibt es bis zu 1.500 Neuerkrankungen pro Jahr. Mit Hepatitis A infizieren sich jährlich 1,4 Millionen Menschen weltweit. 2015 jährt sich bereits zum zehnten Mal die österreichweite Aufklärungsinitiative zu Hepatitis A & B, die in den letzten Jahren eine Steigerung der Durchimpfungsrate erzielen konnte. Dennoch kritisiert die Österreichische Apothekenkammer: 40 % der Österreicher sind nicht oder nicht vollständig geimpft, womit unser Land noch weit von einer flächendeckenden Hepatitis-B-Immunisierung, wie sie die WHO empfiehlt, entfernt ist. Die Hepatitis-A-Impfung gilt zwar als eine der wichtigsten Reiseimpfungen, ist jedoch im Gegensatz zur Impfung gegen Hepatitis B nicht Teil des Gratis-Kinderimpfprogramms. Trotzdem empfiehlt der österreichische Impfplan, Kinder vor dem Eintritt in den Kindergarten gegen Hepatitis A zu impfen. Noch bis 31. Mai sind die Impfstoffe gegen Hepatitis A und der Kombinationsimpfstoff gegen Hepatitis A/B in Apotheken um rund 30 % verbilligt.

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