Neues aus Medizin & Wissenschaft

Dauerhaftes lautes Musikhören, zum Beispiel via Kopfhörer oder bei Konzerten oder Clubs, erhöht das Risiko einer Hörminderung. Das bestätigt nun auch eine aktuelle Langzeitstudie des bayerischen Gesundheitsministeriums: Setzten sich vor fünf Jahren noch 33 % von über 1.000 befragten Schülern zwischen 13 und 19 Jahren in der Freizeit einer Lärmbelastung von mehr als 85 Dezibel aus, sind es heute bereits 64 %. Bei den 17- bis 18-Jährigen seien die Hauptlärmquellen das Musikhören über das Smartphone, bei den 20-Jährigen insbesondere Disco- bzw. Clubbesuche. 85 Dezibel ist jene Grenze, ab der Lärm für die Ohren ab einer gewissen Dauer gefährlich werden kann. Mögliche Folgen sind neben Hörminderung auch Schlaflosigkeit sowie hoher Blutdruck. In Österreich sind laut Expertenschätzungen bereits rund 15 % der 15- bis 19-Jährigen von einer Hörminderung betroffen. HNO-Ärzte raten daher zu einem individuell angepassten Gehörschutz in lauten Um­gebungen. Bei vermindertem Hören oder Ohrgeräuschen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Altersdepression
Zusammenhang mit Diabetes?
US-amerikanische Forscher untersuchten in einer aktuellen Studie den Zusammenhang zwischen Diabetes und Depression im Alter. An der Studie nahmen insgesamt 6.226 Patienten teil, die zwischen 67 und 90 Jahre alt waren. Ob die Patienten an Diabetes litten, wurde anhand von Befragungen der Personen, dem Gebrauch von Medikamenten und dem Langzeitblutzuckerwert erfasst. Depressive Symptome wurden mithilfe eines Fragebogens erfasst. Die Ergebnisse: Personen, die nicht an Diabetes litten, wiesen in 5,4 % der Fälle depressive Symptome auf. Patienten mit Diabetes hingegen litten doppelt so häufig unter depressiven Symptomen: Hier waren 11 % der Befragten betroffen. Auch in der Vorgeschichte bestand bei den Diabetespatienten bereits häufiger eine depressive Verstimmung. Laut Experten führt das Gefühl, im Vergleich zu anderen unter einer schlechteren Gesundheit zu leiden, zu Depressionen.

Kennen Sie Ihren Cholesterinwert?
Im Rahmen des Gratis-Cholesterinchecks, der heuer von der Österreichischen Atherosklerosegesellschaft in Wien und Krems durchgeführt wurde, haben mehr als 350 Personen ihre Cholesterinwerte testen lassen. Bei einer gleichzeitigen Umfrage unter mehr als 1.000 Personen zeigte sich, dass rund zwei Drittel der Befragten die eigenen Cholesterinwerte nicht kannten; die Überraschung bei vielen Personen, die ihren Cholesterinwert bestimmen ließen, war daher groß. Ein hoher Cholesterinspiegel kann in der ganzen Familie, in allen Altersklassen auftreten und erblich sein. Auch der Lebensstil der Eltern ist für Kinder ein Vorbild. Hoher LDL-Cholesterinspiegel ist eine der Hauptursachen für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Zahl des Monats 56%
… aller Österreicherinnen sind Brillenträgerinnen. Das ergab eine Studie des Marktforschungsinstituts Spectra. Bei den Männern greifen nur 46 % zur Sehhilfe. Frauen geben für ihre Brillen auch mehr aus als Männer – um 53 Euro pro Bille. Der Anteil der Brillenträger steigt mit dem Alter: Bei den über 60-Jährigen sind es bereits 77 %. Immer beliebter werden optische Sonnenbrillen, allen voran beim „starken Geschlecht“: Insgesamt 18 % der Männer haben in den letzten drei Jahren eine optische Sonnenbrille gekauft, dagegen nur 15 % der Frauen. Insgesamt besitzen 23 % der Österreicher eine Sonnenbrille mit optischen Gläsern.

So ticken Österreichs Mamas!
Was ist Österreichs Mamas wichtig? Dieser Frage ging eine aktuelleStudie des Meinungsforschungsinstituts
marketagent.com auf den Grund. 25 % der befragten Mütter wählen den autoritären, durch strenge Regeln und Verbote geprägten, Erziehungsstil. Hingegen legen ganze 70 % Wert auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Autorität und Freiheit, also auf einen partnerschaftlichen bzw. demokratischen Erziehungsstil. Abgeschlagen an dritter Stelle landet der Laisser-faire-Erziehungsstil, bei dem sich die Eltern möglichst wenig einmischen: Nur 5 % der Mütter empfinden dies als richtig. Die wichtigsten Eigenschaften, die Eltern ihren Kindern mit auf den Lebensweg geben wollen: Selbstbewusstsein, Höflichkeit, Verlässlichkeit, Humor und Anständigkeit. Mitgefühl ist mehr als der Hälfte der befragten Mütter (51 %), aber nur 29 % der Väter wichtig.

Schon eine Zigarette täglich schadet
„Eine Zigarette am Tag kann ja nicht schaden!“ Oder doch? Mit dieser Frage beschäftigten sich Wissenschafter aus England und China. Eine Meta-Analyse wertete Ergebnisse von 55 veröffentlichen Studien aus. Das Ergebnis: Das Rauchen von nur wenigen Zigaretten am Tag lässt das Risiko der koronaren Herzkrankheit (KHK) deutlich steigen. Männer, die einmal täglich zum Glimmstängel griffen, hatten ein um 50 % höheres Risiko, an der KHK zu erkranken, als Nicht-raucher. Bei Frauen war der Zusammenhang noch deutlicher: Jene Frauen, die eine Zigarette am Tag rauchten, hatten ein etwa 60 % höheres Risiko für eine KHK. Auch das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, erhöhte sich durch das Rauchen von nur einer Zigarette täglich: bei Männern um 25 %, bei Frauen um 31 %.

Curry-Fisch gegen Migräne
Schon seit Längerem ist bekannt, dass die Substanz Curcumin (in Curry enthalten) sowie Omega-3-Fettsäuren (u. a. in Meeresfischen, Leinsamen) entzündungshemmend und nervenzellschützend wirken. Aber was hat das mit Migräne zu tun? Ganz einfach! Immerhin handelt es sich auch hier um eine Erkrankung mit entzündlichen Prozessen an Nerven und Nervenzellen. Die Forscher der Tehran University of Medical Sciences im Iran fanden heraus, dass eine Kombination von Omega-3-Fettsäuren und Curcumin die Herstellung von TNF (dem Biomarker für entzündliche Prozesse) im Körper deutlich senkte. Auch die Häufigkeit der Migräneattacken war messbar reduziert.

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