Neue Frische für Haut und Haar

Ärgern Sie sich über stumpfes Haar und Pickel nach dem Urlaub? Mit einer Regenerationskur starten Sie „runderneuert“ in den Herbst. Von Eva Rohrer

 Sonne, Meer oder See, wandern in den Bergen. Was für uns Erholung und Entspannung bedeutet, bringt für Haut und Haare oft Strapazen: UV-Licht, Salzwasser und Chlor greifen die Haarsubstanz an, machen sie spröde und glanzlos. Das Gesicht reagiert je nach Hauttyp mit Unreinheiten und fettigem Glanz oder wird trocken und schuppig. Gönnen Sie dem größten Organ und Ihrem Kopfschmuck daher Urlaub vom Urlaub! Oberstes Gebot: Milde Reinigungsprodukte für den Teint verwenden. Arbeiten Sie mit sanftem Peeling. Damit entfernen Sie die Reste der sich ablösenden Hautzellen. Darunter wirkt die Haut gleich wieder frisch. Dies gilt übrigens für den gesamten Körper: vorsichtig rubbeln und dann abduschen. Danach eine gute Lotion oder wertvolle Öle auftragen. Die Gesichtshaut ist nach der Reinigung besonders aufnahmefähig für eine feuchtigkeitsspendende Maske. 15–20 Minuten bzw. je nach Angabe einwirken lassen. Danach ein paar Tropfen eines Öls wie z. B. mit Jojoba, Avocado, Mandel usw. einklopfen. Das macht die Haut geschmeidig und die Feuchtigkeit bleibt länger erhalten.

Eine Ampulle für die Nacht

Intensive Pflege verleiht eine Ampullenkur, abends vor dem Schlafengehen aufgetragen, mit konzentrierten Wirkstoffen. Ein frisches, erholtes Gesicht wird Ihnen schon bald aus dem Spiegel entgegenstrahlen. Haben sich Pigmentflecken eingeschlichen, mit denen Sie sich so gar nicht anfreunden können? Dann lassen sich diese mit speziellen Cremes oder Seren (Gebrauchsanweisung beachten!) aufhellen. In hartnäckigen Fällen und bei größeren Flecken vertrauen Sie sich aber besser dem Hautarzt an, damit nicht mehr Schaden angerichtet wird, als es die kleinen Verfärbungen sind. Je nach Ausgangssituation werden etwa Fruchtsäurepeelings oder der Laser eingesetzt. So gut uns die Sonne auch tut, zu viel davon kann schaden (Hautkrebs!) und die Hautalterung beschleunigen, Falten graben sich ein. Daher auch im Herbst an sonnigen Tagen auf UV-Schutz nicht vergessen. Regelmäßig einen Check von Muttermalen und anderen Hautveränderungen beim Dermatologen durchführen lassen. Und nun zu den Haaren. Hängen diese kraftlos und spröde ins Gesicht, brauchen sie nach dem Waschen mit mildem Shampoo eine Maske, die Feuchtigkeit spendet. Auftragen, einmassieren, einwirken lassen – am besten ein Handtuch um den Kopf schlingen, Wärme erhöht die Wirkung – und ausspülen. Auch so genannte Pre-Shampoos, die viel Feuchtigkeit und Hyaluronsäure enthalten, helfen dem Kopfschmuck wieder auf die Sprünge.

Schutzschild für die Spitzen

Haaröl (z. B. Weizenkeim, Arganöl) eignet sich für trockenes, geschädigtes Haar. Fluids glätten geschädigte, trockene Spitzen, damit sie nicht strohig in alle Richtungen stehen. Hat sich Spliss jedoch schon ausgebreitet und bringen Pflegemaßnahmen nicht den gewünschten Erfolg, hilft manchmal nur, die Spitzen beim Friseur nachschneiden zu lassen. Das verleiht mehr Volumen und stoppt das Abbrechen ausgedünnter Enden. Vor Umwelteinflüssen schützen auch so genannte „Leave-in-Produkte“, die für verschiedene Haartypen angeboten werden. Als Fluid, Creme oder Spray angewendet, machen sie die Haare weich und glänzend. Die Conditioner werden in den noch feuchten Haaren gut verteilt und nicht mehr ausgewaschen. Ideal, wenn es schnell gehen muss. Mit farblosem Henna und anderen Natur-Farbstoffen bringen Sie ebenfalls Glanz in die Mähne und kaschieren kleine Schäden. Auf Geräte wie Glätteisen oder Lockenstab, die mit Hitze arbeiten, nach dem „Urlaubsstress“ für die Haare besser verzichten. Föhnen nur mit der niedrigsten Temperaturstufe, wenn möglich lufttrocknen lassen. Sind Sie viel im Freien, etwa beim Sport? Auch im Herbst hat die Sonne oft noch Kraft. Nicht nur die Haut, auch die Haare sollten geschützt werden. Den UV-Spray vorzugsweise vor dem Föhnen aufsprühen.

Von Innen nachhelfen

Doppelte Pflege bringt mehr: Strahlende Haut und glänzendes Haar bedürfen auch der richtigen Ernährung. Leichte Kost, mineralstoff- und vitaminreich sowie Eiweiß braucht das Gewebe. Greifen Sie bei Nüssen zu. Sie liefern vieles davon. Zink etwa ist unerlässlich für gesundes Wachstum der Haare und Hautzellen. Unter anderem in Fleisch, Eiern, Milch, Käse, aber auch Getreide, Hülsenfrüchten, Kürbis- und Sonnenblumenkernen sowie Haferflocken enthalten. Kürbis, derzeit reichlich im Angebot, enthält viele Mineralstoffe und wenige Kalorien, Gründe, die überzeugen. Nicht unerheblich für die Haut sind Omega-3-Fettsäuren, also darf auch Fisch nicht auf dem Speiseplan fehlen.

Wussten Sie, dass Kopfhaare etwa einen Zentimeter pro Monat wachsen? Ihre Wachstumsphase dauert insgesamt etwa sechs Jahre. Haare an den Beinen fallen schon nach drei Monaten aus. 30 Tage dauert es, bis sich eine neue Hautzelle gebildet hat und an die Hautoberfläche wandert. Währenddessen werden Zellkern und andere Bestandteile durch Keratin (Eiweißbaustein) ersetzt, das die Haut zusammenhält. Haare bestehen zu 90 Prozent aus Keratin, es macht sie elastisch und belastbar.

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