Natürlich Schön

Das Regal ist etwa fünf Meter lang und bis zur Decke gefüllt mit Tiegeln, Tuben, Fläschchen und Ampullen. Naturfreundliche Öko-Ecken sind aus noblen Parfümerien längst nicht mehr wegzudenken, inzwischen kann aber auch jede Drogerie und Supermarktkette eine breite Auswahl an ökologischen Schönmachern vorweisen. Müssen sie auch. Denn Biokosmetik liegt voll im Trend. Und zwar nicht nur, weil Hollywoodschönheiten wie Madonna oder Jessica Biel auf Natur im Tiegel schwören, sondern weil es dem Konsumenten zum Bedürfnis geworden ist. Viele vertragen chemische Substanzen schlichtweg nicht mehr. Klassische Reaktionen der Haut auf künstliche Schönmacher sind juckende Haut und rote Flecken, teilweise treten sogar Allergien auf. Die Kosmetikindustrie hat das Problem erkannt und eilt – Hand in Hand mit Mutter Natur – zur Hilfe. Doch wer weiß, ob all die blumigen Worte auch wirklich ihr cremiges Versprechen halten? GESÜNDER LEBEN hat die Antworten.

Worin liegt der Unterschied zwischen konventioneller Kosmetik und Naturkosmetik?
Ziel von ökologisch korrekter Kosmetik ist es, schonender mit der Umwelt, aber auch mit dem Konsumenten umzugehen. Dazu gehört, natürliche statt künstliche Inhaltsstoffe – jedenfalls zu einem gewissen Teil – zu verwenden. Im besten Fall wird nur mit natürlichen Ölen und ohne künstliche Konservierungs- und Duftstoffe gearbeitet. Auch besteht der Anspruch, gänzlich auf Tierversuche zu verzichten. Aber Achtung! Begriffe wie „öko“ oder „organic“ haben hingegen keine tiefere Bedeutung, sondern gelten lediglich als generelle Lifestyle-Vokabeln für Naturkosmetik.

Gibt es einen Unterschied zwischen Natur- und Biokosmetik?
Ja! Denn Biokosmetik ist zwar immer auch Naturkosmetik. Andersherum ist das aber nicht zwingend der Fall. Auch wenn im Laiengebrauch die Worte Natur- und Biokosmetik oft durcheinandergebracht werden, gibt es einen Unterschied zwischen beiden Kategorien. Anders als bei Biokosmetik müssen bei Naturkosmetika die Inhaltsstoffe nämlich nicht aus kontrolliertem biologischem Anbau stammen. Der Verzicht auf synthetische oder chemische Aromen, Lösungsmittel, Erdölvarianten oder chemische Weichmacher, Konservierungsstoffe und Tierversuche ist hingegen beiden Varianten gemein.

Was versteht man unter kontrolliert biologischem Anbau?
Bioprodukte zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht nur auf natürliche Inhaltsstoffe setzen, sondern dass diese auch aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Dadurch soll nicht nur gewährleistet werden, dass bereits am Anfang der Produktionskette mit den hochwertigsten Produkten gearbeitet wird, man möchte damit auch einen schonenden Umgang mit der Natur bewirken. Denn beim biologischen Anbau wird ausschließlich mit tierischen und pflanzlichen Düngemitteln sowie einer biologischen Schädlingskontrolle gearbeitet. Auf chemische Zugaben wird gänzlich verzichtet. Zwar entwickeln sich Pflanzen aus biologischem Anbau langsamer, dafür erreichen sie eine deutlich höhere Wirkstoffdichte und sind schadstoffunbelastet.

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