Mut & innere Kraft für Heldinnen

Wie oft kommt es vor, dass Sie im Alltag Ihr „Mut-Potenzial” nur in Notsituationen wecken? Dann geschiet dies meist unter Druck oder Stress. So haben diese Aspekte kaum eine Chance sich als Teil Ihrer Persönlichkeit zu entfalten. Tauchen Sie doch einmal im richtigen Moment in Ihre Heldin ein! Beide Füße mit der Erde fest verwurzelt, Ihre Arme in einem weiten Bogen ausgespannt, tief ins vordere Knie gebeugt. Mit einem Tigerblick über Fingerspitzen können Sie allem zukünftigen entgegenblicken. Sie werden aus Ihrem tiefsten Inneren die Kraft wahrnehmen, die Sie unbezwingbar macht.

VIRABHADRASANA I

WIRKUNG: KRÄFTIGT DIE BEINE UND DIE RUMPFAUFRICHTENDEN MUSKELN, ÖFFNET HÜFTEN UND SCHULTERN

Steigen Sie aus dem aufrechten Stand mit Ihrem rechten Fuß weit nach hinten. Achten Sie darauf, dass Ihr Gewicht auf der Außenkante dieses Fußes ruht. Zur Stabilisierung drehen Sie den Fuß in einen Winkel von 45°–90°. Beugen Sie Ihr linkes Knie bis über das Fußgelenk. ihr Becken ist jetzt nach rechts geöffnet. Mit einer tiefen Einatmung heben Sie beide Arme gestreckt nach oben über Ihren Kopf. Die Schultern ziehen Sie nach unten. Sie blicken bewusst nach vorne, weiter der kraftvollen Linie Ihres Körpers folgend und spüren mit jeder Einatmung mehr Mut in Ihnen erwachen. Halten Sie die Asana auf beiden Seiten 10 Atemzüge.

 

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ANJANEYASANA

WIRKUNG: KRÄFTIGT DIE FUSS, BEIN UND GESÄSSMUSKELN, ÖFFNET SCHULTERN BRUSTKORB UND OBEREN RÜCKEN, VERBESSERT DIE KÖRPERHALTEUNG

 

bild3Senken Sie aus einem Ausfallschritt Ihr rechtes Knie und Ihr Becken tief ab. Das Schienbein und der Fußrücken des Beines liegen auf der Matte auf. Achten Sie darauf, dass Ihr linkes Knie nicht im spitzen Winkel steht. Damit stabilisieren Sie Ihr Kniegelenk. Beugen Sie nun mit einer tiefen Einatmung Ihren Oberkörper weit nach hinten und strecken Sie Ihre Arme mit gefalteten Händen weit über den Kopf. Wenn es Ihre Halswirbelsäule zulässt, legen Sie Ihren Kopf behutsam in den Nacken – ansonsten halten Sie den Kopf entspannt aufrecht. Heben Sie nun den rechten Unterschenkel und umfassen Sie das Fußgelenk mit beiden Händen. TIPP: Fuß gegen die Wand bringt Geichgewicht Brust und Schulten sind weit geöffnet, Ellbogen nach außen gerichtet. Legen Sie, wenn notwendig, eine Decke unter Ihr Knie.

 

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PARSVA UTTANASANA

WIRKUNG: DENHUNG DES UNTEREN RÜCKENS UND DER  GESÄSSMUSKULATUR, GEGENSTELLUNG FÜR NR. 3 UND 4

Steigen Sie mit dem linken Fuß einen großen Schritt nach Vorne. Der rechte Fuß ist ca 45° nach innen gedreht, um die Hüfte zu entlasten. Beugen Sie sich nun aus der Hüfte nach vorne, sodass die Wirbelsäule gestreckt bleibt. Legen Sie die Hände angenehm am Schienbein oder am Boden ab. Nun stellen Sie den vorderen Fuß auf, sodass die Dehnung ein Stück weiter nach oben in den Gesäßmuskel zieht. Halten Sie diese Asana ca. 10 Atemzüge auf jeder Seite.

 

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EKAPADA RAJAKAPOTASANA

WIRKUNG: FÖRDERT GLEICHGEWICHT UND KONZENTRATION, ÖFFNET KEHL-, HERZ- UND WURZELCHAKRA

Fortgeschrittene können aus ANJANEYASANA die Hände vom Fußgelenk lösen und den Brust- und Kehlbereich noch weiter öffenen, indem der Kopf tiefer nach hintern gelegt wird. Halten Sie jede Asana für 5 bis 10 Atemzüge und wiederholen Sie die Abfolge für die linke Seite. Durch diese spezielle Praxis werden vor allem die Muskelpartien (Schultern, Hüftbeuger) geöffnet, die sich bei Angst oder Sorgen anspannen.

 

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UTTHAN PRISTHASANA

WIRKUNG: STRECKT DIE WIRBELSÄULE, DEHNT HAMSTRINGS UND ÖFFNET DIE SCHULTERN

Beugen Sie Ihren Oberkörper aus dem gestreckten rechten Ausfallschritt so weit nach vorne, dass Ihre Handflächen und Unterarme auf der Matte aufliegen. Ihr linkes Knie steht stabil im 90° Winkel, der linke Fuß fest neben den Unterarmen. Ihr Kopf entspannt in der Verlängerung der gestreckten Wirbelsäule.
Falten Sie nun beide Hände hinter Ihrem Rücken und öffnen Sie bewusst Ihre Schultern ohne dabei die Position zu verändern. Als kraftvolle Variante strecken Sie jetzt die Arme durch und ziehen Sie weit über Ihren Kopf. Mit dieser Reihe vertiefen Sie die lösenden Wirkung der „Angstmuskel” wie bei EKAPADA USTRASANA beschrieben. Halten Sie jede Asana 5 bis 10 Atemzüge und wiederholen Sie die Abfolge für die linke Seite.

 

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TRIKONASANA / UTTHITA PARSVAKANASANA

WIRKUNG: STÄRKT DEN RÜCKEN UND RUMPFBEREICH, AKTIVIERT DIE PERISTALTIK, DEHNT GESÄSS UND BRUSTMUSKELN

Beugen Sie sich aus einer weiten Grätsche, der Basishaltung für TRIKONASANA, zu Ihrem linken Fuß hinunter, den Sie zuvor ca 90° nach außen gedreht haben. Ihre rechte Hand stützt sich an der Hüfte ab. Achten Sie darauf, dass Ihr Becken nicht nach vorne ausweicht. Stützen Sie sich nun mit Ihrem Ellbogen am linken Knie ab, das Sie einatmend abwinkeln. Sie befinden sich jetzt in UTTHITA PARSVAKONASANA. Ziehen Sie gleichzeitig Ihre gesamte linke Flanke lang, indem Sie den linken Arm weit über den Kopf strecken. Nehmen Sie den Druck wahr, der jetzt auf der Außenkante Ihres rechten Fußes spürbar wird. Um den Brustbereich zu öffnen und die Wirbelsäule in eine Drehung zu bringen, strecken Sie nun das linke Knie wieder durch, legen Sie die linke Hand zur Stabilisierung auf dem Boden ab und strecken Sie den rechten Arm einatmend hoch. Blicken Sie bewusst hinauf in die rechten Handfläche.
Dreiecks-Variationen stärken Ihr Rückgrad, wodurch Sie auch auf geistiger Ebene Unterstützung finden werden, wenn es darum geht, zu dem zu stehen, was Sie für richtig halten. Halten Sie jede Asana 5 bis 10 Atemzüge und wiederholen Sie die Praxis für die rechte Seite.

 

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ARDHA UTKATASANA

WIRKUNG: KRÄFTIGT DIE BEIN-, BECKEN-, UND RÜCKENMUSKELN

Beugen Sie aus dem aufrechten Stand ausatmend beide Knie. Achten Sie darauf, dass die Knie nicht über die Zehen ziehen. Bleiben Sie stabil in dieser Haltung und ziehen Sie nun mit der nächsten Einatmung beide Arme gestreckt über den Kopf hoch, bis Sie in einer Linie mit Ihrem Rücken und dem Kopf sind. Bleiben Sie mindestens 10 Atemzüge in dieser Asana. So steigern Sie Ihr Durchhaltevermögen.

 

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MAYURASANA

WIRKUNG: KRÄFTIGT DIE HANDGELENKE UND RÜCKENMUSKELN, AKTIVIERT DIE VERDAUUNGSORGANE

Stellen Sie aus dem Fersensitz die Hände zwischen die Beine, sodass sich die kleinen Finger berühren. Legen Sie nun die Stirn am Boden ab und strecken die Beine. Die Ellbögen drücken unterhalb des Nabels in den Bauch. Nun bringen Sie Spannung in den ganzen Körper, heben den Kopf und wenn möglich auch die Beine ab. MAYURASANA ist mit abgewinkelten Beinen oder in der PADMASANA (Lotus) leichter zu erlernen.

 

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GARBHASANA

WIRKUNG: DEHNT DIE RÜCKENMUSKELN UND LÖST VERSPANNUNGEN

Lassen Sie sich aus dem Fersensitz sanft nach vorne fallen bis Ihre Stirn die Matte berührt. Ihre Unterarme liegen entspannt neben den Unterschenkeln. Ihre Handflächen zeigen nach oben. Ihre Atmung fließt tief in die Oberschenkel und massiert Ihren Bauchraum. Kraft und Mut müssen nicht immer aus einer Heldenposition heraus wachsen. Sie können diese Eigenschaften auch aus der Geborgenheit von Garbasana entwickeln.

TEXT: FLORIAN REITLINGER
ASANAPRAXIS: BIRGIT PÖLTL
FOTOS UND STYLING: MOMO PRÖLL
MODELL: SONJA ROFFEIS
AUSSTATTUNG: GYMFUN, 1150 WIEN

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