Mode mit Verantwortung

Im Trend. Tierleidfreie Kleidung und Geschenke

Für die Modeindustrie leiden und sterben jährlich weltweit rund zwei Milliarden Tiere. Die Tierschutzprobleme sind vielfältig und meist unbekannt. Ob Wollpullover, Daunenjacke, Lederschuh oder Pelzkragen – hinter jedem dieser Produkte steht ein Tier, das dafür seine Wolle, seine Federn, seine Haut oder seinen Pelz gelassen hat. Damit Sie beim Kleidung- und Geschenkeshoppen die richtige Wahl treffen, klärt VIER PFOTEN auf und gibt Tipps für einen nachhaltigen Kleiderschrank. 

Leiden für Wolle Merino- und Angorawolle sind beliebt für Winter- und für Sportbekleidung. Doch für beides leiden Tiere: Merinolämmern werden ohne Betäubung Hautfalten am Hintern weggeschnitten; Angorakaninchen wird brutal das Fell ausgerissen. Auch für Mohair, Alpakawolle und Kaschmir leiden Kaninchen, Ziegen & Co. Moderne Alternativen gibt es bereits viele, zum Beispiel aus Baumwolle, Lyocell, Hanf oder auch recyceltem Acryl. Wer dennoch nicht auf Wolle verzichten möchte, sollte auf Labels wie den Responsible Wool Standard (RWS) oder Organic Content Standard (OCS) achten. Sie schließen die grausamsten Praktiken bei der Wollerzeugung aus. 

Blutige Federn Noch immer ist in vielen Ländern der Lebendrupf von Gänsen und Enten erlaubt. Auf Etiketten findet man kaum Informationen zur Herkunft von Daunen. Es ist meist weder ersichtlich, aus welchem Land die Federn stammen, noch, unter welchen Bedingungen diese gewonnen wurden. Für Daunen in Winterjacken oder Bettdecken gibt es bereits pflanzliche und synthetische Alternativen, zum Beispiel Hanf, Kapok (Schale eines tropischen Baums) oder Tencel. Sollen es trotzdem echte Daunen sein, achten Sie auf Zertifizierungen wie den Responsible Down Standard (RDS) oder den Downpass (2017). Sie schließen zumindest Lebendrupf und Stopfmast aus. 

Tierfreundlicher Kleiderschrank Wer sicher gehen möchte, dass für ihre oder seine Kleidung kein Tier gelitten hat, sollte Wolle, Daunen, Leder und natürlich Pelz aus seinem Kleiderschrank verbannen. Weitere Tipps: Setzen Sie auf pflanzenbasierte Materialien wie Bio-Baumwolle oder Hanf, oder probieren Sie auch einmal Produkte, die aus vermeintlichem Abfall hergestellt wurden – immer mehr modische Kleidungsstücke sind aus Fischernetzen, Plastikflaschen oder sogar Kaffeesatz. Wenn Sie Second Hand shoppen, wird die Anzahl der neu produzierten Kleidungsstücke langfristig verringert, und haben Sie gewusst, dass Sie Ballroben, Anzüge oder auch Hochzeitskleider mittlerweile auch kostengünstig mieten können? 

Wandel in der Branche VIER PFOTEN macht auf die Probleme hinter tierischen Materialien aufmerksam und verhandelt mit der Modebranche über verbindliche Tierschutzstandards. Im Rahmen des Programms „Wear it Kind“ (Mode mit Verantwortung) setzt sich die Organisation für eine tierfreundliche Zukunft der Mode ein und bietet Unternehmen Unterstützung und Beratung beim Ausstieg aus dem Pelzverkauf oder bei der Erstellung von Tierschutzrichtlinien für Wolle, Daunen & Co.

Erfahren Sie mehr über das Tierleid hinter der Modeindustrie unter wearitkind.vier-pfoten.at Spendenhotline 0800 0800 0400 (gratis) Spendenkonto IBAN: AT83 2011 1297 4645 7401 BIC: GIBAATWWXXX

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