Mit Kindern zur Ruhe und Entspannung kommen

Stress für Kinder
Kinder sind im Wachstum, nicht nur im körperlichen Sinne, sondern auch hinsichtlich ihres geistigen Auffassungsvermögens, ihrer psychischen Stabilität und ihrer sozialen Reife. Diese Entwicklung sollte möglichst harmonisch und störungsfrei ablaufen und das spätere Rüstzeug fürs Leben geben. Heutzutage leiden Kinder aber ebenso wie Erwachsene unter zunehmender Reizüberflutung, Leistungsdenken und Spannungen im sozialen Umfeld. Sie können die auf sie einwirkenden Einflüsse oft gar nicht mehr verarbeiten und reagieren mit Verhaltensauffälligkeiten. Spannungszustände drücken sich bei Kindern häufig in Form von erhöhter Aggressivität, Nervosität, Konzentrationsschwäche, Unruhe, Schlafstörungen und vermehrten Ängsten aus. Werden diese Alarmsignale nicht bemerkt, manifestiert sich die Anspannung auch im körperlichen Bereich, was die gesamte körperliche Konstitution schwächen und Beschwerden verursachen kann, wie nervöser Magen, Allergien, Bettnässen, Nägelkauen usw.

Eltern wollen nur „das Beste“ für ihre Kinder
Gute Schulbildung und eine qualifizierte Berufsausbildung sollen den Erfolg im Leben sichern, mit guten Manieren und angenehmem Äußeren kann das Privatleben funktionieren. Wenn das nur so leicht wäre! Welche Fähigkeiten muss man im Laufe seines Lebens entwickeln, um ein glücklicher Mensch werden zu können? Es sind meist solche, für die es üblicherweise keine Zensuren gibt, die aber deshalb nicht weniger wichtig sind und häufig erst die Vorraussetzung für alles andere schaffen. Zu den „Stressoren“, die Kinder am meisten belasten, zählt das Einüben der Alltagspflichten. Mit Leistungsanforderungen, Erfolg, Misserfolg, Disziplin und Ordnung umzugehen, müssen Kinder schrittweise lernen. Kindern wird seitens der Erwachsenen häufig vermittelt, dass sie klein und ohnmächtig sind, egal wie alt sie sind, sie hören oft wenig Ermutigendes. Sie müssen daher auch ihre Gefühle und ihre Impulse kontrollieren und Frustrationen ertragen lernen. Kinderstress entsteht auch durch soziale Konfliktlagen, wenn Ihr Sprössling von Mitschülern geneckt, ausgelacht oder gekränkt wird, oder wenn er durch übertriebenen Ehrgeiz der Erwachsenen so viele Förder- und Freizeittermine aufgebrummt bekommen, dass kaum noch Zeit zum Spielen, Träumen oder zum zur Ruhe kommen bleibt. Der gesunde Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung fehlt vor allem den Schulkindern immer öfter.

Was Eltern tun können
Verhelfen Sie Ihrem Kind zu positiven Erfahrungen. Es gibt nicht nur die äußere Welt mit all ihren Reizen, ihrer Buntheit, dem Lärm und den Aktivitäten, sondern sozusagen als Gegengewicht auch die innere Ruhe und Stille, die Kraft aus der heraus auch das Kind schöpfen kann, um die vielfältigen Aufgaben des Lebens gut lösen zu können. Durch ein Klima der Offenheit und Zuwendung können Eltern rasch erkennen, wenn der Nachwuchs Probleme hat. Sich Zeit nehmen und zuhören sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass ein Kind sein Herz ausschütten kann. Kinder plaudern gerade vor dem zu Bett Gehen gerne von dem, was sie so tagsüber erlebt, gefürchtet oder erfahren haben. Zeit und Raum für den persönlichen Kontakt geben – einer der wichtigsten Ratschläge für das Gelingen von Beziehung! Nutzen Sie die Chance, sich und Ihre Kinder von einer anderen Seite kennen zu lernen und Ihre Persönlichkeit abzurunden. Haben wir denn wirklich schon verlernt gemeinsam Spaß zu haben, Freude in der Natur zu empfinden und uns in Fantasiegeschichten zu ergehen? Ist unsere Seele schon so verkümmert, dass wir einen Animator brauchen, um mit unserer Freizeit etwas anfangen zu können? Was würde passieren, wenn es über Nacht keinen Fernseher, kein Radio, keinen Computer gäbe?

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