Mit Herz und Seele

Jeden Sonntag von 9.00 bis 11.00 Uhr auf Ö3 lädt Claudia Stöckl Prominente zum Frühstück – es wird gemeinsam gelacht, geplaudert, aber auch getrauert und tatsächlich gefrühstückt. Denn entspannt muss die Atmosphäre sein, wenn Menschen Persönliches preisgeben, über ihre Gefühle und Lebenseinsichten reden. Stöckl wünscht sich, dass die Zuhörer von den Erkenntnissen ihrer Gäste profitieren. Menschen, die Haltung zeigen, faszinieren sie und solche, die mit Wörtern etwas schaffen können. Rainer Maria Rilke, Johannes Mario Simmel wären ihre Traumgäste gewesen. Wer Gast der Woche wird, entscheidet Stöckl immer wochenaktuell. „Claudia Haider und Angelika Merkel hätte ich gerne einmal bei mir – aber ich habe gelernt: Was sich ergibt, ist das Richtige. Und oft kommen Gespräche ganz unerwartet auf einen spannenden Punkt. Ich liebe Überraschungen – im Leben und in meiner Sendung.“

Ihre Bekanntheit nützt Stöckl, um anderen, weniger privilegierten Menschen zu helfen. Seit 2006 unterstützt sie mit dem österreichischen Verein „ZUKI-Zukunft für Kinder“ Straßenkinder in Kalkutta. Derzeit werden 220 Kinder betreut. Als Obfrau des Vereins kümmert sich Stöckl aktiv um Sponsoren und Fundraising und reist regelmäßig nach Indien. Dort besucht sie dann auch ihr Patenkind, die 13jährige Shamila, mit der für Stöckl alles begann. „Als Shamila ins Projekt gekommen ist, war sie sechs, bloßfüßig, mit einem zerrissenen Kleid. Heute trägt sie stolz ihre Schuluniform und bekommt eine gute Ausbildung. “

Wenn auch Sie helfen wollen: Unter www.zuki-zukunftfuerkinder.at können Sie das tun! Mit 30 € pro Monat übernehmen Sie die Patenschaft für ein Kind.

Claudia Stöckl lebt …

… schön. Sie haben als Model gearbeitet, wie wichtig ist Schönheit für Sie?
Der klassische Schönheitsbegriff ist mir nicht mehr wichtig. Für mich bewirkt gelebtes Leben Schönheit. Ich denke da an Erika Pluhar oder Iris Berben. Außerdem habe ich das Glück, gute Gene zu haben. Ich brauche nur meine Mutter anzusehen. Sie ist siebzig und sieht noch immer aus wie ein Mädchen.

… schlau. Auf welche Fähigkeiten sind Sie stolz und was würden Sie gerne noch lernen?
Ich habe ein extrem gutes fotografisches Gedächtnis. Das hilft mir sehr bei der Vorbereitung. Ich muss oft in kurzer Zeit sehr viel vorher lesen, ich merke mir aber alle Zitate. Ich weiß dann genau das oder das hat z.B. rechts oben gestanden (lacht). Und ich lerne auch, immer intuitiver auf meine Gesprächspartner einzugehen. Wirklich gerne würde ich mehr Sprachen können. Man lernt ein Land besser kennen, wenn man sich in der Muttersprache verständigen kann.

… gut. Wie wichtig ist für Sie gutes Essen?
Früher habe ich richtige Gourmetreisen nach Frankreich gemacht und viel Geld dafür ausgegeben. Jetzt ist mir das nicht mehr so wichtig, gutes Essen kann auch ganz einfach sein. Absolutes Lieblingsgericht ist für mich die Karottensuppe meiner Mutter – einfach köstlich! Und ich liebe asiatische Küche, die verschiedensten Currygerichte mit Reis könnte ich monatelang essen. Wenn ich abnehmen will, gibt es Kartoffeln und Obst, kein Brot und keine Süßigkeiten.

… gesund. Was tun Sie für Ihre Gesundheit?
Zweimal im Jahr reise ich in die verschiedensten europäischen Länder zum Fastenwandern (Infos: www. fastenwandernwirth.de). Meine letzte Station war die Algarve. Gemeinsam mit einer Gruppe Fastender wandern wir 4–5 Stunden am Tag, trinken viel Tee, Wasser und am Abend gibt es einen Teller Gemüsebrühe. Der Anfang ist hart, aber ab dem dritten Tag geht es mir richtig gut. Ich spüre dann geistige Freiheit und Leichtigkeit, die Haut wird schön und der Darm gereinigt. Und mein Immunsystem wird gestärkt, die Grippewelle hat mich heuer nicht erwischt.

… aktiv. Gibt es einen täglichen Workout?
Nein, Fitnesscenter sind nichts für mich, ich muss an die frische Luft. Ich wandere sehr gern. Letztes Jahr habe ich sogar meinen ersten Dreitausender bestiegen, den Schwarzenstein in den Zillertaler Alpen. Ich laufe und ich mache AshtangaYoga. Aber ich gebe auch zu, im Winter setze ich mich oft schwer in Bewegung. Da mache ich dann auf der Yogamatte drei „Sonnengrüße“ am Tag – und das war’s. Aber jetzt kommt http://www.oetest.at/administrator/index.php?option=com_contentja wieder die warme Jahreszeit!

… bewusst. Sind Sie ein zufriedener Mensch, wovon träumen Sie?
Ja, wobei Zufriedenheit für mich nicht Stillstand ist, ich will mich immer weiterentwickeln. Ich bin eine ewige Reisende – meinen Pass habe ich z.B. immer in meiner Handtasche (lacht). Aber ich weiß auch, was ich für ein privilegiertes Leben führen darf, auch durch meinen Beruf, der mir viel bedeutet. Mein Traum wäre es, noch ein Buch zu schreiben. Dafür müsste ich aber bewusst eine Auszeit nehmen.

Claudia Stoeckl, Patenkinder, KalkutaFoto: PrivatAuf dem Bild: Stöckl: „Mein Patenkind und die Kinder in Kalkutta besuche ich regelmäßig.“

BIOGRAFIE
Claudia Stöckl, 42. Bereits als Teenager ging es per Interrail quer durch Europa. Der Traum job als Model ermöglichte noch weitere Reisen. 1991 Start als Journalistin und Gesellschaftsreporterin bei Ö3. Seit 1997 Moderatorin und Gestalterin der Ö3-Sendung „Frühstück bei mir“. Mit 39 schloss sie als Spätberufene ihr Publizistikstudium ab. Stöckl ist glücklicher Single und widmet sich mit viel Herz und Engagement sozialen Anliegen.

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