Mehr Gesundheit für alle

Prävention. Stationärer Gesundheitsförderungs-aufenthalt auch für Gesunde

Gesundheit entsteht immer dann, wenn Gesundheitsressourcen gegenüber Gesundheitsbarrieren überwiegen. Gibt es mehr Gesundheitsbedrohungen, als man mit Gesundheitsressourcen abfedern kann, kann die Gesundheit abhandenkommen und Krankheiten entstehen. Gesundheitsressourcen und Gesundheitsbarrieren können in verschiedenen Dimensionen liegen: unveränderliche Faktoren wie Alter, Geschlecht oder Erbanlagen, verhaltensbasierte Faktoren wie Bewegung, Ernährung, Konsumgewohnheiten, Stressmanagement etc., auf sozialer Ebene, wie Partnerschaft, Familie oder Freundeskreis, auf der Ebene der Lebenswelten wie Arbeitsbereich, Erholungsbereich, in der Bildung, in Vereinen, etc., oder auch auf der Ebene der gesamten Gesellschaft (gebaute und grüne Umwelt, Ökonomie und Wirtschaft, Kultur und Religion, rechtliche und politische Voraussetzungen etc.). Gesundheitsförderung bezieht alle diese Faktoren mit ein. 

Vorbeugend handeln 
Gesundheitsförderung geht auch davon aus, dass alle Menschen, unabhängig vom Gesundheitszustand mehr an Gesundheit (im Sinne von Wohlbefinden, von Lebensqualität, von Zufriedenheit und von Glück) gewonnen können. Gesundheitsförderung ist deshalb bei allen Menschen sinnvoll, bei völlig Gesunden (hier können auch gleichzeitig Krankheiten verhindert werden, noch bevor sie entstehen), bei Menschen mit Risikofaktoren für die Entwicklung von Krankheiten, aber auch bei Menschen mit chronischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Bei Letzteren geht es in der Gesundheitsförderung aber nicht primär darum, die Krankheit zu bewältigen, sondern wie man trotz Krankheit ein unabhängiges und glückliches Leben führen kann. Gesundheitsförderung verfolgt zwei Richtungen: Wie kann man als Gemeinschaft das Umfeld so gestalten, dass möglichst viele Menschen eine möglichst hohe Gesundheit erreichen und was kann jeder Mensch persönlich für seine eigene Gesundheit beitragen. 

Neue Ansicht 
Bei „gesundem Lebensstil“ denken viele Menschen oft an Verbote, insbesondere von Dingen, die Spaß machen, und an eine Reihe von Pflichten. Lebensstil bedeutet aber grundsätzlich, in dem Stil zu leben, wie man will und wofür man sich entscheidet. Das beinhaltet auch, Maßnahmen zu setzen, um Ziele zu erreichen, die einen persönlichen Wert für einen Menschen haben. Lebensstilbasierte Gesundheitsförderung zielt darauf ab, einmal zu reflektieren, wie man leben möchte, und welche Ziele man im Leben wichtig sind. Das ist die wesentliche Voraussetzung dafür, um sein Verhalten und auch sein Gesundheitsverhalten auf diese Ziele abstimmen zu können. Ziele könnten etwa im Bereich der beruflichen Karriere, der Familie oder aber auch im Bereich des Sportes angesiedelt sein. Prozess- und Performanceziele im Bereich der körperlichen Aktivität, der Ernährung, der mentalen Gesundheit, und des sozialen Kapitals können dann dazu beitragen, einen gesunden Lebensstil und somit mehr Gesundheit zu erreichen. Körperliches Training und gesunde Ernährung sind wichtige Säulen der lebensstilbasierten Gesundheitsförderung. Auch hierbei geht es nicht darum, sich zu etwas zu zwingen oder sich etwas zu verbieten, sondern auf sich selbst zu hören, was man in Bezug auf Bewegung und Ernährung braucht. 

Kluge Hilfestellung 
Im Gesundheitszentrum Resilienzpark Sitzenberg der BVAEB stellen persönliche Gesundheitsziele einen integralen Bestandteil der Maßnahmensetzung dar. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden vor Beginn des stationären Aufenthaltes gebeten, sich über persönliche Ziele für den Aufenthalt Gedanken zu machen und diese auf dem Screeningfragebogen anzugeben. Am Ende des Basisaufenthaltes und der Folgewoche werden im ärztlichen Gespräch persönliche Gesundheitsziele vereinbart, die zwischen Basisaufenthalt und Folgewoche bzw. nach der Folgewoche erreicht werden sollen. In der Folgewoche wird evaluiert, ob diese Ziele erreicht wurden, wo es Barrieren zum Erreichen der Ziele gegeben hat und es werden Strategien entwickelt, um diese Barrieren überwinden zu können. In der Zeit zwischen Basisaufenthalt und Folgewoche werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einmalig kontaktiert, um zu sehen, wie sie mit der Erreichung der Zielen zurechtkommen oder ob sie Unterstützung brauchen. Idealerweise werden diese Ziele und weitere, unterstützende Maßnahmen beim nächsten Hausarztbesuch besprochen. www.gz-sitzenberg.at

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