Märchenhafte Hände und Beine

Ob es die sündhaft hohen Sommersandalen sind oder die neuen  Nagellack-Kollektionen, der hochkarätige Ring von Ihrem Liebsten oder das zarte Fußkettchen vom letzten Karibikurlaub: Ein noch so schönes, teures oder neues Accessoire kann Ihre Hände und Füße nur dann zum Hingucker machen, wenn Haut und Nägel eine gepflegte Präsentationsfläche dafür bieten. Fuß- und Nagelpflege ist – nicht nur in der beginnenden Sandalensaison – die wichtigste Basis für unsere Visitenkarten der Schönheit. Machen Sie sich an die Arbeit. Fabelhaft schöne Hände und Füße sind nämlich kein Märchen, sondern das Produkt fleißiger Pflege.

Hand- und Fußpflege: die Herausforderungen. Doch bevor Sie mit dem Beautyprogramm beginnen, wollen wir Ihnen vorab die schlechte Nachricht nicht vorenthalten. Und die lautet: Hand- und Fußpflege ist kein Zuckerschlecken, sondern eine echte Herausforderung. Die Haut an den Händen und Füßen ist nur spärlich mit schützenden Talgdrüsen ausgestattet, sodass sie zu einer erhöhten Trockenheit und Rissigkeit neigt. Die im Gegensatz dazu recht üppige Anzahl von Schweißdrüsen sorgt zwar für eine höhere Befeuchtung der Haut, das fehlende Fett, welches üblicherweise die Haut geschmeidig und widerstandsfähig hält, kann hierdurch allein aber nicht ersetzt werden. Sogar das Gegenteil kann der Fall sein. Das im Schweiß enthaltene Salz trocknet vor allem sensible Haut aus. Kommt dann noch hinzu, dass die Hände oder Füße einem übermäßigen Kontakt von Wasser und Seife ausgesetzt sind, reagiert die Haut gereizt, schuppig oder mit einem unangenehmen Jucken. Bei den Füßen ist es zudem der geringe Kontakt zu frischer Luft und/oder das Reiben von Schuhen, das für einen kosmetischen Hilferuf sorgt. Hand- und Fußpflege ist daher nicht nur eine Herausforderung, sondern vor allem eine regelmäßige Pflicht, um der Haut ein gesundes Wohlsein zu verschaffen.

Erst mal abtauchen: entspannende Hand- und Fußbäder. Ein umfangreiches Pflegeprogramm für schöne Hände und Füße ist also mit Arbeit verbunden. Es sollte aber trotzdem nicht in Stress ausarten. Im Gegenteil: Jegliche Art von Stress löst im Körper hormonell destruktive Reaktionen aus, die die Haut oft noch trockener und rissiger werden lassen. Und das können sich weder Aschenputtel noch Sie sich erlauben. Daher gilt: Entspannen Sie sich und Ihre Pflegesensibelchen zunächst bei einem erholsamen Hand- und Fußbad. Zwar hat der Kontakt zu Wasser grundsätzlich eine eher austrocknende Wirkung auf die sensible Haut der Hände und Füße, doch gezielte Pflegebäder haben glücklicherweise keine Reinigung, sondern nur reine Pflege zum Ziel. Hände und Füße tauchen dabei am liebsten in einem reichhaltigen Bad aus warmer Milch und ein paar Spritzern Mandelöl ab. Das entspannt und pflegt zugleich. Denn durch die Wärme wird die Hornschicht der Haut aufgeweicht, sodass die lipidreiche Mischung aus Milch und Mandelöl tief ins Gewebe einziehen kann und hier eine nährende Grundversorgung mit Fett gewährleistet.

Richtig rubbeln: weg mit Horn und Schüppchen! An schuppigen, trockenen Fingern verliert selbst der edelste Ring seinen Glanz. Und auch die neuen Sommersandalen wollen neben unschön verhornten Hautschichten einfach nicht so recht zur Geltung kommen. Solche Mahnmale vernachlässigter Pflege gilt es daher  schleunigst zu entfernen. Doch Vorsicht: Wer mangelnde Regelmäßigkeit bei der Hautpflege durch übereifriges Abschleifen von Horn oder trockenen Stellen wieder wettzumachen versucht, bekommt dafür schnell die unschöne Quittung. Wer zu grob vorgeht, riskiert, dass von der Haut derart viel Horn abgetragen wird, dass sie ihre natürliche Schutzbarriere verliert und infolgedessen sogar noch mehr Horn nachproduziert als zuvor. Bei besonders festen Hornschichten kommt man zwar nicht um die Bearbeitung mit einem Bimsstein oder einer schroffen Feile herum, langfristig ist von solch groben Methoden jedoch abzuraten. Beugen Sie lieber gänzlich der Entstehung von Horn an den Füßen oder Trockenheitsschüppchen an den Händen durch regelmäßige (mindestens zweimal wöchentlich) Hand- und Fuß-Peelings vor. Diese arbeiten in der Regel zwar ebenfalls mit Bimssteingranulat, doch sind die Partikel hier so fein gemahlen, dass es zu keinen Irritationen der Haut kommt.

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