„Los! Bewegt euch!“

Kati Bellowitsch ist eine Frohnatur. Das ist von der ersten Sekunde unseres Treffens an klar. Wir haben uns im „Daniel Mosers Cottage“ verabredet, jenes Wiener Nobelrestaurant im 19. Wiener Gemeindebezirk, das auch als Schauplatz in der Erfolgsserie „Die Vorstadtweiber“ dient. Obwohl genauso perfekt gestylt, hat die Ö3-Moderatorin und Buchautorin nicht viel mit den „Weibern“ gemein: Von Zickigkeiten und Allüren keine Spur, stattdessen ist gute Laune, Professionalität und vor allem Authentizität angesagt. Denn Bellowitsch ist genau so, wie man sie aus dem Radio kennt: quirlig, immer einen flotten Spruch auf den Lippen, für jeden Spaß zu haben. Bellowitsch, die seit 2014 glücklich verheiratet ist und einen bald neunjährigen Sohn hat (von dem sie voller Stolz und mit Leuchten in den Augen erzählt), ist die gute Freundin von nebenan, mit der man Pferde stehlen, aber genauso einen Mädelsabend vor dem Kamin und mit einem guten Glas Wein feiern kann. Unser Termin ist dicht gedrängt, neben dem Interview muss auch das Coverfoto in den Kasten. Kein Problem für die 42-Jährige: Sie hat Spaß, lacht viel und redet frei von der Leber weg. Das steckt an. Unsere erste Frage drängt sich da förmlich auf:

GESÜNDER LEBEN: Woher kommt deine Energie?
Kati Bellowitsch: Ich stehe in der Früh auf und bin so gut wie immer gut gelaunt – außer bei Schlechtwetter, darüber könnte ich mich stundenlang aufregen! (lacht) Ich bin einfach ein sehr positiver Mensch, habe eine positive Grundenergie in mir. Wieso denn auch nicht? Ich habe einen Traumberuf, einen Traumsohn, einen Traummann, einen entzückenden Hund, bin gesund und wohne auch so, wie ich es mir wünsche – da wäre es doch sehr vermessen, unzufrieden und lamentierend durch die Welt zu gehen!

GL: Du bist in mehreren Sparten sehr erfolgreich. Was ist dein Erfolgsgeheimnis?
Ich denke, man sieht mir an, dass ich an allem, was ich mache, großen Spaß habe. Und mich nicht verstelle. Authentizität ist sehr wichtig. Ich sage ganz offen: Ich mache nur die Dinge, von denen ich überzeugt bin, dass ich sie auch kann – weshalb ich mich zum Beispiel nie bei einem Chor anmelden würde! (lacht) Und: Ich mache mir keinen Druck, denn dann wird man meist nur gehemmt und verunsichert.

GL: Gegenfrage: Fällt es dir leicht, zu entspannen?
Und wie! Ich entspanne mich am liebsten in den eigenen vier Wänden. Einfach mal auf dem Sofa die Füße hochlagern und ein Buch lesen, das tut gut. Aber auch, wenn meine Familie und ich zu einem langen Spaziergang aufbrechen, kann ich toll entspannen. Genauso wie eine heiße Sauna nach einem langen anstrengenden Tag – herrlich!

GL: Du hast eine ganz besondere Beziehung zu Sport …
(lacht) Kann man so sagen! Sport wurde bei mir von klein auf großgeschrieben. In der Volksschule war ich Leistungsturnerin im Geräteturnen. Danach habe ich begonnen, sehr viel Tennis zu spielen, habe auch bei Tennismeisterschaften mitgemacht. Ich habe vier bis sechs Stunden am Tag gespielt – auch in der größten Hitze, bei der sonst niemand am Platz war! Es hat mir Spaß gemacht. Reitsport habe ich auch ausgeübt, inklusive Turniere. Im Alter von 17 Jahren ist der Sport bei mir dann aber etwas in den Hintergrund getreten, weil ich mich mehr meiner Ausbildung, meinem Job gewidmet habe. Aber ich bin nach wie vor sehr sportlich.

GL: Deine Eltern haben dich also nicht gepusht?
Nein, im Gegenteil! Meine Eltern haben mich aus dem Geräteturnen sogar herausgenommen, weil das Training zu intensiv wurde. Ihnen war es immer wichtig, dass ich Spaß an der Sache habe und der Druck nicht überhandnimmt.

GL: Welchen Sport übst du heute aus?
Ich gehe viel laufen – auch deshalb, weil sich das gut mit meinem Hund Sally verbinden lässt. Begeistert bin ich aktuell von einem Krafttraining, bei dem mit elektrischer Muskelstimulation gearbeitet wird, wodurch besonders der Muskel aufgebaut wird. Das tut vor allem meinem Rücken sehr gut. Wenn ich es zeitlich schaffe, spiele ich nach wie vor Tennis. Und daheim haben wir einen Tischtennistisch, mit dem wir großen Spaß haben! Denn auch mein Mann (Pilot Daniel Bellowitsch-Geyer, Anm. d. Red.) sowie mein Sohn sind sehr sportlich.

GL: Du machst also auch mit deinem Sohn Sport?
Natürlich! Mir ist es wichtig, dass auch er verschiedene Sportarten ausprobiert, so wie ich es früher auch gemacht habe. Einfach überall reinschnuppern. Vom Eislaufen über Windsurfen bis hin zu Reiten, Tennis und Skifahren probieren Laurenz und ich alles aus. Bewegung ist gerade bei jungen Menschen sehr wichtig, denn wenn der Körper an Bewegung und Training gewöhnt ist, merkt er sich das und kann, zum Beispiel nach längerer sportlicher Pause, wieder schneller drauf zurückgreifen, kommt schneller in den Fluss und baut zum Beispiel auch wieder leichter Muskeln auf. Abgesehen davon, dass man als Kind noch alles viel schneller lernt, interessierter und mutiger ist. Es gibt nichts langweiligeres, als nichts auszuprobieren. Wichtig ist aber, dass der Spaß immer im Vordergrund steht.

GL: Welchen Sport macht Laurenz am liebsten?
Tennis und Karate. Jetzt möchte er auch unbedingt mit Turnen anfangen!

GL: Wie hat sich der jahrelange Sport auf dich ausgewirkt?
Ich habe großes Durchhaltevermögen, bleibe an Dingen dran, bin aber nicht verbissen. Auch Niederlagen sind für mich kein großes Problem. Ich kann gut mit verschiedensten Arten von Situationen umgehen, passe mich der Situation an.

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