„Lob ist wichtig, aber wie macht man´s richtig?“

Kurz gesagt: Lob tut jedem gut, erhöht die Motivation und stärkt das Selbstbewusstsein!

Lernpsychologisch betrachtet bedeutet Loben oder Belohnen die positive Verstärkung des vorangegangenen Verhaltens und erhöht dessen Auftretenswahrscheinlichkeit. In der Erziehung gilt Lob als Zaubermittel, wenn es bewusst und richtig eingesetzt wird.

Was Lob bewirken kann…

  • Lob spornt ihr Kind mehr an als Kritik oder Strafe
  • Lob verstärkt die Bemühungen Ihres Kindes sich wieder dementsprechend zu verhalten
  • Lob wirkt entspannend auf die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kind
  • Lob stärkt das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen Ihres Kindes
  • Lob wirkt auf verbaler und auf nonverbaler Ebene, das heißt bevor noch Ihre Worte im Sprachzentrum des Gehirns entschlüsselt werden, lösen Ihre Mimik und Gestik bereits positive Emotionen beim Kind aus
  • Lob erhöht das Wohlbefinden Ihres Kindes!

Wie kann man Lob richtig einsetzen?

Die meisten Eltern haben kein Problem mit Lob und Belohnungen, aber sie setzen sie selten bewusst ein und oft nur bei besonderen Anlässen. Grundsätzlich sollten es sich Eltern zur Gewohnheit machen, ihr Kind häufiger zu loben als zu kritisieren. Damit elterliches Lob jedoch nicht zur „Dauereinrichtung“ und – was viele Eltern befürchten – ihr Kind zum „verwöhnten Fratz“ oder „Familientyrann“ wird, sollten aus psychologischer Sicht einige Prinzipien beachtet werden.

ehrlich und interessiert

Loben Sie ihr Kind nur dann, wenn Sie es echt und aus Überzeugung tun. Nur wenn Sie sozusagen „aus tiefstem Herzen“ sprechen, werden Ihre Worte zu Ihrer Mimik und Gestik passen und Sie Ihrem Kind ehrliches Interesse vermitteln.

wertschätzend und zugewandt

Wenden Sie sich Ihrem Kind zu, wenn Sie es loben – nur so vermitteln Sie ihm Wertschätzung und Anerkennung. Ein nebenher hingeworfenes „gut gemacht“ signalisiert Ihrem Kind halbherziges Interesse. Kinder können sehr bald zwischen echten und vorgetäuschten Gefühlen unterscheiden und fühlen sich häufig nicht ernst genommen.

Sprache und Handlung aufeinander abgestimmt

Achten Sie darauf, dass Ihre Worte auch von entsprechenden Taten begleitet sind. Wer den ersten selbstgehäkelten Topflappen seines Kindes über alle Maßen lobt, ihn aber niemals verwendet, wirkt unglaubwürdig.

Lob und Kritik voneinander getrennt

Geben Sie Acht, dass sich in Ihrer Anerkennung keine „verpackte“ Kritik verbirgt – etwa „Schön, dass du endlich machst, was ich dir dauernd sage“. Die Vermischung von Lob und Kritik wertet die positive Wirkung der Anerkennung deutlich ab, da in der Informationsaufnahme Ihres Kindes die negative Äußerung überwiegt. Kinder können bald das Gefühl entwickeln, es ihren Eltern nie recht zu machen; sie sind frustriert, verlieren an Selbstwertgefühl und das Vertrauen in ihre eigene Leistung sinkt.

leistungsangepasst

Wenn Sie eine Leistung – etwa eine gelungene Zeichnung – Ihres Kindes loben, sollte Ihre Anerkennung dem Kind Anhaltspunkte geben, worauf es stolz sein kann. Hervorheben bestimmter Einzelheiten oder Formulieren konkreter Fragen zur Zeichnung bewirken mehr als ein allgemeines „sehr schön“. Wenn ein Kind Ihre Aufmerksamkeit spürt, wird es Ihre Beobachtung als Ansporn erleben, Neues zu wagen und sich bei der nächsten Zeichnung noch mehr bemühen – damit fördern Sie die kindliche Weiterentwicklung.

altersentsprechend

Je kleiner ihr Kind ist, umso mehr ist es auf Anerkennung durch die Eltern angewiesen, um Selbstvertrauen und Eigenständigkeit zu entwickeln. Später ist es wichtig, anlassbezogener zu loben und gezielter „neue“ Leistungen und Fortschritte hervorzuheben.

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