Lebensmittelsicherheit: Selbstverständlich?

In Österreich wurden mit 1. Juni 2002 18 Bundesanstalten und Bundesämter aus den Bereichen Lebensmitteluntersuchung, Bakteriologie und Serologie, Veterinärmedizin und Landwirtschaft unter dem Dach der neugegründeten Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zusammengefasst. Damit sind die Bundeskompetenzen in verschiedenen Fachbereichen entlang der Nahrungsmittelkette in einem Unternehmen gebündelt.

Eine Kernaufgabe der AGES ist die Risikobewertung, die in vier Stufen abläuft:

  1. Gefahrenidentifizierung,
  2. Gefahrencharakterisierung,
  3. Expositionsabschätzung und
  4. Risikocharakterisierung.

Doch bereits viele Schritte davor wird von Herstellerseite, etwa im Rahmen von HACCP (Hazard Analysis Critical Point)VerfahrenBerücksichtigung des IFS (International Food Standards) und Einhaltung von Hygienevorschriften, die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Lebensmittel gesichert. Dazwischen erfolgt die Überprüfung durch die Lebensmittelkontrollbehörde, die den einzelnen Bundesländern obliegt, und nicht zuletzt testen auch Verbraucherorganisationen immer wieder Lebensmittel u. a. auf ihre Sicherheit und Unbedenklichkeit. Das Kontrollnetz in Österreich ist somit engmaschig und die Konsumenten bestens geschützt.

Das Europäische Schnellwarnsystem – RASFF
Zur Sicherung des Schutzes der europäischen Verbraucher vor Gesundheitsgefährdungen wurde das „Rapid Alert System for Food and Feed“ (RASFF) geschaffen. Dieses Netzwerk gewährleistet den raschen Austausch von Informationen innerhalb der Mitgliedstaaten der EG und EFTA sowie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Die zentrale Kontaktstelle in Österreich ist die Abteilung IV/B/10 (Abt. für Lebensmittelangelegenheiten, – sicherheit und –überwachung) des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen, von dort werden sämtliche Meldungen an die betroffenen Stellen weitergeleitet.

Lebensmittelsicherheit hat viele Gesichter
Im Zuge vieler Diskussionen rund um Lebensmittelsicherheit wird häufig darauf vergessen, dass viele Schadstoffe auch im Haushalt selbst produziert werden, etwa die potenziell krebserregenden heterozyklischen aromatischen Amine, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Schimmelpilztoxine oder das erst kürzlich ins Gerede gekommene Acrylamid.

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