Leben heißt für mich Lieben

Als wir mit dem sympathischen Schweizer Schlagerstar Francine Jordi sprechen, befindet sie sich in der wohlverdienten Mittagspause. Ein bisschen hat sie Zeit für uns, danach geht’s wieder weiter mit den Dreharbeiten für das alljährliche ORF-TV-Weihnachtsspecial auf Gut Aiderbichl (siehe Infokasten). Wobei, dieses Jahr ist’s ein bisschen anders: Das erste Mal wird es keine Weihnachts-, sondern eine Adventssendung geben. Für Jordi ein großer Spaß. „Dieses Jahr dürfen wir etwas lustiger und ein bisschen flotter sein“, lacht die Sängerin. Jordi lacht viel, sie versprüht nicht nur auf der Bühne, sondern auch beim Interview Lebensfreude. Kein Wunder, 2013 war das erfolgreichste Jahr in der Karriere der 36-jährigen Schweizerin. Ihr im Mai veröffentlichtes Album „Verliebt geliebt“ ist bis heute ein Verkaufshit, seitdem tritt Jordi regelmäßig vor einem Millionenpublikum auf. Seit Anfang Dezember befindet sie sich, gemeinsam mit Stefan Mross, auf großer Weihnachtstournee. Begleitet wird der mittlerweile überzeugte Single (mehr als elf Jahre lang war die Sängerin durchgehend in Beziehungen, seit Mitte 2012 gibt es keinen Mann an ihrer Seite) übrigens von ihrem guten und treuen Freund Theo – ihrem dreijährigen Labrador. „Er ist immer an meiner Seite“, beschreibt Jordi die enge Beziehung zu ihrem Haustier.

GESÜNDER LEBEN:  Was bedeutet die Adventszeit für Sie?
Francine Jordi: Die Adventszeit ist mir extrem wichtig. Ich liebe die Musik und die Stimmung, besitze eine riesige Weihnachts-CD-Sammlung. (lacht) Immer, wenn die Dreharbeiten auf Gut Aiderbichl vorbei sind, fange ich an, Weihnachtslieder zu hören. Bereits im November habe ich heuer meinen Garten mit Rentieren und Adventsutensilien geschmückt – ich glaube, ich bin die erste in der Schweiz! (lacht) Aber ich bin im Dezember ja auf Tournee, also hätte ich ansonsten von meinem Gartenschmuck gar nichts. Und ich möchte nicht darauf verzichten!

GL: Die Adventszeit sollte ja eigentlich eine besinnliche Zeit sein, eine Zeit zum In-sich-Gehen. Erleben Sie das auch so?
Jordi: Ich habe in der Vorweihnachtszeit immer sehr viel zu tun, ein Konzert reiht sich an das nächste. Aber: Ich habe in meiner Garderobe meistens eine Kerze, die ich anzünde, wenn ich mir bewusst Zeit für mich nehmen will. Das ist sehr wichtig. Ich nehme mir die Zeit zum Abschalten und zum Runterfahren. Danach lebt und erlebt man wieder viel bewusster.

GL: Wie werden Sie dieses Jahr Weihnachten feiern?
Jordi: Natürlich mit der Familie. Mein Weihnachtsfest ist jedes Jahr dasselbe – und ich will es nicht anders! Zuerst feiere ich mit der engsten Familie, also Eltern, Geschwister und Neffen. Um ca. 21 Uhr gesellt sich der Rest der Verwandtschaft dazu, und plötzlich sind wir 40 Leute! Wir singen im Garten rund um den geschmückten Weihnachtsbaum, lesen Geschichten vor, und die Kinder sagen ihre Gedichte auf. Es entwickeln sich tolle Gespräche, das Fest ist meist erst spät- nachts zu Ende. Ich feiere also sehr traditionell Weihnachten. Was mir auch heilig ist – ich könnte Weihnachten niemals im Ausland und getrennt von meiner Familie verbringen!

GL: Auch heuer präsentieren Sie die Adventssendung auf Gut Aiderbichl. Was bedeutet Ihnen dieser Ort?
Jordi: Der Umgang zwischen Tier und Mensch, der auf Gut Aiderbichl gelebt wird, ist wunderschön. Es bricht mir das Herz, wenn ich sehe, wie oftmals mit Tieren in Versuchslaboren, in Massentierhaltungen oder auch in privaten Haushalten umgegangen wird. Gut Aiderbichl zeigt, dass es auch anders geht. Aber auch der umgekehrte Fall fasziniert mich: Tiere haben auf Menschen eine große positive Wirkung. Menschen, die eine Krise durchleben oder die allein sind, entdecken mithilfe von Tieren oftmals wieder ihre Lebensfreude. Nicht umsonst gibt es Therapietiere! Schön, dass Mensch und Tier sich gegenseitig so viel geben können.

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