Krank macht gesund!

Kennen Sie das Sprichwort: „Wo gehobelt wird, da fallen Späne?“ Gemeint ist damit: Wo an einer Sache gearbeitet wird, wo sich etwas entwickelt, da muss man auch Rückschläge, Einschnitte, Enttäuschungen, eben „Späne“ als Teil dieser Entwicklung hinnehmen.

Ganz ähnlich verhält es sich mit der Entstehung des Immunsystems (das ist der Schutz durch körpereigene Abwehrstoffe) Ihres Babys. Ihr Kind kommt mit einem „Nestschutz“ auf die Welt. Das sind die Abwehrstoffe, die es von seiner Mutter mitbekommen hat und die es vor vielen Krankheiten schützen. Im Laufe der ersten vier Monate lässt dieser Schutz jedoch langsam nach, und Babys müssen ihr eigenes Schutzsystem aufbauen.

Das Immunsystem kann sich nur dann entwickeln, wenn es „Bekanntschaft“ mit Krankheitserregern macht! Und bei dem Entstehen eines funktionierenden Immunsystems gibt es halt auch „Späne“ – Tage, an denen Kinder krank sind. Eine gesunde Entwicklung schließt also Krankheit nicht aus. Im Gegenteil: In  Zeiten von Krankheit machen Kinder oft  einen Wachstums- oder Reifungsschub durch. Durch aufmerksames Beobachten, Ihre liebevolle Pflege und regen Kontakt mit einem Arzt Ihres Vertrauens werden Sie auch die Krankheiten Ihres Kindes gut bewältigen!

Allergien

Derzeit leiden bei uns zwischen 25% und 40% der Bevölkerung unter allergischen Erkrankungen. Wenn ein Elternteil eine Allergie hat, dann hat das Kind mit 30% Wahrscheinlichkeit ebenfalls eine Allergie. Wenn beide Eltern selber an Allergien leiden, dann ist das Kind mit 60%iger Wahrscheinlichkeit betroffen. Allergien können gegen verschiedenste Bestandteile entstehen. Das können Bestandteile der Nahrung sein (z.B. Kuhmilch, Ei, Hühnerfleisch, Nüsse, Tomaten, Erdbeeren, Weizen, Soja, Schokolade), Bestandteile der Luft (z.B. Blütenpollen, Staub), aber auch Stoffe, die direkt mit dem Körper in Kontakt kommen (z.B. Kunststoffe in der Kleidung, Reststoffe von Waschmitteln oder Weichspüler in der Kleidung, Bestandteile von Hautpflegeprodukten).

Zahngesundheit

Die ersten Zähne kommen irgendwann zwischen dem 1. und dem 12. Lebensmonat, meist in einer bestimmten Reihenfolge, die aber von Kind zu Kind sehr unterschiedlich sein kann. Erinnern Sie sich noch daran, wie Sie Ihren letzten Weisheitszahn bekommen haben? An das unangenehme Ziehen im Zahnfleisch? Manchen Babys geht es genauso, wenn ein neues Zähnchen kommt: Sie sind dann besonders unruhig und quengelig. Da Kinder in dieser Zeit besonders empfindlich sind, kann zum Zahnen auch eine – meist harmlose – Krankheit dazukommen, wie z.B. kurzes Fieber, Schnupfen oder schleimiger Stuhl. Sie können Ihrem Baby helfen, wenn Sie ihm etwas Festes zum Beißen geben, z.B. einen – im Kühlschrank gekühlten – Beißring, eine Karotte, ab 8 Monaten auch eine Brotrinde. Das „Hineinbeißen“ tut Ihrem Baby gut, es wird deshalb in dieser Zeit an allen Spielsachen herumkauen.  Daher ist es wichtig, dass sich von den Spielsachen nichts abbeißen lässt (kleine Kunststoffteile oder Splitter) und dass die Farben durch den Speichel des Babys nicht abgelöst werden können. Vielleicht werden Sie bemerken, dass Ihr Baby in der „Zahn-Zeit“ wieder mehr Körperkontakt braucht. Zuwendung und Nähe erleichtern ihrem Baby diesen Entwicklungsschritt. Übrigens: Zwischen dem 2. und 3. Geburtstag hat Ihr Baby dann sein vollständiges Milchgebiss mit 20 Zähnen. Die Milchzähne sind für Ihr Kind genauso wichtig wie die späteren bleibenden Zähne. Es braucht sie für die Ernährung, bei der Entwicklung der Sprache und auch als „Platzhalter“ für die bleibenden Zähne.

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