Kali Ray im Interview

Kali Ray: Danke vielmals! Ich bin auch sehr glücklich, eine so wunderbare Gelegenheit wahrnehmen zu können.

yoga.ZEIT: Du hast eigentlich kein Yoga gemacht bis du TriYoga® entdeckt hast. Wie kam es dazu?

Kali Ray: Ich kann mich genau daran erinnern: Es war der 05. Januar 1980, als ich eine Meditationsklasse führte. Gerade als wir mit der Meditation starteten, begann Prana meinen Körper zu bewegen. Es entstanden spontane und nicht zu beeinflussende Mudras, Pranayamas und ein Fluss von Asanas. Von diesem Zeitpunkt an fl ießt diese Energie in meinem Körper und setzt diese Bewegungen regelmäßig / täglich fort. Nun schon seit über 30 Jahren. Diese Erfahrung nennt man Kriyavati.

yoga.ZEIT: Als ich das erste mal TriYoga® ausprobierte, empfand ich den Flow als sehr weiblich und hingebungsvoll. Würdest du sagen, TriYoga® ist eine sehr feminine Form des Yoga?

Kali Ray: Nun ja – was ist die bewegende Kraft Shakti? Hat Shakti ein Geschlecht? Ist es männlich? Ist es weiblich? Shakti ist in jedem von uns, im männlichen und im weiblichen Anteil. TriYoga® ist für alle. Das Gefühl der Shakti Energie im TriYoga ® ist das Gefühl der sich bewegenden Kundalinienergie. Und diese Shakti ist in uns allen. Wenn man den Flow von Männern im TriYoga® beobachtet, dann sieht man: Es ist die perfekte Balance von Flexibilität und Kraft. TriYoga® vereint weiblich und männlich, Flexibilität und Kraft.

yoga.ZEIT: Kali, du bist sehr bekannt für die Mudras, die du in den Flows und im TriYoga® verwendest. Mittlerweile sind über tausend Mudras bekannt. Kannst du uns ein bisschen über die Bedeutung von Mudras und wie sie zu dir kamen erzählen?

Kali Ray: Wenn wir uns die Defi nition von Hatha Yoga genauer ansehen und zurückschauen in eine alte Zeit, so sehen wir, dass es folgendermaßen beschrieben wird: Es ist eine Trinität aus Yoga Asana (Körperstellung), Pranayama (Atemübung) und Mudras (Energielenkung/Fokus). Das ist ein sehr reines Yoga. Es wurde in mir erweckt durch die universelle Lebensenergie (Kundalini). Ich hatte das zuvor nie gesehen und auch kein Interesse an der Praxis, die wir Hatha Yoga nennen. Mein Schwerpunkt lag in der Meditation. Das Leben eines Yogi zu leben, ist ein Lifestyle an sich, aber dieser spezielle Teil des TriYoga® kam mit der Kundalinierweckung in mein Leben. Wie beschrieben, begann sich diese Energie in mir zu bewegen – die so genannte Kundalini. Dies führt zu einem erweiterten Bewusstsein und Glückseligkeit – sehr tief im Inneren. Im Außen bewegte sich mein Körper in spontanen Bewegungen. Man kann also sagen: Hatha Yoga manifestierte sich bei mir durch den Fluss der Kundalini. Nach einiger Zeit, in der meine Schüler mich beobachteten, wurden diese Flows immer klarer und sie baten mich, diese … ich schaute auf meine Hände und sah ein so besonderes Mudra. Es heißt Trikona, weil es ein Dreieck ist. Es ist wie das Dreieck im Shri Yantra. Als ich es sah, war mir klar, dass es besonders ist zu unterrichten. Von da an kamen so viele Mudras, Asanas und Pranayamas, dass klar ist: TriYoga® ist zum Nutzen aller gedacht, und ich bin der Kanal, der es zum Ausdruck bringt. Es ist richtig: Mudras sind sehr einzigartig in unserem System. Aber auch die Atemund Meditationstechniken, und die Art wie jede Position in die nächste fl ießt: so wird all das zu einem Mudra – die Energie wird fokussiert. Asanas reduzieren Blockaden, Pranayama steigert die Energie, und das Mudra lenkt diese Energie an die richtige Stelle. Eines Abends in den frühen 90-er Jahren saß ich in Meditation und meine Finger begannen sich spontan zu bewegen. Diesmal war es anders in dem Sinne, wie sich der vierte und fünfte Finger integrierten. Das war schon 12 Jahre nach dem Beginn der Kriyas (spontanen Bewegungen). Und ich schaute auf meine Hände und sah ein so besonderes Mudra. Es heißt Trikona weil es ein Dreieck ist. Es ist wie das Dreieck im Shri Yantra (das Yantra des Svadisthana Chakras). Als ich es sah, war mir klar, dass es besonders ist. Ich bat sofort jemanden ein Foto davon zu machen. Und sobald wir das Foto gemacht hatten, begannen meine Hände sich in das nächste Mudra zu bewegen. Wir machten ein Foto… nächstes Mudra… wir machten ein Foto. Das ging so weiter und wir machten hunderte von Fotos. Es war so interessant, das war noch vor den Digitalkameras – und die Mudras bewegten sich von einem zum nächsten, bis wir den Film wechseln mussten. Dann machte die Energie Pause und wartete, bis wir wieder so weit waren, weiter zu fotografi eren. Das war sehr bezaubernd und verbindlich.

yoga.ZEIT: Hast du vor, diese Mudras in einem Buch zu veröffentlichen?

Kali Ray: Absolut! Als ich begann, das Buch zu schreiben, wurde mir bewusst, wie viele Mudras bestehen. Es sind mehr als tausend und wir sind im Moment am Auswählen und nochmaligen Fotografi eren, fügen den Sanskritnamen dazu, damit die Menschen sie zuordnen können. Es ist ohne Zweifel mein Dharma all diese Mudras zu dokumentieren.

Interessantes

- Advertisement -Jentschura

Empfehlungen